Von „Texas Chainsaw Massacre“ über „Halloween“ bis zu „Scream“ und „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“: Zahlreiche Horror-Hits brachten es nicht einfach nur zum Kult, sondern auch zu nicht enden wollenden Franchises. Während sich einige regelmäßig gekonnt neu erfinden, weichen andere keinen Millimeter von den plattgetretenen Pfaden der Vorgänger ab. Doch auch abseits der weltberühmten Meilensteine brachte das Genre reihenweise verschrobene, originelle und unbedingt sehenswerte Kuriositäten hervor, die bis heute allerdings oft ein Nischendasein fristen.
Ihr brennt für eben jene Klassiker aus der zweiten Reihe, die aus begrenzten Mitteln und unbegrenzter Kreativität schrullige Unterhaltung für die Ewigkeit kreierten? Dann könnte auch „The Last Video Store“ nach eurem Geschmack sein, der am 23. Januar endlich auch auf DVD und Blu-ray erscheint.
Gut, für 4,99 Euro könnt ihr den Streifen sogar schon jetzt streamen*. Doch wer sich von den vorangegangenen Zeilen angesprochen fühlt, dürfte ohnehin eher vom alten Schlag sein – und sich lieber die physische Version nach Hause holen. Schließlich richtet sich der Film vor allem an B-Movie-Enthusiasten und einstige Videotheken-Stammkunden, die sich nach nostalgisch angehauchter Genrekost sehnen…
Und wer so richtig in die Vollen gehen will, bekommt den Film ab dem 27. März auch noch als limitierte Sammleredition serviert – im auf gerade einmal 600 Stück limitierten Mediabook. In VHS-Optik!
"The Last Video Store": Eine augenzwinkernde Meta-Sause
Nicht falsch verstehen: Das Regie-Duo Cody Kennedy und Tim Rutherford hat seinen gerade einmal 80 Minuten kurzen Film weder auf einer alten Kamera gedreht noch dafür Ikonen des Horror-Kinos vor der Kamera versammelt. Stattdessen hofft man, alteingesessene Genre-Aficionados mit dem Plot abzuholen.
Im Zentrum steht nämlich Kevin (Kevin Martin), der Besitzer der letzten Videothek Kanadas – in der dieser eines Tages auch sein blaues Wunder erlebt. Denn Nyla (Yaayaa Adams), die Tochter eines treuen Stammkunden, bringt die geliehenen Videokassetten ihres Vaters nicht nur mit gehöriger Verspätung zurück. Nicht einmal zurückgespielt sind die Bänder! Noch viel schlimmer aber: In dem VHS-Stapel befindet sich auch ein verfluchtes Tape, das in der Lage ist, jede Filmfigur in die reale Welt zu katapultieren. Und ehe sich die beiden versehen, müssen sie sich mit den fiesen Meuchlern aus ihren liebsten Slashern herumschlagen…
„‚Evil Dead‘ trifft ‚Clerks‘“, wird auf dem „The Last Video Store“-Cover betitelt – was den Nagel zumindest inhaltlich ziemlich auf den Kopf zu treffen scheint. Ob das an das legendäre Necronomicon aus „Tanz der Teufel“ erinnernde Plot Device und das verwandte Setting von Kevin Smiths Kultkomödie am Ende aber auch mehr als eben das zu bieten hat? Die internationale Fachpresse zeigt sich auf Rotten Tomatoes durchaus angetan und verspricht zudem reichlich Gore, einen treibenden Synthesizer-Score sowie letztlich einen kurzweiligen B-Movie-Spaß.
Und wer danach Lust auf mehr hat, kann sich auch gleich über das still und heimlich erschienene Revival eines eklig-schleimigen Ex-Index-Krachers freuen:
Uncut-Horror mit FSK 18: Fortsetzung von legendär-ekligem Ex-Index-Kult still & heimlich im Streaming erschienen*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.