Die 3 besten Filme, die ihr diese Woche bei Amazon Prime Video schauen müsst – 2. bis 8. Februar 2026
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Schon in der Grundschule las er Kino-Sachbücher und baute sich parallel dazu eine Film-Sammlung auf. Klar, dass er irgendwann hier landen musste.

Der Wust des Streamingdschungels überfordert euch? Keine Sorge: FILMSTARTS stellt euch wöchentlich drei sehenswerte Titel auf Amazon Prime Video vor, die ihr dieses Wochenende schauen solltet, statt unnötig lang durchs Hauptmenü zu scrollen.

Es lässt sich schwer leugnen: Das Streamingangebot ist unübersichtlich! Ein-, zweimal auf den falschen Titel geklickt, schon ist die eigene Startseite für nichts mehr zu gebrauchen, da man nur noch bereits gesehene oder völlig uninteressante Filme empfohlen bekommt. Die interessanten, guten Produktionen verstecken sich dagegen in irgendwelchen Untermenüs oder müssen durch eine gezielte Suche hervorgekramt werden.

Damit ihr an eurem geplanten Filmabend nicht unnötig Zeit dabei verliert, durch die Menüs zu scrollen, springt euch FILMSTARTS zur Seite: Jede Woche empfehlen wir euch drei Filme, die im Abo von Amazon Prime Video verfügbar sind – und die ihr auf keinen Fall verpassen solltet. Dieses Mal sind unsere Tipps inspiriert vom Erfolg der Bestselleradaption „The Housemaid - Wenn sie wüsste“. Viel Spaß beim Entdecken und Anschauen!

"Zu guter Letzt" (2017)

Die einst erfolgreiche Geschäftsfrau Harriet Lauler (Shirley MacLaine) kann auch in ihrem Ruhestand ihren Drang, alles zu kontrollieren, nicht ablegen. Daher beauftragt sie die junge Journalistin Anne Sherman (Amanda Seyfried) damit, einen Nachruf über sie zu verfassen, den sie überwachen kann. Allerdings fällt der erste Entwurf ernüchternd aus, weil niemand in Harriets Umfeld ein gutes Wort über sie zu sagen hat. Harriet beschließt daraufhin, ihr Leben zu ändern – und Anne soll ihr dabei auf Schritt und Tritt folgen. Stellt sich bloß die Frage, ob Harriet wirklich Interesse daran hat, sich beispielsweise mit ihrer Tochter Elizabeth (Anne Heche) zu versöhnen, oder ob es ihr nur um ihr Image geht...

Gewiss: Mit 2,5 Sternen in der FILMSTARTS-Kritik und bloß 40 Prozent an positiven Kritiken auf der Aggregatorseite Rotten Tomatoes ist diese Tragikomödie nicht gerade Prestigekino par excellence. Allerdings brachte es die gut besetzte Regiearbeit von Mark Pellington („Arlington Road“) auch auf eine mehr als respektable Durchschnittsbewertung von 3,6 Sternen bei der FILMSTARTS-Community!

Die Geschichte über Reue und Vergebung trifft also durchaus einen Nerv. Und selbst wenn der Handlungsverlauf manch arg gewollte, vorhersehbare Augenblicke hat: Dank eines stimmigen, zugleich durchaus überraschend zusammengestellten Soundtracks, einer furios-galligen, glaubhaft aufweichenden MacLaine und einer liebenswert aufspielenden Seyfried, die von sanft-stichelnd zu empathisch und hilfsbereit gleitet, ist „Zu guter Letzt“ für einen kuscheligen Filmnachmittag geeignet. Erst recht als Balsam nach dem bissigen, genüsslich übertreibenden Twist-Ritt, den Seyfried in „The Housemaid“ mitmacht!

"Ein Jackpot zum Sterben" (2024)

Die nahe Zukunft: Katie (Awkwafina) träumt davon, in Hollywood als Schauspielerin berühmt zu werden. Und tatsächlich dauert es nicht lang, bis sie das Tagesgespräch in den Medien wird – wenngleich aus ganz anderen Gründen als ihr lieb sein sollte: Sie hat eine Lotterie gewonnen, die einen gewaltigen Haken hat! Sie hat einen saftigen Jackpot gewonnen, doch bis Sonnenuntergang steht sie daher zum Abschuss frei!

Zum Glück gibt es den semiprofessionellen Jackpot-Beschützer Noel (John Cena), der sie begleiten und alle feindlich gesinnten Leute in die Flucht schlagen will. So richtig traut Katie ihm aber noch nicht – und dann taucht auch Noels verbissener Rivale Louis Lewis (Simu Liu) auf, der die verwirrende Lage weiter verkompliziert...

Ein Hauch „The Running Man“, hinzu kommen Erinnerungen an die politisch-satirischeren Teile der „The Purge“-Saga, eine Handvoll an spritzigen „Panic Room“-Referenzen und Verneigungen vor den „Teenage Mutant Ninja Turtles“. All das ordentlich durchgeschüttelt, fertig ist der sonnig-spritzige Filmcocktail des „The Housemaid“-Regisseurs, stilsicheren Anzugträgers und Spirituosen-Connaisseurs Paul Feig!

Der Amazon-Exklusivtitel hat einen speziellen, aber auch sehr erfrischenden Humorgeschmack. Hinzu kommen „überzeugend inszenierten Prügelszenen und Verfolgungsjagden“, womit sich der einer „fröhlich-grellen Achterbahnfahrt“ gleichende Comedy-Thriller gute 3,5 Sterne in der FILMSTARTS-Kritik erarbeitete. Und wenn man weiß, dass der hünenhafte Cena einen ähnlichen Modesinn beweist wie der wesentlich zierlichere Feig, der ihm bei all diesem Trubel Anweisungen gegeben hat, ist der Film direkt noch eine Spur amüsanter.

"Reality" (2023)

Juni 2017: Die 25-jährige Reality Winner (Sydney Sweeney) wird zuhause von den zähneknirschend-überbetont zuvorkommenden FBI-Agenten Garrick (Josh Hamilton) und Taylor (Marchánt Davis) empfangen. Ganz gleich, wie sehr das Doppel versucht, Reality gegenüber so aufzutreten, als wäre es bloß auf einen netten Plausch aus: Die Anspannung ist überdeutlich. Sie warten gierig darauf, dass sich Reality im Dauerfeuer nebensächlicher Fragen einen winzigen Lapsus gestattet. Wie kann sich die NSA-Mitarbeiterin bloß aus dieser misslichen Lage befreien?!

„The Housemaid“-Mimin Sydney Sweeney hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Projekten angenommen – und es variiert enorm, wie sehr sie in diesen Filmen ihr schauspielerisches Können zeigen darf. Wer Sweeney primär durch Filme wie „Madame Web“ oder ihre Werbespots kennt, dürfte schnell den Verdacht hegen, dass ihre viel gelobte Darbietung im Serienphänomen „Euphoria“ ein kaum zu wiederholender Ausrutscher nach oben war.

Doch dann gibt es halt Fälle wie „Reality“: Die vielfach preisgekrönte Theater-Regisseurin Tina Satter erweckt das reale Verhörprotokoll der Begegnung zwischen Reality Winner und dem FBI zum erstklassig gespielten, zornig machenden Thrillerdrama. Für den Verfasser dieses Artikels war Sweeney nie besser als in diesem Kleinod, das die krummen Prioritäten der US-Regierungsbehörden unverblümt zur Schau stellt. Wenn ihr also noch unschlüssig seid, ob Sweeney darstellerisch etwas auf dem Kasten hat, müsst ihr unbedingt „Reality“ schauen!

Und wenn ihr euch wundert, wann Sweeney es in ihrer Filmografie wieder richtig krachen lässt: Im nachfolgenden Artikel erfahrt ihr mehr über einen kommenden, bombastischeren Film der „Wo die Lüge hinfällt“-Darstellerin!

Sci-Fi-Roboter-Action mit Sydney Sweeney: Der Star eines der größten Netflix-Serien-Hits soll zum Cast stoßen

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