Es wäre ja schade, wenn man die Fortführung eines liebgewonnenen Films verpasst, nur weil der Titel den Zusammenhang nicht direkt klarmacht. Wobei man sich „Die Ältern“ genauso gut ansehen kann, ohne den Vorgänger zu kennen.
Wenn Jan Weiler ein neues Buch herausbringt, dann kann man ihm in der Regel schon vorab das Label Bestseller verpassen. Oft schreibt der Autor dabei – leicht verfremdet – über seine persönlichen Erfahrungen als Mann, Ehemann und Vater, mit der Figur des Hannes als sein literarisches Alter Ego. So erschien 2017 die Verfilmung „Das Pubertier - Der Film“ mit Jan Josef Liefers als Hannes auf der großen Leinwand – und konnte damals starke 900.000 Besucher*innen in die deutschen Kinos locken.
Damit landete die Komödie über einen an seiner pubertierenden Tochter verzweifelnden Familienvater in den Jahrescharts sogar noch einen Platz vor dem ungleich teureren Hollywood-Blockbuster „Kong: Skull Island“. Kein Wunder also, dass das Begehren der deutschen Filmstudios nach Jan-Weiler-Stoffen ungebrochen hoch ist – und so hat es nach der Buchveröffentlichung auch nicht lange gedauert, bis nun die Verfilmung des „Pubertier“-Nachfolgeromans „Die Ältern“ ebenfalls in die Kinos kommt.
Neuer Regisseur, neuer Hauptdarsteller
„Die Ältern“ spielt einige Jahre nach „Das Pubertier“, die Tochter steckt nicht länger in der Pubertät, sondern zieht aus – und nimmt dabei zur Überraschung des Vaters auch noch die von ihrer Ehe schwer gelangweilte Mutter mit. Aber auch wenn die Hauptfigur wieder Hannes heißt, gibt es doch ganz zentrale Änderungen: So nimmt diesmal nicht „Sonnenallee“-Mastermind Leander Haußmann, sondern Sönke Wortmann („Der Spitzname“) auf dem Regiestuhl Platz.
Außerdem wurden auch die Rollen neu besetzt: Statt „Tatort“-Gerichtsmediziner Jan Josef Liefers schlüpft diesmal etwa Eberhofer-Kultstar Sebastian Bezzel (in nur sechs Monaten schlittert er ins „Steckerlfischfiasko“) in die Hauptrolle – und begeistert darin mit einer grandios schluffigen Performance.
Darum geht’s in "Die Ältern"
Für Hannes (Sebastian Bezzel) ist das Leben in Hamburg bequem: Während Gattin Sara (Anna Schudt) das Geld verdient, stagniert seine Fantasy-Reihe seit Jahren. Doch dann wird Hannes mit Schmackes aus der Komfortzone gedrängt, als Tochter Cara (Kya-Celina Barucki) auszieht und ihre Mutter gleich mitnimmt.
Plötzlich allein mit Sohn Nick (Philip Müller), muss Hannes sein Leben neu ordnen. Beim Versuch, seinen wabbeligen Körper im Schwimmbad zu stählen, trifft er die jüngere Vanessa (Judith Bohle). Die kennt sein Buch sogar – allerdings nur, weil es perfekt unter ihren wackelnden Esstisch passt …
„Die Ältern“ läuft ab dem 12. Februar 2026 in den deutschen Kinos! Als kleine Erinnerungsstütze haben wir hier zudem noch mal den Trailer zu „Das Pubertier“ für euch: