Neu bei Amazon Prime Video: Die Neuauflage eines beliebten Fantasy-Actioners – vom "Crank"- und "Ghost Rider"-Regisseur
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan ist ein echter Comic-Fan: Er liebt Graphic Novels und klassische Comics wie "Hellboy" und "Batman". Er hofft auch immer noch auf eine Film-Umsetzung von Eric Powells "The Goon"!

Guillermo del Toro hat mit seinen „Hellboy“-Filmen dem ruppigen Höllenbuben zwei fantastische Filme gewidmet, die bis heute eine große Fangemeinde haben. Mit „Hellboy: The Crooked Man“ wurde der rote Teufel kürzlich wiederbelebt.

Die „Hellboy“-Comics von Mike Mignola sind besonders: Hier treffen Folklore und sinistre Märchen auf kryptisch-verworrene Pulp-Erzählungen, reichlich Action und einen herrlich miesepetrigen Antihelden, der verlorenen in der modernen Welt eigentlich nur seine Ruhe möchte. 2004 wurde dieser erstmals im großen Stil von Fantasy-Experte Guillermo del Toro auf die Leinwand gebracht. Mit „Hellboy“ und dem vier Jahre später erschienenen „Hellboy – Die goldene Armee“ hat der Regisseur zwar zwei erstklassige Fantasy-Actioner erschaffen, die jedoch dem düsteren Geist der Vorlage nur bedingt gerecht wurden.

Mit Neil MarshallsHellboy - Call Of Darkness“ wurde die Reihe 2016 dann schließlich neu gestartet. Als Titelheld trat David Harbour in die Fußstapfen von Ron Perlman. Doch leider erwies sich diese Interpretation als ziemlicher Rohrkrepierer – denn außer einigen netten Action-Sequenzen hatte der Film kaum etwas zu bieten. Also auf zum nächsten Versuch:

2025 erschien mit „Hellboy: The Crooked Man“ eine weitere Adaption des Kult-Comics. Dieses Mal saß „Crank“- und „Ghost Rider: Spirit Of Vengeance“-Macher Brian Taylor auf dem Regiestuhl. Mit deutlich kleinerem Budget sollte das Franchise rund um den Höllenjungen wiederbelebt werden. Bei uns kam der B-Movie-Streifen jedoch gar nicht erst in die Lichtspielhäuser, sondern wurde gleich ans Heimkino durchgereicht. Das ist in Anbetracht des Endergebnisses nicht verwunderlich, dennoch irgendwie schade. Denn auch wenn die neuste Adaption nicht wirklich gut ist, kommt sie doch in Sachen Stimmung und Atmosphäre der Vorlage bisher am nächsten.

Wer jetzt doch mal einen Blick riskieren will, der hat bei Amazon Prime Video aktuell die ideale Gelegenheit dazu, denn „Hellboy: The Crooked Man“ könnt ihr jetzt im Abo des Streaming-Giganten finden:

"Hellboy: The Crooked Man": Das ist die Handlung

Im Jahr 1959 werden Hellboy (Jack Kesy) und seine noch unerfahrene Kollegin beim B.P.R.D., Bobbie Jo Song (Adeline Rudolph), damit beauftragt, eine extrem wandlungsfähige Spinne einzufangen, die in einen rätselhaften Wald in den Appalachen entkommen ist. Bei der Jagd auf das mutierende Wesen begegnet das Duo den Bewohner*innen eines abgelegenen Dorfes, das sich immer wieder gegen Hexen behaupten muss. Doch auch der als „The Crooked Man“ bekannte Dämon stellt eine tödliche Bedrohung dar: Dieser tritt als 200 Jahre alter Mann auf und ist auf der Suche nach weiteren Seelen, um endlich Frieden zu finden.

Nicht gut - aber durchaus interessant

„Hellboy: The Crooked Man“ ist keine wirklich gelungene „Hellboy“-Verfilmung. Gerade wenn CGI-Effekte zum Einsatz kommen, dann sieht man dem finsteren Fantasy-Actioner sein geringes Budget deutlich an. Auch der simpel gestrickte Plot kann nur bedingt überzeugen - und verwirrt stellenweise sogar durch seine kryptischen Verzweigungen, bei der Zuschauer*innen schon mal den Überblick verlieren können.

Und dennoch dürften Fans der Vorlage durchaus Momente finden, die zu gefallen wissen. Es ist jedenfalls deutlich zu merken, dass „Hellboy“-Erfinder Mike Mignola hier seine Finger im Spiel hatte und einen größeren Einfluss auf die Produktion genommen hat. Der Humor der bisherigen Teile tritt in den Hintergrund, stattdessen liegt der Fokus voll auf der schaurigen Atmosphäre, die nur ab und an durch leichte Action-Einlagen unterbrochen wird.

Zudem macht Jack Kesy als Hellboy eine gute Figur - und gibt „Big Red“ eine ganz eigene Note. Statt mit markigen Sprüchen begegnet der dem Übel mit einer fast stoischen Ruhe. Natürlich fehlt ihm etwas die Physis eines Ron Perlman, dennoch erweist er sich als solide Neubesetzung. Und nach einer Gewöhnungsphase kann man sogar über das bescheidene Kostüm und den billigen Teufelsschwanz hinwegblicken, der seltsam schlaff aus dem Mantel hervorlugt.

Am besten ist es, ihr bildet euch jetzt bei Amazon Prime Video eine eigene Meinung. Was diesen Monat sonst noch beim Streaming-Riesen startet, erfahrt ihr in unserem Überblick:

Neu auf Amazon Prime Video im Februar 2026: Der beste Sci-Fi-Film 2023, die blutige Antwort auf "Fluch der Karibik" und noch viel mehr

*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren