"Predator: Badlands": Das Ende des Sci-Fi-Krachers erklärt – und wie es im Sequel jetzt weitergehen könnte
Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Filme, Serien, Videospiele. Markus brennt schon seit Kindertagen für so ziemlich alles, was über Bildschirme und Leinwände flimmert.

„Predator: Badlands“ erzählt eine neue Geschichte im Sci-Fi-Franchise und lässt die Tür für eine Fortsetzung – und vielleicht auch das eine oder andere Crossover – weit offen. Wir spekulieren, wie es in „Predator: Badlands 2“ weitergehen könnte.

„10 Cloverfield Lane“-Regisseur Dan Trachtenberg hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, drei grundverschiedene „Predator“-Filme auf die Beine zu stellen, mit denen er die legendäre Science-Fiction-Reihe originell erweitert und mit neuem Leben gefüllt hat. Nachdem es „Prey“ und das animierte Gemetzel „Predator: Killer Of Killers“ bereits vorgemacht haben, erzählt auch der gerade auf Disney+* erschienene „Predator: Badlands“ eine neue eigenständige Geschichte innerhalb des Universums – erstmals mit einem Predator bzw. Yautja als Protagonisten.

Doch obwohl die Story ganz für sich steht und der aufgemachte Hauptkonflikt auch abgeschlossen wird, lässt man am Ende nicht nur für ein direktes Sequel Raum, sondern womöglich auch für eine Zusammenführung mit Trachtenbergs anderen „Predator“-Erzählungen. Wir nehmen das Ganze einmal genauer unter die Lupe.

Tür offen für "Predator: Badlands 2"

Yautja-Jüngling Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) hat – mehr oder weniger – das geschafft, was er sich vorgenommen hat. Mit Unterstützung der Androidin Thia (Elle Fanning) hat er den Todesplaneten Genna und seine vielen Gefahren überlebt und eine Jagdtrophäe als Zeichen seines Triumphs mit nach Hause zum Planeten Yautja Prime gebracht. Nur handelt es sich bei der Trophäe nicht um den Schädel des gigantischen Kalisk-Monsters, auf den es Dek ursprünglich abgesehen hatte, um sich seine Jäger-Sporen zu verdienen.

Vielmehr hat er sich als unfreiwilliger neuer Freund eines putzigen kleinen Genna-Bewohners (den Thia liebevoll Bud getauft hat) mit dem Kalisk gut stellen können, da sich Bud als dessen Nachwuchs entpuppt hat. Als Thias böse Zwillingsschwester Tessa (ebenfalls Elle Fanning) dann jedoch dem Kalisk den Garaus macht, wird sie kurzerhand zu Deks Beute und ihr Roboter-Schädel zu seiner Trophäe.

Deks Vater (ebenfalls Dimitrius Schuster-Koloamatangi) ist bei der Rückkehr seines Sprosses davon jedoch nicht gerade beeindruckt. Für ihn ist sein jüngerer Sohn nach wie vor ein Schwächling, der getötet gehört. Als es zu einem Kampf kommt, macht Dek jedoch kurzen Prozess mit seinem alten Herrn – und demonstriert so nicht nur seine Fähigkeiten, sondern nimmt zugleich auch Rache für den Mord an seinem Bruder, der am Anfang des Films sein Leben für Dek geopfert hat.

Predator: Badlands
Predator: Badlands
Starttermin 6. November 2025 | 1 Std. 47 Min.
Von Dan Trachtenberg
Mit Elle Fanning, Dimitrius Schuster-Koloamatangi, Michael Homick, Stefan Grube
User-Wertung
3,8
Filmstarts
3,5

Dek nimmt daraufhin die Tarnrüstung seines Vaters an sich und scheint sich nun wohl doch noch einen Platz unter dem Jägervolk seiner Heimat verdient zu haben. Doch so einfach ist die Sache nicht. Denn in der letzten Szene des Films kündigt Deks Mutter (die im Film vorher noch nicht aufgetaucht ist) mit einem Raumgleiter am Horizont ihre unheilvolle Ankunft an. Ob diese dann zu einer neuen Gefahr oder vielleicht eher zu einer Verbündeten für Dek und die ebenfalls mit nach Yautja Prime gereisten Thia und Bud wird, ist unklar. Schließlich wissen wir nicht, ob sie auf einer Linie mit Deks Vater oder vielleicht sogar mit ihm verfeindet war. Ganz kalt werden sie die Streitigkeiten ihrer Familie aber wohl nicht lassen.

Hier hat das mögliche Sequel, das an dieser Stelle vorbereitet wird, also noch die Möglichkeit, in verschiedene Richtungen zu gehen. Doch womöglich schwebt Dan Trachtenberg gar kein klassischer „Predator: Badlands 2“, sondern noch etwas viel Größeres vor...

Kommt es zum Crossover mit "Prey" und "Killer Of Killers" – und zum Arnie-Comeback?

Denn auch wenn die Handlungen seiner bisherigen „Predator“-Projekte keine wirklichen Überschneidungen hatten, scheint Trachtenberg eine mögliche Zusammenführung still und heimlich in die Wege zu leiten – oder sich zumindest offen zu halten. Schon in der erweiterten letzten Szene von „Predator: Killer Of Killers“ wird so ein Bogen zu vorherigen „Predator“-Projekten geschlagen, sehen wir doch, dass die Yautja in einer riesigen Kühlkammer zahlreiche Individuen auf Eis gelegt haben, die mal siegreich im Kampf gegen sie waren, darunter auch Naru aus „Prey“ (dort gespielt von Amber Midthunder), Mike Harrigan aus „Predator 2“ (damals gespielt von Danny Glover) und Dutch Schaefer aus dem originalen „Predator“ (damals gespielt von Arnold Schwarzenegger).

Warum die Yautja all diese Leute sammeln, deutete vorher schon der Showdown des Films an, in dem Krieger und Kriegerinnen verschiedener Zeitepochen nach einem Sieg gegen Predatoren nach Yautja Prime geschafft wurden und noch mal bei einer großen Jagd für ganz besonderes Spektakel sorgen sollten. Das könnte also auch Dutch und Co. noch blühen.

Aber was hat das nun mit „Predator: Badlands“ zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nichts, doch liegt die Vermutung nahe, dass die Ereignisse im letzten Akt von „Killer Of Killers“ etwa zur selben Zeit spielen wie nun „Badlands“ (obgleich das bislang noch nicht bestätigt wurde), auf dem selben Planeten ja sowieso. Und so bestünde zumindest die Option, all das auf Yautja Prime Gezeigte und Etablierte nach Belieben zu einem großen Crossover-Event zu verknüpfen. Tatsächlich hätten laut Aussagen der „Badlands“-Macher auch schon Gespräche mit Arnold Schwarzenegger über eine potentielle „Predator“-Zusammenarbeit stattgefunden (ob nun in animierter oder in Live-Action-Form, ist allerdings unklar):

"Wir sind total begeistert": Arnold Schwarzeneggers Rückkehr ins "Predator"-Franchise rückt immer näher!

Eventuell spart man sich ein solches Event aber aber auch noch etwas auf und setzt „Killer Of Killers“ und „Badlands“ erst einmal eigenständig fort, um das Ganze weiter vorzubereiten. Möglich ist viel. In welcher Form es weitergeht, hängt letztlich aber auch davon ab, wie Disney das nicht so überragende Abschneiden von „Predator: Badlands“ an den Kinokassen bewertet (weltweites Einspiel: rund 185 Mio. Dollar bei einem Budget von gut 100 Millionen Dollar).

Womöglich könnte uns hier als nächstes also eher wieder eine Fortführung direkt auf Disney+ erwarten (so wie bei „Killer Of Killers“ und „Prey“). In jedem Fall hat Dan Trachtenberg verlauten lassen, dass er weiterhin Ideen für das „Predator“-Franchise entwickelt – trotz eines neuen Deals mit Konkurrenzstudio Paramount.

Und was ist mit "Alien Vs. Predator"?

Aber auch noch für eine ganz andere Möglichkeit zur Fortführung des „Predator“-Franchises wird in „Predator: Badlands“ der Weg geebnet. Durch das prominente Auftreten der aus der „Alien“-Reihe bekannten Weyland Yutani Corporation, zu der Thia und Tessa gehören, hat man es im offiziellen Kanon nun so deutlich wie noch nie gemacht, dass die zwei Sci-Fi-Welten Teil ein und desselben Universums sind. Wird es also nach den vielgescholtenten ersten zwei „Alien Vs. Predator“-Filmen erneut zum Aufeinandertreffen der ikonischen Monster kommen, das dann diesmal auch zum offiziellen Kanon beider Reihen gehören könnte?

Dan Trachtenberg verriet auch im Gespräch mit FILMSTARTS, dass er durchaus Lust auf ein derartiges Projekt hätte, es aber nicht erzwungen werden soll, einfach nur weil man die zwei Kreaturen mal wieder aufeinanderhetzen will. Viel eher soll sich das Ganze organisch aus den Geschichten entwickeln, die aktuell in beiden Reihen erzählt werden. Und da es abseits des Weyland-Yutani-Auftauchens in „Badlands“ und auch im gefeierten „Alien: Romulus“ noch keine direkten Bestrebungen in diese Richtung gab (und ohnehin erst einmal „Alien: Romulus 2“ kommen soll), dürfte ein erneuter Clash der Außerirdischen noch eine Weile auf sich warten lassen. Diskutiert werden entsprechende Pläne aber wohl durchaus.

Und falls ihr neugierig seid, was „Predator: Badlands“ eigentlich mit dem Arnie-Klassiker „Conan“ zu tun hat, lest einfach noch folgenden Artikel:

Was hat "Predator: Badlands" mit dem Schwarzenegger-Kult "Conan" zu tun? Der Regisseur hat es uns am Set des Films verraten!

Dies ist eine anlässlich des Disney+-Releases von „Predator: Badlands“ aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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