Was hat "Predator: Badlands" mit dem Schwarzenegger-Kult "Conan" zu tun? Der Regisseur hat es uns am Set des Films verraten!
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.

Wir haben 2024 die Dreharbeiten von „Predator: Badlands“ besucht und in Neuseeland unter anderem erfahren, dass sein neuer Film in dieselbe Kerbe wie ein Kult-Klassiker von Arnold Schwarzenegger schlägt – der mit der Reihe gar nichts zu tun hat.

Am 6. November ist es so weit: „Predator: Badlands“ kommt in die Kinos – endlich, möchte man sagen. Gut, eigentlich ist die Ankündigung des jüngsten Kapitels der legendären Science-Fiction-Saga noch gar nicht so lange her. 20 Monate? Das ist ein mehr als akzeptabler Zeitraum, um eine derart große Hollywood-Produktion anzukündigen, umzusetzen und schließlich zu veröffentlichen. Für FILMSTARTS-Redakteur Daniel Fabian fühlte sich die Wartezeit dennoch wie eine halbe Ewigkeit an – und das aus gutem Grund.

Denn es ist mittlerweile über ein Jahr vergangen, seit ich die Dreharbeiten des Films in Neuseeland besuchen durfte. Und die Eindrücke, die ich vor Ort gewinnen konnte, ließen meine Vorfreude auf den mittlerweile dritten „Predator“-Film von Dan Trachtenberg (nach „Prey“ und „Predator: Killer Of Killers“) geradezu ins Unermessliche steigen. Nun ist es aber endlich so weit: Das weltberühmte Alienjäger-Franchise geht in die nächste Runde – aber was genau erwartet uns im jüngsten Kapitel eigentlich?

„Badlands“ ist der erste „Predator“-Film, in dem der titelgebende Außerirdische nicht etwa den Antagonisten, sondern den Protagonisten gibt: Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) ist ein junges Mitglied eines Yautja-Clans, der von seinen Leuten verstoßen sowie als nicht würdig erachtet wird und schließlich auf einem fremden Planeten Gelegenheit bekommt, seine Tapferkeit unter Beweis zu stellen – und sich gemeinsam mit einer unerwarteten Verbündeten (Elle Fanning) an diesem so unwirtlichen Ort zu behaupten.

Doch nicht nur inhaltlich betritt man mit dem Film neues „Predator“-Terrain, auch tonal werden neue Wege eingeschlagen – die dennoch altbekannt sind:

So viel "Conan" steckt in "Predator: Badlands"

Produzent Ben Rosenblatt und sein Team betonten im Zuge unseres Aufenthalts im neuseeländischen Auckland immer wieder, wie sehr man darum bemüht sei, Fans der Reihe sowie vor allem des Originals von 1987 glücklich zu machen – etwa hinsichtlich des Härtegrads sowie der Frage, ob praktische oder digitale Effekte das intergalaktische Gemetzel bestimmen sollen. Ganz zu schweigen von der Predator-Sprache, die in „Badlands“ zwar nie dagewesene Dimensionen erreicht, letztlich aber aus eben genau jenen Fragmenten entstanden ist, die bereits der Kultfilm mit Arnold Schwarzenegger etablierte. Während ihr Näheres dazu unter anderem in unserem ausführlichen Setbericht nachlesen könnt …

Wir haben einen echten Predator getroffen – und überlebt! FILMSTARTS am Set von "Predator: Badlands"

… wollen wir an dieser Stelle einen anderen Kultfilm mit der steirischen Eiche ins Spiel bringen. Oder besser gesagt: Dan Trachtenberg. Denn der enthüllte uns gegenüber am Filmset, dass er von Beginn an eine besondere Verbindung zwischen „Predator: Badlands“ und „Conan - Der Barbar“ verspürte!

Dek habe von Beginn an große Gemeinsamkeiten mit dem hünenhaften Schwertkämpfer gehabt, und zwar „sowohl hinsichtlich seines Charakters als auch seiner Kultur“, so Trachtenberg. „Sie nutzen nur wenige Worte, mit denen sie aber sehr viel sagen“, steckt er Dek und Conan schließlich in dieselbe Schublade. Der „‚Conan‘-Vibe“ fühle sich für so einen brutalen, „irgendwie piratischen“ Film genau richtig an – ganz im Gegensatz zu etwa „Game Of Thrones“ und den ebenfalls in Neuseeland gedrehten „Der Herr der Ringe“- und „Avatar“-Filmen.

Same same, but different: Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) und Conan (Arnold Schwarzenegger). 2025 20th Century Studios. All Rights Reserved. / Universal Pictures
Same same, but different: Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) und Conan (Arnold Schwarzenegger).

Der Held seines Films erinnere zudem an andere Einzelgänger, die lieber Taten statt Worte sprechen lassen. Als Beispiele nennt Trachtenberg hier etwa „Mann unter Feuer“ mit Denzel Washington, die „Star Wars“-Serie „The Mandalorian“ oder die international als „Lone Wolf And Cub“ bekannte „Okami“-Filmreihe mit Tomisaburo Wakayama.

Der Trailer zu „Predator: Badlands“ sorgte zudem bereits vor einigen Monaten für Furore, erspähten Fans darin doch direkt eine Anspielung auf das ebenso berüchtigte „Alien“-Franchise. Inwiefern der Film nun (k)ein weiterer „Alien Vs. Predator“ ist, hat Trachtenberg bereits verraten:

Wird "Predator: Badlands" ein geheimer "Alien vs. Predator"-Film? Der Regisseur gibt den Fans endlich eine Antwort
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