Er war eine der letzten noch lebenden Hollywood-Legenden: Robert Duvall. Wie nun bekannt wurde, ist der 95-Jährige am Sonntag verstorben. Seine Frau Luciana schrieb via Facebook: „Gestern mussten wir uns von meinem geliebten Ehemann, meinem geschätzten Freund und einem der größten Schauspieler unserer Zeit verabschieden. Bob ist friedlich zu Hause eingeschlafen, umgeben von Liebe und Geborgenheit.“
Schon früh fasste Duvall den Entschluss, nicht in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, der als Kapitän bei der US-Marine diente. Stattdessen entschied er sich für die Schauspielerei und begann im Alter von 24 Jahren ein Studium in New York. Dort begegnete er unter anderem Dustin Hoffman und Gene Hackman – jungen Talenten, die wie er selbst später zu prägenden Figuren des New-Hollywood-Kinos werden sollten.
Seine ersten künstlerischen Erfahrungen sammelte Duvall auf der Theaterbühne, wo er sein Handwerk von Grund auf lernte und verfeinerte. 1956 gab er schließlich sein Leinwanddebüt in „Die Hölle ist in mir“ an der Seite von Steve McQueen. Der große Durchbruch ließ jedoch noch einige Jahre auf sich warten. Erst 1962 rückte er mit einer zwar kleinen, aber wichtigen Rolle in „Wer die Nachtigall stört“ stärker ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Es folgten Fernsehauftritte und zunehmend größere Filmrollen, die seinen Ruf als Charakterdarsteller festigten und ihm schließlich den Weg in die erste Reihe Hollywoods ebneten.
In seiner mehr als sechs Jahrzehnte währenden Karriere wirkte Duvall in einer beeindruckenden Vielzahl von Klassikern, Kultfilmen und Meilensteinen der Filmgeschichte mit. Dazu zählen „Der Pate 1 & 2“, „Der Dialog“, „Apocalypse Now“, „Network“, „Falling Down – Ein ganz normaler Tag“ sowie „Tage des Donners“. Für „Comeback der Liebe“ wurde er 1984 mit dem Oscar als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet; darüber hinaus erhielt er vier weitere Nominierungen.
Auch im hohen Alter blieb Duvall seiner Leidenschaft treu. Seine letzte Rolle übernahm er in der Netflix-Produktion „Der denkwürdige Fall des Mr. Poe“. Im selben Jahr, 2022, war er zudem an der Seite von Adam Sandler in „Hustle“ zu sehen, einer weiteren Produktion des Streamingdienstes mit dem großen roten N im Logo.