Mit Robert Duvall ist am 15. Februar einer der ganz Großen gegangen: Das Hollywood-Urgestein wurde 95 Jahre alt. Zeit, sich an die bewegte Karriere und natürlich die Filme des Schauspielers zurückzuerinnern.
Duvall fasste schon früh den Entschluss, nicht in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, der als Kapitän bei der US-Marine diente. Stattdessen entschied er sich dafür, im Alter von 24 Jahren ein Schauspielstudium in New York zu beginnen. Dort begegnete er unter anderem Dustin Hoffman und Gene Hackman – jungen Talenten, die wie er selbst später zu prägenden Figuren des New-Hollywood-Kinos werden sollten.
Seine ersten künstlerischen Erfahrungen sammelte er dabei auf der Theaterbühne, bevor er im Jahr 1956 im u.a. mit Steve McQueen und Paul Newman besetzten Sportdrama „Die Hölle in mir“ zum ersten Mal Leinwandluft schnupperte. Allerdings war seine Rolle so klein, dass er nicht einmal in Vor- oder Abspann namentlich genannt wurde. Das änderte sich erst sechs Jahre später, als Duvall bereits 31 Jahre alt war: In „Wer die Nachtigall stört“ verkörperte Duvall den mysteriösen Einsiedler Arthur „Boo“ Radley.
Es war ein kurzer Auftritt ohne ein einziges gesprochenes Wort, doch seine zutiefst verletztliche, fast geisterhafte Darstellung blieb jedem, der den Film gesehen hatte, unweigerlich im Gedächtnis. Die Adaption des gleichnamigen, Pulitzer-Preis-prämierten Romans von Harper Lee wurde derweil nicht nur zum großen Erfolg an den Kinokassen, sie erhielt auch drei Oscars – u.a. für Hauptdarsteller Gregory Peck, der den aufrechten Anwalt Atticus Finch spielte, der im rassistisch geprägten Alabama der 1930er-Jahre einen unschuldig des Mordes angeklagten Afroamerikaner verteidigt. Wir von FILMSTARTS zückten in unserer Kritik sogar die seltene Maximalwertung von fünf Sternen für das „mutige Zeugnis der amerikanischen Filmgeschichte.“
Es sollte noch ein bisschen dauern, bis Robert Duvall der große Durchbruch gelang. Doch spätestens ab den frühen 1970er-Jahren war der Charakterdarsteller aus dem US-Kino nicht mehr wegzudenken. So wirkte er in seiner mehr als sechs Jahrzehnte währenden Karriere in einer beeindruckenden Vielzahl an Klassikern und Kultfilmen mit, von den Francis-Ford-Coppola-Meilensteinen „Der Pate“, „Der Dialog“ sowie „Apocalypse Now“ bis hin zu „Network“, „Falling Down – Ein ganz normaler Tag“ oder „Tage des Donners“. Für „Comeback der Liebe“ durfte er sich 1984 einen Academy Award als Bester Hauptdarsteller ins Regal stellen.
Mehr zu Duvalls Tod und seinen letzten Rollen lest ihr im nachfolgenden Artikel:
Er wurde 95 Jahre alt: Hollywood-Legende & Oscar-Gewinner Robert Duvall ist tot*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.