Isabelle Huppert

Familienstand

Jobs Schauspielerin , Ausführender Produzent
Vollständiger Name

Isabelle Anne Madeleine Huppert

Nationalität
Französisch
Geburtstag 16. März 1953
Alter
73 Jahre alt

Biographie

Isabelle Huppert wächst als Tochter des Vorstandsvorsitzenden einer Tresorfirma und einer Englischlehrerin in Ville d'Avray, zwölf Kilometer westlich vom Pariser Stadtzentrum, auf. Ihre Mutter schreibt sie am Konservatorium von Versailles ein, wo sie mit einem Monolog aus einem Gedicht von Alfred de Musset einen ersten Preis gewinnt und später von Jean-Laurent Cochet und Antoine Vitez unterrichtet wird. Ihr Kinodebüt gibt sie 1972 in „Faustine und der schöne Sommer“ und erhält daraufhin bald Nebenrollen in diversen bedeutenden Filmen der 1970er wie „Cesar und Rosalie“, „Die Ausgebufften“ oder „Der Richter und der Mörder“. 1976 spielt sie Pomme, eine Nachwuchsfriseuse mit unergründlicher Traurigkeit, in Claude GorettasDie Spitzenklöpplerin“. Das sensible Drama macht sie endgültig einem großen Publikum bekannt.

Mit 25 Jahren erhält Huppert in Cannes den Darstellerpreis für ihren Auftritt als Vatermörderin in Claude ChabrolsViolette Nozière“ (1978). Von da an dreht sie mit vielen weiteren der wichtigsten und einflussreichsten Filmemachern Frankreichs. Ihre Arbeiten mit Godard („Passion“) oder Pialat („Der Loulou“) bringen ihr das Image einer Intellektuellen ein. Dabei fühlt sie sich in den unterschiedlichsten Kategorien wohl – von gradlinigen Thrillern („Stille Wasser“) bis hin zu überdrehten Komödien („Die Frau meines Kumpels“). Als sie für Michael Ciminos Western „Heaven's Gate“ nach Hollywood geht, wird sie international bekannt. Gleichzeitig untermauern die Erfolge von „Der Saustall“ und „Entre nous - Träume von Zärtlichkeit“ ihre Popularität in der Heimat.

Immer wieder setzt sie ihre fruchtbare Zusammenarbeit mit Chabrol fort, der in ihr die ideale Interpretin seiner Stoffe gefunden zu haben scheint. Für den Altmeister verkörpert sie „Madame Bovary“, aber auch eine Engelmacherin („Eine Frauensache“) und eine kriminelle Postbeamtin („Biester“), eine perverse Chefin („Süßes Gift“) oder eine strenge Richterin („Geheime Staatsaffären“). Seit den 1990er Jahren erforscht Huppert mit Vorliebe die Grenzen zwischen Vernunft und Wahnsinn in ihren Rollen für Werner Schroeter („Malina“) und Patricia Mazuy („Saint-Cyr“) oder bei Ausflügen ins Komödien-Fach wie bei den Kassenerfolgen „8 Frauen“ und „Zwei ungleiche Schwestern“.

Im Laufe der Jahre erhält Huppert zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. So wird sie 2001 in Cannes für ihre Darstellung einer frustrierten Pianistin in Michael HanekesDie Klavierspielerin“ ausgezeichnet. Dazu erhält sie 2003 in San Sebastian und 2005 in Venedig Sonderpreise für ihr Lebenswerk. Die vielbeschäftigte Künstlerin ist weiterhin oft im Theater präsent, dreht jedoch hauptsächlich mit der Crème de la Crème des französischen Autorenkinos (Doillon, Jacquot, Assayas, Chéreau). Aber auch mit jungen, vielversprechenden Europäern (Lafosse, Ursula Meier) oder eigenwilligen US-Filmern (Hartley, Russell) arbeitet sie gern zusammen. Für „The Sea Wall“ dreht sie in Kambodscha, für „White Material“ in Kamerun und für „Villa Amalia“ in Italien – alle drei Filme sind 2009 in den Kinos zu sehen. Im selben Jahr führt Huppert auch den Vorsitz der Jury der Filmfestspiele von Cannes.

2010 verkörpert die Schauspielerin in Marc Fitoussis Drama „Copacabana“ die launische Mutter von Lolita Chammah (ihre Tochter im realen Leben), bevor sie in „Special Treatment“ von Jeanne Labrune eine alternde Prostituierte darstellt, die ein neues Leben beginnen möchte. 2011 steht sie in der ihr auf den Leib geschriebenen Komödie „Mein liebster Alptraum“ gemeinsam mit Benoît Poelvoorde vor der Kamera von Anne Fontaine.

2012 spielt die vielbeschäftigte Aktrice im Historien-Epos „Lines of Wellington - Sturm über Portugal“ neben John Malkovich. Im selben Jahr ist sie noch in mehreren anderen großen Titeln zu sehen, darunter „In Another Country“ und „Captive“, in dem sie eindrucksvoll eine Frau verkörpert, die auf den Philippinen als Geisel genommen wird. Auch Michael Haneke greift erneut auf sie zurück, als sie in seinem preisgekrönten Film „Liebe“ die Nebenrolle der Tochter von Jean-Louis Trintignant und Emmanuelle Riva übernimmt. 2013 geht Huppert ins Kloster und wird für Guillaume Nicloux in „Die Nonne“ zur Mutter Oberin. Anschließend macht sie für das Politdrama „Dormant Beauty“ einen Zwischenstopp in Italien, bevor sie den Atlantik überquert, um mit Colin Farrell den Actionthriller „Dead Man Down“ zu drehen.

Im Jahr darauf spielte sie eine Filmemacherin, die in Catherine BreillatsAbuse Of Weakness“ von Kool Shen manipuliert wird. 2015 kehrt sie zu Guillaume Nicloux zurück, um das Drama „Valley Of Love - Tal der Liebe“ mit ihm und Gérard Depardieu zu drehen. 2016 ist sie in gleich vier Filmen zu sehen: in dem Drama „Tout de suite maintenant“, in „Ein Chanson für dich“, in dem sie eine vergessene Sängerin verkörpert, als Philosophielehrerin in „Alles was kommt“ und schließlich in Paul Verhoevens grandiosem „Elle“.

Dieser Thriller avanciert zum globalen Erfolg und gewinnt u. a. den César für den besten Film, während Huppert als beste Schauspielerin ausgezeichnet wird. In Hollywood wird ihr für „Elle“ der Golden Globe verliehen und sie erhält eine Oscar-Nominierung. 2017 dreht sie dann erneut mit Michael Haneke „Happy End“ – eine Momentaufnahme einer bürgerlichen Familie. Als Liebhaberin atypischer Projekte stürzt sie sich daraufhin in „Claire’s Camera“ von Hong Sang-soo, „Weiß wie Schnee - Wer ist die Schönste im ganzen Land?“ von Anne Fontaine und Ira Sachs‘Frankie“. Für „Greta“ (2018) schlüpft sie in die Rolle einer Serienmörderin, gibt in der Crime-Comedy „Eine Frau mit berauschenden Talenten“ eine Drogendealerin und die Bürgermeisterin eines Pariser Vorortes in „Les Promesses“.

Die ersten Filme und Serien

Poster der Le prussien
Le prussien
Unbekannter Starttermin
Poster der Cesar und Rosalie
Cesar und Rosalie
21. Dezember 1972
Poster der Figaro-ci, Figaro-là
Figaro-ci, Figaro-là
Unbekannter Starttermin
Poster der Histoire vraie
Histoire vraie
Unbekannter Starttermin

Die besten Filme und Serien

Poster der Liebe
Liebe
2012
Poster der Die Klavierspielerin
Die Klavierspielerin
2000
Poster der Heaven's Gate
Heaven's Gate
1980

Die Karriere in Zahlen

55
Karrierejahre
19
Preise
128
Filme
3
Serien
43
Nominierungen
0
Kinostart

Bevorzugte Genres

Drama : 59 %
Tragikomödie : 15 %
Komödie : 15 %
Romanze : 11 %

Seine FILMSTARTS-Statistiken

0
Video
450
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44
Nachrichten

Hat häufig zusammengearbeitet mit ...

foto von Claude Chabrol
Claude Chabrol
8 Filme
Geheime Staatsaffären (2006), Süßes Gift (2000), Das Leben ist ein Spiel (1997), Biester (1995), Madame Bovary (1991), Eine Frauensache (1988), Monsieur Saint-Saëns (1978), Violette Nozière (1978)
foto von Lolita Chammah
Lolita Chammah
6 Filme
Der Schatten von Caravaggio (2022), EO (2022), Barrage (2017), Copacabana (2010), Malina (1991), Eine Frauensache (1988)
foto von Michael Haneke
Michael Haneke
5 Filme
Happy End (2017), Michael Haneke - Porträt eines Film-Handwerkers (2013), Liebe (2012), Wolfzeit (2002), Die Klavierspielerin (2000)
foto von Jean-Louis Trintignant
Jean-Louis Trintignant
5 Filme
Happy End (2017), Michael Haneke - Porträt eines Film-Handwerkers (2013), Liebe (2012), Stille Wasser (1981), Das beständige Gleiten der Begierde (1974)
Lines of Wellington - Sturm über Portugal (2012), Amnesty International - Schreiben gegen das Vergessen (1991), Passion (1982), Verwöhnte Kinder (1977), Cesar und Rosalie (1972)
Geheime Staatsaffären (2006), Das Leben ist ein Spiel (1997), Biester (1995), Madame Bovary (1991)
Marie Curie - Forscherin mit Leidenschaft (1997), Amnesty International - Schreiben gegen das Vergessen (1991), Der Saustall (1981), Der Richter und der Mörder (1975)
Geheime Staatsaffären (2006), Das Leben ist ein Spiel (1997), Madame Bovary (1991), Eine Frauensache (1988)
Parallel Tales (2026), Lines of Wellington - Sturm über Portugal (2012), 8 Frauen (2002), Amnesty International - Schreiben gegen das Vergessen (1991)
Geheime Staatsaffären (2006), Das Leben ist ein Spiel (1997), Madame Bovary (1991), Eine Frauensache (1988)
Weiß wie Schnee - Wer ist die Schönste im ganzen Land? (2019), Marvin (2017), Elle (2016), Marie Curie - Forscherin mit Leidenschaft (1997)
foto von Henri Attal
4 Filme
Das Leben ist ein Spiel (1997), Madame Bovary (1991), Eine Frauensache (1988), Violette Nozière (1978)
Chabrol, L'Anticonformiste (2018), Das Leben ist ein Spiel (1997), Eine Frauensache (1988), Entre nous - Träume von Zärtlichkeit (1983)