"Mission: Impossible 9" ohne Ethan Hunt: Sehen wir in "The Final Reckoning" bereits den Nachfolger von Tom Cruise?
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Ist „Mission: Impossible 8“ wirklich das Finale der Saga? Tom Cruise beteuert dies, doch wir wissen alle, dass das letzte Wort womöglich noch nicht gesprochen wurde. Leistet „The Final Reckoning“ sogar schon Vorarbeit für eine Fortführung der Reihe.

Eine Sache ist so sicher wie das Amen in der Kirche: In Hollywood ist ein Franchise nie wirklich zu Ende! Eine bekannte Marke wird immer und immer wieder hervorgeholt – mit „Zurück in die Zukunft“ als gefühlt einzige Ausnahme von der Regel. So sind wir uns auch sicher: Selbst wenn die Ära von Tom Cruise als Ethan Hunt mit „Mission: Impossible 8 – The Final Reckoning“ endet, wird es irgendwann einen neuen „Mission: Impossible“ mit einem neuen Hauptdarsteller geben. Und womöglich kennen wir den sogar schon.

Bereits in „Mission: Impossible 7 - Dead Reckoning“ wurde die Figur Degas (Greg Tarzan Davis) eingeführt, der im Auftrag der US-Regierung Ethan Hunt jagen musste. Da er in „Mission: Impossible 8“ erkennt, dass Hunt die einzige Möglichkeit ist, die KI zu stoppen, die das Ende der Welt einläuten will, schließt er sich kurzerhand dem Helden an – ohne große Erklärung. Und eigentlich wundert man sich da erst einmal, wozu es ihn überhaupt braucht.

Nachfolger Degas? Er ist schließlich ein junger Ethan Hunt

Denn während Hunts andere Teamgefährt*innen wie Benji (Simon Pegg) und Grace (Hayley Atwell) mit ihren jeweiligen, speziellen Fähigkeiten eine wichtige Rolle spielen, ist Degas eigentlich nur eine junge Version von Ethan Hunt. Schauspieler Greg Tarzan Davis selbst wurde in Interviews nicht müde zu betonen, dass seine Figur einen ähnlichen Blick auf die Welt wie Hunt hat und von einem ähnlichen Gerechtigkeitssinn angetrieben wird.

Gegenüber ScreenRant sagte er zum Beispiel: „Es ist irgendwie cool, dazusitzen und darüber nachzudenken, wie ähnlich sich Degas und Ethan als Figuren eigentlich sind. Er denkt so wie Ethan – was das Kümmern um andere angeht und Fragen wie: ‚Treffe ich gerade die richtige Entscheidung?‛“

Als Nachfolger von Ethan Hunt eingeführt? Greg Tarzan Davis als Degas. Paramount Pictures
Als Nachfolger von Ethan Hunt eingeführt? Greg Tarzan Davis als Degas.

Wenn Cruise das Franchise in die Hände von Greg Tarzan Davis übergibt, wäre das auch irgendwie passend. Der bislang abgesehen von einer größeren Gastrolle in der 18. Staffel „Grey's Anatomy“ noch recht unbekannte Davis fiel Cruise mit seinem Arbeitseifer beim Dreh von „Top Gun 2: Maverick“ auf. So holte ihn der Superstar anschließend auch zum „Mission: Impossible“-Franchise, wo seine Rolle aus „Dead Reckoning“ in „The Final Reckoning“ weiter ausgebaut wurde.

Wie Davis im ScreenRant-Interview weiter ausführte, nahm ihn Cruise dabei unter seine Fittiche. Der Jungschauspieler beschreibt den Superstar als Mentor, der ihm beibringe, was es heißt, ein Filmstar zu sein. So hat Davis sich mit Cruise viel darüber ausgetauscht, wie wichtig es ist, auch als Schauspieler Kontrolle über die Erzählung der Geschichte zu haben. Es ging bei ihren Gesprächen auch viel darum, zu verstehen, wie alles gedreht wird, um zu erkennen, was der beste Weg ist, eine Szene zu machen. Hat Cruise das bereits mit dem Hintergedanken getan, weil er Davis zutraut, künftig die Filmreihe anzuführen?

Mission: Impossible - The Final Reckoning
Mission: Impossible - The Final Reckoning
Starttermin 21. Mai 2025 | 2 Std. 49 Min.
Von Christopher McQuarrie
Mit Tom Cruise, Hayley Atwell, Ving Rhames
User-Wertung
3,7
Filmstarts
3,5
Auf Paramount+ streamen

Erst einmal läuft aber noch „Mission: Impossible 8 – The Final Reckoning“ in den Kinos. Vom finalen Einspielergebnis wird es abhängig sein, wie schnell man sich bei Paramount Gedanken über das nächste Kapitel der Saga macht und in welche Richtung diese Überlegungen gehen. Wird man Tom Cruise bitten, doch noch mal als Hauptdarsteller für einen Film zurückzukommen? Oder ihn zumindest an Bord holen, um den Staffelstab an einen Nachfolger zu übergeben? Oder entscheidet man sich mit vielen Jahren Abstand dann doch irgendwann lieber für einen Reboot und einen ganz frischen Start – egal ob im Kino oder zurück zu den Wurzeln des Franchise im TV?

Dort fing bekanntlich 1966 mit der TV-Serie „Mission: Impossible“ alias „Kobra, übernehmen Sie“ (so der deutsche Titel) alles an. Bis 1973 lief die Originalserie. Nach einer Pause von 15 Jahren gab es dann ab 1988 mit „Mission: Impossible“ alias „In geheimer Mission“ eine Neuauflage und Fortsetzung, die aber nur zwei Jahre auf dem Sender blieb. 16 Jahre später ging dann mit „Mission: Impossible“ im Kino die Filmreihe los, die jetzt mit „The Final Reckoning“ ihren vorläufigen Abschluss findet. Die Zukunft wird zeigen, wann das nächste Kapitel aufgeschlagen wird. Doch dass die Marke „Mission: Impossible“ irgendwann wieder genutzt wird, dürfte außer Zweifel stehen.

Wenn euch interessiert, welchen Punkt Tom Cruise in seiner Erfolgskinoreihe bis heute bereut, empfehlen wir euch den folgenden Artikel:

"Mann, das war ein riesiger Fehler": Tom Cruise bereut diese "Mission: Impossible"-Entscheidung bis heute

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