Abspannszenen gehören seit „Iron Man“ aus dem Jahr 2008 zum guten Ton bei Superheldenfilmen, und zwar nicht nur bei Marvel, sondern auch bei DC. „Superman“ ist jedoch der Start einer neuen Ära, der Start des neuen DC-Universums (DCU). Es ist also keineswegs garantiert, dass es auch hier Mid-Credit- und Post-Credit-Szenen gibt, die den nächsten Teil vorbereiten oder dergleichen. Die Frage ist also durchaus berechtigt: Gibt es bei „Superman“ eine Abspannszene?
Die kurze Antwort auf diese Frage lautet: Ja! „Superman“ hat tatsächlich sogar eine Mid-Credit-Szene und eine Post-Credit-Szene, also eine Szene direkt nach dem animierten Abspann und eine ganz am Schluss der Credits. Allerdings solltet ihr hiervon nicht zu viel erwarten, vor allem im Vergleich zum Marvel Cinematic Universe (MCU).
Mid-Credit-Szene & Post-Credit-Szene von "Superman" erklärt
Denn während bei Marvel immer wieder kommende Bösewichte und/oder Handlungsstränge in den Abspannszenen in Stellung gebracht werden (obwohl aus Hercules, Clea und Co. in den letzten Jahren ehrlicherweise nur sehr wenig entstanden ist), sind die Abspannszene in „Superman“ einfach nur zwei kleine Bonusszenen für Fans, die bis zum Ende der Credits sitzenbleiben – Achtung, es folgen natürlich Spoiler!
Die Mid-Credit-Szene ist deutlich kürzer und zeigt einfach nur Superman (David Corenswet) und Krypto auf dem Mond, während sie auf die Erde schauen. Krypto umarmt sein Herrchen – und schon ist die Szene wieder vorbei. Die Post-Credit-Szene ist etwas länger und zeigt Superman und Mister Terrific (Edi Gathegi), die die Schäden begutachten, die die Ereignisse des Films an Metropolis hinterlassen haben. Auch hierbei handelt es sich aber einfach nur um eine humorvolle Szene, einen kurzen Charaktermoment zwischen den beiden Figuren.
Warum hat "Superman" keine "richtige" Abspannszene?
So oder so ähnlich soll es auch in den kommenden DCU-Filmen sein, wenn es nach „Superman“-Regisseur und DCU-Boss James Gunn geht. „Ich habe eine Philosophie, was Post-Credit-Szenen betrifft. Das hat ein wenig mit meinen eigenen Fehlern während meiner Zeit bei Marvel zu tun“, erklärte Gunn gegenüber dem Magazin Entertainment Weekly.
So sei er etwa keineswegs begeistert davon gewesen, dass Thor (Chris Hemsworth) am Ende von „Avengers: Endgame“ zu den Guardians Of The Galaxy gestoßen sei und habe Marvel erklärt, dass er Thor nicht in „Guardians Of The Galaxy Vol. 3“ haben wollte. Gleichzeitig ist Gunn jedoch auch nicht ganz unschuldig, wie er selbst zugibt:
„Ich mag nicht, was ich bei ‚Guardians Of The Galaxy Vol. 2‘ gemacht habe, wo wir Adam Warlock und diesen ganzen anderen Kram vorbereitet haben, den ich nicht unbedingt geplant hatte“, so Gunn. „Post-Credit-Szenen funktionieren wie ein Schlag ins Gesicht, wie ein ‚O mein Gott, schau dir das an!‘ Manchmal stellt man sich selbst ein Bein, wenn man sie benutzt, nur um etwas vorzubereiten. Es war nicht einfach, Adam Warlock in ‚Guardians Of The Galaxy Vol. 3‘ unterzubringen.“
Das ist wohl auch der Grund, warum nicht in einer Abspannszene, sondern schon vorher am Ende von „Superman“ selbst der nächste DCU-Film vorbereitet wird, und zwar „Supergirl“, der am 25. Juni 2026 in die deutschen Kinos kommt. Mehr wollen wir dazu an dieser Stelle aber nicht verraten...
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