"Das ist der beste Film aller Zeiten": Dieser Hit aus Kindheitstagen hat Quentin Tarantino enorm geprägt
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Schon in der Grundschule las er Kino-Sachbücher und baute sich parallel dazu eine Film-Sammlung auf. Klar, dass er irgendwann hier landen musste.

Zwei beliebte Komiker treffen auf ikonische Monster: Als Quentin Tarantino sich in seiner Kindheit eine Hit-Horrorkomödie aus dem Jahr 1948 angesehen hat, war er völlig hin und weg – und er ist heute noch begeistert!

Obwohl Quentin Tarantinos Filme voller Verweise auf ikonische Western, Martial-Arts-Kultfilme und Meilensteine aus dem Gangsterkino sind, ist sein Filmgeschmack ziemlich breit gefächert. Daher hat er beispielsweise ins „From Dusk Till Dawn“-Skript einen Verweis auf eine Disney-Krimikomödie eingebaut (mehr dazu), sich bei „Pulp Fiction“ an einem Disney-Zeichentrickklassiker orientiert (wir berichteten) und sich als glühender Fan einer provokant-turbulenten Romantikkomödie zu verstehen gegeben.

Da ist es bloß konsequent, dass Tarantino nicht etwa den Mantel des Schweigens über seine Lieblingsfilme aus Kindheitstagen legt, sondern auch als Erwachsener freudestrahlend von ihnen erzählt. Ein Tarantino besonders stark prägender Kindheitsfavorit ist die Hitkomödie „Abbott und Costello treffen Frankenstein“, die für sein früheres Ich sogar „der beste Film aller Zeiten“ war.

Leider hat kein in Deutschland verfügbarer Streamingdienst die Horror-Parodie derzeit im Portfolio, doch ihr könnt sie gemeinsam mit weiteren Filmen vom selben Schlag als Teil der DVD-Collection „Bud Abbott & Lou Costello treffen die Hollywood-Monster“ erwerben:

Das Set enthält außerdem „Abbott & Costello als Mumienräuber“, „Abbott & Costello treffen Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ sowie „Der Unsichtbare trifft Abbott & Costello“. In all diesen Filmen stolpern die insbesondere während der 1940er und 1950er immens populären Komiker Bud Abbott und Lou Costello in Gruselgeschichten rund um zuvor bestens etablierte, ikonische Filmmonster.

Richtig lustig und richtig gruselig

Dieser Zusammenprall zwischen einem eingespielten Comedy-Duo einerseits und markanten Kinomonstern andererseits, die in „Abbott und Costello treffen Frankenstein“ noch dazu von Horror-Legenden wie Bela Lugosi gespielt werden, traf beim jungen Tarantino einen Nerv.

In einer Episode der TV-Dokuserie „Iconoclasts“ jubelte er: „Als ich noch ein winzig kleiner Bube war, war mein Lieblingsfilm ‚Abbott und Costello treffen Frankenstein‘.“ Er führte fort: „Ich habe Monsterfilme geliebt und ich habe Komödien geliebt.“ Es war also nur konsequent, dass er eine Monsterkomödie toll findet – zumal „Abbott und Costello treffen Frankenstein“ Tarantinos Meinung zufolge „richtig lustig ist, wenn er lustig sein soll – und richtig gruselig, wenn er gruselig sein soll.“

Als Kind habe er sich daher gedacht: „Ich kann nicht glauben, dass solche Filme gemacht werden! Das ist der beste Film aller Zeiten!“ Wie der „Kill Bill“-Regisseur gegenüber dem „Iconoclasts“-Team weiter erläuterte, ist er davon überzeugt, dass Filme wie „Abbott und Costello treffen Frankenstein“ anhaltenden Einfluss darauf hatten, wie er sein Lieblingsmedium betrachtet: „Ich habe bemerkt, dass es Genres gibt […] und dass ich es richtig anziehend finde, Genres zu verbinden.“

Tarantino ist übrigens nicht der einzige gefeierte Filmemacher, der Abbott und Costello treffen Frankenstein“ in Ehren hält. Auch „Guardians Of The Galaxy“-Regisseur James Gunn ist glühender Fan des Films und legt ihn allen ans Herz, die Horror verstehen wollen. Welche Filme er noch für Pflichtprogramm hält, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Diese 50 Horrorfilme müsst ihr gesehen haben – laut "Guardians Of The Galaxy"- und "Superman"-Macher James Gunn!

*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren