Atemberaubende Martial-Arts-Choreografien, ein unverkennbarer Soundtrack – und mittendrin die ungeplante Abschiedsperformance einer Legende: Das Action-Brett „Der Mann mit der Todeskralle“ ist der letzte Film, den Bruce Lee vor seinem frühzeitigen Tod komplett abdrehen konnte. Und er ist womöglich Lees angesehenster Film:
Der mittlerweile besser unter dem Titel „Enter The Dragon“ bekannte Klassiker kämpft sich regelmäßig in Martial-Arts-Bestenlisten – auch ins offizielle Ranking der FILMSTARTS-Community. Wer den einflussreichen Kracher bisher nicht gesehen hat, hat nun einen neuen Anlass, ihn nachzuholen: Am 21. August 2025 erhält „Der Mann mit der Todeskralle“ eine Heimkino-Neuauflage im 4K-Steelbook – selbstredend uncut!
Falls euch das Cover dieser Edition nicht zusagt, oder ihr Sparfüchse seid: Bereits 2023 feierte der Film sein 4K-Debüt* in einer Version in Standard-Verpackung und schon 2024 folgte ein 4K-Steelbook mit Cover in Comic-Look*. Inhaltlich sind alle Varianten identisch, die älteren Auflagen werden aber zu einem schmaleren Preis angeboten.
"Enter The Dragon" alias "Der Mann mit der Todeskralle": Die Kampfturnier-Blaupause
Der Shaolin-Kampfkunstlehrer Lee (Bruce Lee) bekommt einen heiklen Auftrag: Er soll dem britischen Geheimdienst helfen, den Drogenbaron Han (Shih Kien) dingfest zu machen. Han ist ein ehemaliger Shaolin-Mönch, der sich durch Gewalt und Prostitution ein kriminelles Imperium aufgebaut hat – und zudem den Mann beschäftigt, der am Tod von Lees Schwester Schuld trägt. Lee willigt ein und nimmt zur Tarnung an einem erbarmungslosen Martial-Arts-Turnier teil, das Han auf seiner dekadenten Privatinsel veranstaltet. Dort treffen unter anderem die Kampftechniken Karate, Judo, Tai Kwan Do, Tai Chi Chuan und Hapkido aufeinander – und Lee muss nicht nur um die Ehre seines Klosters und seiner Familie kämpfen, sondern auch ums nackte Überleben...
Zugegeben: Die Story mag aus heutiger Sicht austauschbar erscheinen. Allerdings darf man nicht vergessen: 1973 war die Idee eines solchen Turniers als erzählerischer Dreh- und Angelpunkt noch taufrisch. Es war der riesige Erfolg von „Enter The Dragon“, der zahlreiche Fighting-Videospiele und diverse Action-Filme inspirierte, wie etwa „Bloodsport“ mit Jean-Claude Van Damme. Außerdem popularisierte der Film das Konzept einer komplexen Kampfszene in einem Spiegelkabinett, die seither unter anderem in „The Man With The Iron Fists“, „John Wick: Kapitel 2“ und „Tango & Cash“ erneut aufgegriffen wurde.
Obwohl „Der Mann mit der Todeskralle“ vielfach kopiert und referenziert wurde, sodass er heute nicht mehr allzu originell erscheinen mag, ist der Action-Klassiker weiterhin eine echte Wucht: Die von Bruce Lee spektakulär choreografierten und von Regisseur Robert Clouse fesselnd inszenierten Kampfsequenzen sind atemberaubendes Zeugnis dessen, wozu ein perfekt trainierter Körper fähig ist.
Mit von der kämpferischen Partie sind unter anderem Western-Star John Saxon, Martial-Arts-Legende Sammo Hung und ein junger Jackie Chan als Handlanger. Knallharte Härte, beeindruckende Leichtigkeit, eine gesunde Prise Humor und effektive „Wie soll unser Held da bitte heil rauskommen?“-Spannung gehen in den Kämpfen mühelos ineinander über.
Und das an Bond-Filme der 60er- und 70er-Jahre erinnernde, exzentrisch-prachtvolle Produktionsdesign verleiht „Enter The Dragon“ im Zusammenspiel mit der stimmungsvollen Musik von „Mission: Impossible“-Komponist Lalo Schifrin eine audiovisuelle Wertigkeit, die im Martial-Arts-Genre lange Zeit von Seltenheit war. Daher ist „Enter The Dragon“ nicht nur für Genre-Fans ein Muss, sondern auch ein guter Einstieg für alle, die sich mit diesem Action-Subgenre noch nicht arrangiert haben.
Doch auch Eastwood-Fans kommen derzeit im Heimkino auf ihre Kosten, wie ihr unserem folgenden Tipp entnehmen könnt:
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Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.