95 Prozent bei Rotten Tomatoes! Nach diesem Thriller seid ihr froh, dass es wieder kälter wird – vier Monate nach Kinostart endlich im Heimkino
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.

Ihr habt im Kino das an flirrenden Schauplätzen spielende Kriminal-Thrillerdrama „Islands“ verpasst oder seit eurem Kinobesuch Lust, es nochmal zu erleben? Jetzt habt ihr im Heimkino Gelegenheit dazu!

Nach der jazzigen Dramödie „Oh Boy“ und dem von Klassik durchzogenen Drama „Lara“ wollte sich Regisseur und Drehbuchautor Jan-Ole Gerster neu erfinden. Also schnappte er sich „Maleficent“-Nebendarsteller Sam Riley, „Nymphomaniac“-Entdeckung Stacy Martin sowie „Poldark“-Mime Jack Farthing, verfrachtete sie nach Fuerteventura und drehte einen dramatischen Kriminalthriller über verschlagene Bosheit, die im Paradies lauert.

Dabei herausgekommen ist Islands: Ein in flirrenden Bildern eingefangener Film, der beim Deutschen Filmpreis für seine an Hitchcock-Klassiker angelehnte Musik der Komponistin Dascha Dauenhauer ausgezeichnet und in drei weiteren Kategorien nominiert wurde – darunter in der Sparte „Bester Spielfilm“. Am 19. September 2025 erscheint das international viel gelobte Thrillerdrama auf DVD und Blu-ray:

Alternativ zu den physischen Veröffentlichungen habt ihr auch die Möglichkeit, den Film auf diversen Plattformen als VOD zu erwerben. Unter anderem ist „Islands“ via Amazon Prime Video* verfügbar.

Darum geht es in "Islands"

Tennistrainer Tom (Sam Riley) arbeitet in einem All-Inclusive-Hotel auf Fuerteventura. Der endlose Sommer ist für den Ex-Profi jedoch längst vom Paradies auf Erden zur belastenden, den Verstand vernebelnden Routine verkommen. Den ständigen Strom an Touris macht er sich durch flüchtige Affären und viel, viel Alkohol erträglicher. Aber erst, als die geheimnisvolle Anne (Stacy Martin) auftaucht, fühlt sich Tom wachgerüttelt:

Sie, ihr Mann Dave (Jack Farthing) und sogar ihr siebenjähriger Sohn Anton – sie alle widersprechen dem Bild, das Tom von der Standard-Pauschalkundschaft hat. Es dauert nicht lang, bis Tom der Familie näher kommt und ihr die raue Schönheit der Insel abseits der Hotelanlage vorführt. Als Dave spurlos verschwindet, wird aus der schönen Ausnahme von Toms Alltag allerdings unaufhörlicher Horror...

Film noir im sonnengegerbten Urlaubsmodus

Türkisblaues Meer, warme Ockertöne und zahllose Sonnenstrahlen: „Islands“ ist von einer sommerlichen Ästhetik durchzogen, nach der man sich im unbeständigen Herbstwetter üblicherweise sehnt. Doch angesichts dessen, wie sich das Übel in diesem Film durch den paradiesischen Anschein windet, dürfte „Islands“ schlussendlich nicht etwa Urlaubslust wecken, sondern Freude darüber, dass die Temperaturen wieder sinken.

So urteilte Matthias Hopf, Redakteur unserer Schwesterseite Moviepilot: „Nach 'Islands' überlegt ihr euch das mit dem Fuerteventura-Urlaub nochmal“. Weiter lobte er die Suspense-Produktion als Paradebeispiel dafür, was dem Streaming-Exklusivangebot gemeinhin fehlt: „So etwas Stimmungsvolles, das über die visuelle Ebene und einen klugen Schnitt erzählt wird, sucht man bei Netflix vergebens.

Auch Bettina Peulecke vom NDR war angetan und bezeichnete „Islands“ als „atmosphärisch dichte[n] Thriller mit deutlichen Anleihen am klassischen Film noir, mit einer blonden Femme fatale, einem tumben Ehemann und Tom als Detektiv wider Willen“. Und Antje Wessels von Wessels-Filmkritik stimmte ins Lob mit ein: „Vor flirrender (Urlaubs-)Kulisse entspinnt sich in 'Islands' das Charakterporträt eines im Alltagstrott gefangenen Mannes anhand eines möglichen Kriminalfalles, der das typische Motiv des Hinter-die-heile-Fassade-Blickens ganz neu und unaufgeregt interpretiert.“

Zudem zeugen starke 95 Prozent bei Rotten Tomatoes von großem internationalen Anklang für „Islands“. Dass der Urlaubs-Noir trotzdem nicht jedermanns Geschmack ist, lässt sich an der FILMSTARTS-Kritik ablesen: Unser Autor Janick Nolting zückte nur durchschnittliche 2,5 Sterne, weil der Film für ihn nur eine „zahme Genre-Mixtur“ darstellt. Eine fesselnde und bildgewaltige Genre-Mixtur versprechen wir euch aber mit dem folgenden Heimkino-Tipp: Er ist Abenteuer, Psychothriller und ein sensationeller Action-Reißer zugleich!

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