Meisterwerk vom "One Battle After Another"-Macher feiert Heimkino-Comeback – Mark Wahlberg ersetzte einst Leonardo DiCaprio als Hauptdarsteller!
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Ob Sammlereditionen aus aller Welt, aktuelle Schnäppchen oder Uncut-Horror – er weiß ganz genau, wie man an die großen Must-Haves kommt.

Aktuell glänzt Leonardo DiCaprio in „One Battle After Another“, dabei hätte der Oscarpreisträger bereits in den 90ern für Paul Thomas Anderson vor der Kamera stehen sollen – doch er lehnte ab. Ein Meisterwerk kam dennoch dabei raus.

Update (9. Oktober, 14.45 Uhr): Der Pre-Order wurde wohl früher als geplant eröffnet. Nachdem kurzzeitig Bestellungen möglich waren, hat Amazon die 4K-Blu-ray nun vorerst wieder von der Seite gelöscht. Es folgt unsere ursprüngliche Nachricht (und ein Screenshot der von uns aufgegebenen Bestellung):

Amazon

Leonardo DiCaprio gilt als einer der wenigen Schauspieler, die sich aussuchen können, in welchen Filmen sie mitspielen wollen. Nachdem er sich bereits in den 90ern mit „Gilbert Grape“, „Schneller als der Tod“ oder „Jim Carroll - In den Straßen von New York“ für größere Aufgaben empfehlen konnte, stand er nach seinem Erfolg mit „William Shakespeares Romeo & Julia“ vor der bis dahin schwersten Entscheidung seiner Karriere. Denn Mitte der 90er musste DiCaprio zwischen „Titanic“ und „Boogie Nights“ wählen!

Paul Thomas Anderson, der sich mit Meisterwerken wie „Magnolia“ und „There Will Be Blood“ inzwischen zu einem der größten Regisseure unserer Zeit entwickelt hat, war zu jener Zeit noch ein vergleichsweise unbeschriebenes Blatt – und vor allem für Musikvideos bekannt. Also erhielt letztlich Kino-Urgestein und „Terminator“- sowie „Aliens“-Macher James Cameron den Zuschlag. Der Rest ist Geschichte.

Für DiCaprio ging es anschließend steil bergauf, dennoch spricht der Oscarpreisträger immer noch vom „größten Bedauern“ seiner Laufbahn, wenn er an die verpasste Chance zurück denkt, Dirk Diggler nie gespielt zu haben. Regisseur PTA setzte letztlich auf Mark Wahlberg – und landete auch mit ihm einen Hit: „Boogie Nights“ ist eines der kultigsten Meisterwerke der 90er, das ihr spätestens jetzt unbedingt mal nachholen solltet. Denn der Film kehrt am 15. Dezember in die Heimkinos zurück – und feiert im selben Atemzug seine 4K-Premiere!

Warner Bros. spendiert dem Kult-Klassiker (hierzulande im Vertrieb von PLAION PICTURES) eine limitierte Erstauflage im Steelbook, die ihr euch ab sofort sichern könnt – und neben der 4K-Blu-ray des Films diesen auch als Blu-ray enthalten wird.

Die trotz einer Laufzeit von über zweieinhalb Stunden ungemein kurzweilig geratene Sause um den in den späten 70ern und frühen 80ern zum Pornostar aufsteigenden Dirk Diggler erstrahlt dabei nicht nur in Sachen Bild- und Tonqualität in neuem Glanz, sondern auch im Regal. Das voraussichtliche Design des Sammlerstücks, wie es auch im Ausland erscheinen wird, macht jedenfalls einiges her:

Stylische Premiere in 4K: Das Steelbook zu Warner Bros.
Stylische Premiere in 4K: Das Steelbook zu "Boogie Nights".

Freizügig, kurzweilig und schlichtweg grandios: Das ist "Boogie Nights"

Eddie Adams (Mark Wahlberg) hat die Highschool abgebrochen und hält sich schließlich mit einem Job in einem Nachtclub im San Fernando Valley über Wasser – bis er dort eines Tages Jack Horner (Burt Reynolds) kennenlernt, der ihn auf Anhieb fasziniert. Denn Horner gilt als eine der Größen der aufkeimenden Pornoindustrie – und hat unter anderem seine Muse Amber Waves (Julianne Moore) im Schlepptau.

Während Amber in Wahrheit Maggie heißt und ihr Kind an ihren Ex verloren hat, weil sie sich für Geld vor der Kamera auszieht, wird Eddie immer tiefer in den Bann der frivolen Welt der Sexfilmchen gesogen – und schließt dabei Bekanntschaft mit reihenweise einzigartigen Charakteren. Von Darsteller Buck (Don Cheadle), dessen sehnlichster Wunsch eigentlich eine eigene Familie ist, bis hin zu Rollergirl Brandy (Heather Graham), die einfach immer in Rollerskates zu stecken scheint…

Boogie Nights
Boogie Nights
Starttermin 4. Juni 1998 | 2 Std. 33 Min.
Von Paul Thomas Anderson
Mit Mark Wahlberg, Burt Reynolds, Julianne Moore
User-Wertung
4,2
Filmstarts
5,0

Nicht nur in der FILMSTARTS-Kritik, die bereits einige Jahre auf dem Buckel hat, sahnte „Boogie Nights“ die vollen fünf Sterne ab. Auch unser Autor Oliver Kube ließ anlässlich einer TV-Ausstrahlung des Films eine Liebeserklärung von der Leine – und spricht darin unter anderem von einer „pointiert geschriebenen, brillant besetzten und inszenierten Tragikomödie“. Ja, nicht umsonst wurde die ebenso spaßige wie tiefgründige Milieustudie am Ende mit drei Oscarnominierungen bedacht – unter anderem für Andersons Drehbuch.

Leonardo DiCaprio und Paul Thomas Anderson fanden fast drei Jahrzehnte später übrigens doch noch zusammen – und bescherten uns mit „One Battle After Another“ kürzlich den vielleicht besten Film des aktuellen Kinojahres. Was den Action-Thriller am Ende so besonders macht? Genau das haben uns die Stars des Films kürzlich im Interview verraten:

"Er ist ein Genie, ein verrückter Wissenschaftler, ein Meisterkoch": Die Stars verraten uns, warum "One Battle After Another" so besonders ist

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