Clint Eastwoods Antwort auf "James Bond": Berüchtigtes Action- und Stunt-Feuerwerk kehrt endlich ins Heimkino zurück
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Ob Sammlereditionen aus aller Welt, aktuelle Schnäppchen oder Uncut-Horror – er weiß ganz genau, wie man an die großen Must-Haves kommt.

Was Tom Cruise kann, kann Clint Eastwood schon lange! Dieser Eindruck könnte jedenfalls bei einem Blick auf „Im Auftrag des Drachen“ entstehen, der einst „James Bond“ Konkurrenz machen sollte. Nun kehrt der Action-Thriller in die Heimkinos zurück.

Während große Hollywoodstars in der Regel auf Doubles setzen, wenn es ans Eingemachte geht, gibt es hier und da auch Ausnahmen. Besonders Tom Cruise und Jackie Chan sind bekannt dafür, selbst für ihre halsbrecherischsten Szenen persönlich vor der Kamera zu stehen, wenn es nur irgend möglich ist. Doch sie sind keineswegs die einzigen.

Bei den Dreharbeiten von Im Auftrag des Drachen“ (1975) legte Regisseur und Hauptdarsteller Clint Eastwood großen Wert darauf, dass sich die Action am Ende „echt“ anfühlte. Dafür riskierte er nicht nur selbst Kopf und Kragen, auch seine Crewmitglieder waren großen Gefahren ausgesetzt. Ein erfahrener Bergsteiger, David Knowles, wurde im Zuge des Drehs an der Eigernordwand gar von einem Felsen getroffen und verlor bei dem tragischen Zwischenfall sein Leben:

Diesen Actionthriller hat Clint Eastwood bitter bereut: "Ich habe mich immer wieder gefragt, ob es das wirklich wert war"

Doch auch Eastwood selbst ging große Risiken ein, um seinem Publikum zu zeigen, dass bei waghalsigen Aufnahmen in luftiger Höhe nicht getrickst wurde und kein Stuntman zum Einsatz kam. Auf diese Weise wollte er erreichen, dass die Zuschauer*innen mit seiner Figur ganz besonders innig mitfiebern. Und zumindest das ist der mittlerweile 95-jährigen Hollywood-Ikone hier eindrucksvoll gelungen.

Davon könnt ihr euch demnächst endlich (wieder) in angemessener Qualität überzeugen – denn der international als „The Eiger Sanction“ bekannte „Im Auftrag des Drachen“ erhält am 24. Oktober 2025 seine längst überfällige Neuauflage auf Blu-ray. Auf die handelsübliche Standardedition* folgen am 7. November allerdings gleich zwei streng limitierte Editionen (Mediabook A und Mediabook B)!

HanseSound veröffentlicht den Klassiker in zwei Mediabook-Versionen, von denen es jeweils nur 500 Stück geben wird. Dabei handelt es sich um zwei inhaltsgleiche Variationen, die den Film sowohl auf Blu-ray als auch auf DVD enthalten und sich lediglich in ihrer optischen Erscheinung unterscheiden. Ihr habt also die Qual der Wahl zwischen dem oben verlinkten Mediabook A und dem nachfolgenden Mediabook B:

In jedem Fall dürfte es sich lohnen, sich mit einer Vorbestellung nicht allzu viel Zeit zu lassen. Wie auch wir von FILMSTARTS immer wieder bemerken, erfreuen sich Clint Eastwood und seine Filme auch heute noch immenser Beliebtheit – sodass es uns nicht wundern würde, wenn die beiden limitierten Sammlerstücke bereits in Kürze vergriffen sind. Alternativ könnt ihr den Film aktuell exklusiv bei WOW* (ehemals Sky Ticket) streamen.

"Im Auftrag des Drachen": Darum geht's in "The Eiger Sanction"

Jonathan Hemlock (Clint Eastwood) führt ein unauffälliges Leben als Kunstdozent an einem amerikanischen College. Seine Leidenschaft gilt dem Ankauf seltener Gemälde, finanziert durch ein gut gehütetes Geheimnis: Hemlock war einst ein Auftragskiller im Dienste der Regierung.

Obwohl er sich längst zur Ruhe gesetzt hat, holt ihn seine Vergangenheit unerwartet ein, denn sein ehemaliger Auftraggeber (Thayer David) zwingt ihn zurück ins Geschäft. Zwei Männer sollen eliminiert werden – Verdächtige im Mordfall um einen Regierungsagenten.

Widerwillig nimmt Hemlock den Auftrag an, denn der in der Unterwelt lediglich als „Drache“ bekannte Mann hat ihn in der Hand. Doch als er erfährt, dass das Opfer ein alter Freund war, wird der kaltblütige Job plötzlich zu einer ganz persönlichen Angelegenheit…

Stunt-Wahnsinn zwischen "James Bond" & "Cliffhanger"

Ein Dozent, der sich in waghalsige Abenteuer stürzt, mag zunächst zwar vor allem an Harrison Fords Kult-Archäologen Indiana Jones erinnern. Dabei basiert der Film auf einem Roman von Rodney William Whitaker*, der diesen 1972 unter seinem Pseudonym Trevanian veröffentlichte – und als Parodie auf die Missionen von Spionage-Legende 007 betrachtete. Und tatsächlich: Während der Humor in der Adaption letztlich abhanden kam, erinnert Eastwoods Jonathan Hemlock nicht ganz zufällig stark an den Spion mit der Lizenz zum Töten (je nachdem, welche Bond-Interpretation man für den Vergleich heranzieht).

Zugleich gilt der Film aus offensichtlichen Gründen auch als Vorreiter für Bergsteiger-Blockbuster wie „Cliffhanger“ und „Vertical Limit“. Eastwood wurde seinerzeit jedoch stark dafür kritisiert, ohne Kompromisse an seiner Vision für die Verfilmung festzuhalten – spätestens nach der weiter oben erwähnten Tragödie am Set ließen Presse und auch einige Kollaborateure kein gutes Haar an dem mittlerweile vierfachen Oscarpreisträger.

Im Auftrag des Drachen
Im Auftrag des Drachen
Starttermin 22. August 1975 | 2 Std. 00 Min.
Von Clint Eastwood
Mit Clint Eastwood, George Kennedy, Jack Cassidy
Pressekritiken
4,0
User-Wertung
2,9
Filmstarts
3,5

Trotzdem: Am Ende kamen in Zusammenarbeit mit „Dirty Harry 2“-Kameramann Frank Stanley nicht nur majestätische Aufnahmen von Originalschauplätzen heraus, sondern auch ein immersives Spektakel, dem die von Eastwood geforderte Authentizität auch heute noch anzumerken ist.

Wenn Jonathan Hemlock hier in luftiger Höhe von der Felswand baumelt, ist zu jedem Zeitpunkt klar, dass tatsächlich der Regisseur und Hauptdarsteller des Films zu sehen ist – und das ist der Spannung durchaus zuträglich. In der FILMSTARTS-Kritik gab es für „Im Auftrag des Drachen“ am Ende so nicht zuletzt deswegen gute 3,5 von 5 möglichen Sternen.

Apropos „James Bond“: Die Missionen von Sean Connery feierten bereits ihre 4K-Premiere im Heimkino. Nach der limitierten Erstauflage folgte hier bereits günstiger Nachschub:

Highlight für alle "James Bond"-Fans: Großartige 007-Box feiert Heimkino-Comeback

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Dieser Artikel basiert auf einem bereits auf FILMSTARTS erschienenen Beitrag.

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