"Er verstört mich": Stephen King kann diesen brutalen Actionfilm nicht ausstehen
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Schon in der Grundschule las er Kino-Sachbücher und baute sich parallel dazu eine Film-Sammlung auf. Klar, dass er irgendwann hier landen musste.

Wenn ein Horror-Schriftsteller bei deinem blutigen Actionfilm voller zerfetzter Körper an Pornografie denkt – ist das dann ein Lob? Im Fall von Stephen King und einem Sylvester-Stallone-Reißer lautet die Antwort wohl: Nein!

Manchmal drängt sich die Frage auf, wann Stephen King überhaupt die Zeit findet, um zu schlafen, sich um seine Hobbys zu kümmern oder Spaziergänge zu machen. Denn der nimmermüde Schriftsteller hinter Klassikern wie „Shining“, „ES“ und „Friedhof der Kuscheltiere“ sorgt nicht nur für einen ständigen Strom an neuen Buchveröffentlichungen, sondern schaut sich obendrein die vielen Adaptionen seiner Werke an und lässt daraufhin seine Fans wissen, was er von ihnen hält.

Und seit einiger Zeit kommentiert King zudem allerlei andere Filme und Serien, um beispielsweise via Social Media Empfehlungen oder (ab und zu) Warnungen auszusprechen. Unter anderem feierte er den geradlinigen Actioner „Plane“ (mehr dazu hier) und verriet, was der für ihn gruseligste Horrorfilm aller Zeiten ist (wir berichteten). Und er verglich einen Sylvester-Stallone-Film mit Pornografie – und nein, es war nicht Stallones auch als „Randy – Die Sexabenteuer des Sylvester Stallone“ bekannter Erotikausflug „Kitty & Studs – Der italienische Deckhengst“!

"Anbiedernd": Diese Gewaltorgie ging in Kings Augen schief!

Die „Rambo“-Filmreihe machte im Laufe der Zeit einen kuriosen Wandel durch: Der erste Teil ist ein nachdenkliches, schwermütiges Action-Drama darüber, wie die US-Gesellschaft mit Vietnamveteranen umgeht. „Rambo II – Der Auftrag“ und „Rambo III“ wurden sukzessive wilder, schneller, explosiver und in ihren politischen Dimensionen sowohl simpler als auch aufrührerischer.

20 Jahre nach dem Hurra-Patriotismus und der knalligen Schnellfeuer-Action von „Rambo III“ ließ Stallone die Figur zurückkehren: Als Regisseur, Hauptdarsteller und Ko-Autor entwarf er „John Rambo“ als noch brutaler – verlieh der nihilistischen Action dieses Mal aber einen dreckig-schweren Ansatz. Der in den USA bloß „Rambo“ betitelte Film lässt sich via Amazon Prime Video* als Kauf- und Leih-VoD beziehen und ist derzeit beim Sky-Streamingdienst WOW im Abo enthalten:

Solltet ihr überraschend zur Ehre gelangen, Stephen King für einen Filmabend bei euch zu begrüßen, würden wir allerdings zu diesem Anlass von „John Rambo“ abraten. Denn King gab sich als großer Gegner dieses Films zu erkennen (via Far Out).

„Dieser anbiedernde Aspekt davon – er verstört mich sehr. Es ist Pornografie! Es gibt Fuck-Filme, es gibt Suck-Filme und es gibt Snuff-Filme“, erläuterte King. Er führte fort: „Und dann sind da noch Filme, die zu einer aus der Hüfte geschossenen Hassreaktion einladen. Genau das war 'John Rambo' für mich.“

King schreckt allerdings nicht davor zurück, auf das „Rambo“-Franchise zurückzugreifen, um Filme positiv zu beschreiben. So verglich er einen viel gelobten Netflix-Actionreißer via Social Media positiv mit der Brutalo-Reihe – er sei nämlich die schlauere Version der Stallone-Vehikel. Um welchen Netflix-Film es geht, verraten wir euch im folgenden Artikel:

Vergleich mit "Rambo": Horror-Ikone Stephen King feiert einen der besten Netflix-Filme

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