Auch mehr als 50 Jahre nach der Veröffentlichung seines ersten Buches – „Carrie“, der 1976 von Brian De Palma meisterlich verfilmt wurde – zählt Stephen King zu den produktivsten Schriftstellern unserer Zeit. Es gibt kaum ein Jahr, in dem der 78-Jährige nicht mindestens ein neues literarisches Werk zu Papier bringt – und so gesellen sich zu seinen 65 Romanen noch einmal über 200 Kurzgeschichten.
Viele davon wurden fürs Kino oder Fernsehen adaptiert, und als passionierter Filmfan hält sich King mit Ansichten zu den Verfilmungen seiner Geschichten nicht zurück. So ist etwa bekannt, dass er ausgerechnet eine vergessene Miniserie für die wohl beste Umsetzung eines Stephen-King-Romans hält – und dass er wiederum Stanley Kubricks als Meisterwerk geltender „Shining“-Version mit Jack Nicholson rein gar nichts abgewinnen kann.
Zufrieden war er auch mit der Leinwand-Adaption seines Buches „Cujo“ (1983) – nicht obwohl, sondern gerade weil das Ende des Films von seiner Romanvorlage abweicht. Der Horrorfilm dreht sich um einen riesigen Bernhardiner, der nach dem Biss einer Fledermaus an Tollwut erkrankt und zunehmend gewalttätig wird. Nachdem der Hund seinen Besitzer getötet hat, richtet sich seine Aggression bald gegen andere – schließlich auch gegen eine Mutter und ihren Sohn, die in ihrem Auto gefangen sind...
Die Hauptrolle der Donna Tranton spielte Dee Wallace, die kurz zuvor als die Mutter des kleinen Elliott in Steven Spielbergs Mega-Hit „E.T. – Der Außerirdische“ aufgetreten war. Als ihr Filmsohn Tad wurde Danny Pintauro („Wer ist hier der Boss?“) gecastet. Seine Figur betrifft auch die wohl zentralste inhaltliche Änderung, die Regisseur Lewis Teague sowie das Drehbuch-Duo Don Carlos Dunaway und Lauren Currier an dem Stoff vorgenommen haben (Achtung, Spoiler!): Im Buch wird der kleine Tad von dem Hund getötet – im Film aber überlebt er.
Wie Dee Wallace in einem Interview mit Remind erzählte, war das eine gemeinsame Entscheidung, die später sogar von King höchstpersönlich abgesegnet wurde (via Far Out Magazine): „Wir alle stimmten dafür, das Kind am Ende nicht zu töten, wie Stephen es im Buch getan hatte. Als der Film herauskam, rief [King] meinen Produzenten an und sagte: ‚Gott sei Dank habt ihr das Kind nicht umgebracht. Ich habe noch nie so viele Hassbriefe bekommen wie für das Ende von ‚Cujo‘‘.“
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"Wie billiges Kantinenessen": Von dieser Stephen-King-Verfilmung war der Horror-Meister gar nicht überzeugt – das Remake findet er aber super!*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.