Seit fast zehn Jahren machen Clint Bentley und Greg Kwedar gemeinsam Spielfilme, für die sie in Zusammenarbeit die Drehbücher verfassen und abwechselnd Regie führen. So saß Kwedar für den gemeinsam verfassten Thriller „Transpecos“ (2016) sowie das bewegende und Oscar-nominierte Gefängnisdrama „Sing Sing“ (2023) im Regiestuhl.
Clint Bentley führte dafür beim Drama „Jockey“ (2021) und nun beim neuesten Werk des Duos Regie: der bildgewaltigen Romanadaption „Train Dreams“, das nach einer kurzen Stippvisite im Kino ab sofort auf Netflix verfügbar ist.
Harte Arbeit, Harte Rückschläge – darum geht’s in "Train Dreams"
„Train Dreams“ beginnt im Sommer 1917 im US-Bundesstaat Idaho: Robert Grainier (Joel Edgerton) ist Holzfäller und mit einem Trupp von weiteren Tagelöhnern und Wanderarbeitern am Bau der Eisenbahn beteiligt. Bei einem Besuch in der Stadt lernt er Gladys (Felicity Jones) kennen und verliebt sich in sie. Die beiden werden in einem abgelegenen Holzhaus am Ufer des Moyie River sesshaft und bekommen bald eine gemeinsame Tochter, die sie Kate nennen.
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Weiterhin reist Robert quer durchs Land und verrichtet harte Jobs, um seine junge Familie zu ernähren. Als er eines Tages von der Arbeit heimkehren will, tobt ein Waldbrand in der Umgebung. Robert muss mit einem schmerzhaften Verlust fertigwerden und in einer sich rapide wandelnden Welt zurechtkommen.
Viel Lob für visuelle Kraft und Joel Edgerton
Mit „Train Dreams“ haben sich Clint Bentley und Greg Kwedar der Verfilmung des 2011 erschienenen gleichnamigen Roman von Denis Johnson angenommen und offenbar einen Volltreffer gelandet: Auf RottenTomatoes erreicht das Drama sagenhafte 95 % und bei Metacritic hat es einen Wert von 87 und das Siegel „Metacritic Must See“ erhalten.
Auch unser Kritiker Lutz Granert zeigte sich in der FILMSTARTS-Kritik begeistert, vergab 4 von 5 Sternen an dieses „ebenso schwermütige wie bewegende und stark gespielte Drama, das einen mit seinen absolut Oscar-würdigen Bildern die Magie alter Nadelwälder fast schon körperlich erfahren lässt.“
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Andere Kritiker loben neben den eindrücklichen Bildern vor allem die schauspielerische Leistung von Joel Edgerton, der als Owen Lars in „Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger“ und „Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“ bekannt wurde und zuletzt in der Sci-Fi-Serie „Dark Matter – Der Zeitenläufer“ zu bewundern war. Wer noch keine Gelegenheit hatte, sich diese anzuschauen, kann sie auch bei Amazon Prime Video im Channel von Apple TV+ nachholen:
Man darf also gespannt sein, wie die Netflix-Zuschauer „Train Dreams“ finden, der schon jetzt als Oscar-Kandidat gehandelt wird. Und wer jetzt schon mal schauen will, was Netflix für den Rest von 2025 bereithält, erfährt es hier:
Neu auf Netflix im Dezember 2025: Das "Stranger Things"-Finale geht weiter, einer der besten Horrorfilme des Jahres & mehr*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.