Die 3 besten Filme, die ihr diese Woche bei Amazon Prime Video schauen müsst – 19. bis 25. Januar 2026
Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.

Ihr behaltet im Dickicht des Streaming-Dschungels keinen Durchblick? Dann helfen euch unsere sorgsam ausgewählten Tipps. Auch in dieser Woche möchten wir euch wieder drei außergewöhnliche Filme für die kommende Woche auf Amazon Prime Video empfehlen.

Amazon

Jede Woche veröffentlichen die großen Streaming-Dienste frische Serien und Filme. Dabei verdrängen die neu hinzugefügten Titel zwangsläufig Filme und Serien aus dem Fokus, die sich schon länger in den Katalogen der Plattformen befinden. Das wollen wir zum Anlass nehmen, um bei Amazon Prime Video oft übersehene, aber unbedingt empfehlenswerte Filme ausfindig zu machen, die jeder und jede einmal gesehen haben sollte.

Diesmal empfehlen wir euch eine von wahren Ereignissen inspirierte, kompromisslose Crime-Satire, eines der besten Dramen der 2010er-Jahre und eine melancholische Komödie mit zwei unvergesslichen (Alt-)Stars. Alle Filme sind für Prime-Abonnenten kostenlos abrufbar.

"Natural Born Killers" (1994)

„Oliver Stones […] brachialstes Werk bleibt einer der besten und wichtigsten Filme, die je produziert wurden“, schreibt unser Autor Samuel Rothenpieler in seiner FILMSTARTS-Kritik über „Natur Born Killers“. Bei diesem Mix aus pechschwarzer Satire, Roadmovie, Thriller und Romanze handelt es sich um eines der aufsehenerregendsten Werke der 90er-Jahre – der kritisch wie wenige andere Filme die Sensationsgier der Medien auf den Punkt bringt.

Der Film folgt dem mordenden Liebespaar Mickey und Mallory Knox (Woody Harrelson, Juliette Lewis), die bei ihrer Flucht vor der Polizei eine Spur aus Gewalt und Verderben entlang der US-Highways zurücklassen. In der Öffentlichkeit entwickelt sich ein riesiger Hype um die zwei, die als eine Art moderne Version von Bonnie und Clyde gelten. Nicht ganz unschuldig daran ist der schmierige TV-Reporter Wayner Gale (Robert Downey jr.), der vom medialen Kult um das Killer-Duo profitieren will.

Der mit weiteren namhaften Stars wie Tommy Lee Jones und Tom Sizemore gespickte, mit einem großartigen Soundtrack unterlegte Wahnsinns-Trip ist von den realen Morden rund um Charles Starkweather und Caril Ann Fugate inspiriert. Das Serientäter-Paar beging 1958 eine Mordserie in Nebraska und Wyoming, der elf Menschen zum Opfer fielen.

Die langen, ausgefeilten Dialoge und die deftigen Gewaltspitzen in „Natural Born Killers“ erinnern übrigens nicht von ungefähr an Quentin Tarantino: Der Regie-Visionär und „Pulp Fiction“-Macher schrieb das Originaldrehbuch zu dieser fesselnden Außenseiter-Ode.

"Manchester By The Sea" (2016)

Ist es möglich, sich selbst zu vergeben, wenn man große Schuld auf sich geladen und das Leben von unschuldigen Menschen zerstört hat? Diese komplexe Frage stellt das Drama „Manchester By The Sea“ rund um einen schwermütigen Einzelgänger (unvergessen: Casey Affleck) der nach dem Tod seines Bruders widerwillig in seine Heimat zurückkehrt. Dort soll er sich um seinen 16-jährigen Neffen kümmern – muss sich aber vor allem seiner traumatischen Vergangenheit stellen.

Der mit zwei Oscars (Bester Hauptdarsteller, Bestes Drehbuch) prämierte Film war zum Zeitpunkt seines Erscheinens ein großer Erfolg. Nicht nur waren die Kritiker voll des Lobes (beachtliche 96 (!) Prozent positive Besprechungen bei Rotten Tomatoes), auch an den Kassen räumte der erschütternde, feinfühlig inszenierte „Manchester By The Sea“ ab. Bei einem Budget von nur rund 9 Millionen Dollar lag das weltweite Einspielergebnis am Ende bei starken 79 Millionen Dollar – bemerkenswerte Zahlen für eine Arthouse-Produktion.

Das fast 140-minütige Meisterwerk zählt zu den eigenwilligsten, nachhaltigsten Dramen der 2010er. Und das liegt neben der rührenden Darbietung Afflecks und dem raffinierten Drehbuch vor allem an der außergewöhnlichen Tonalität, die stimmig zwischen tiefer Verzweiflung, Tragikomik und leise aufkeimender Hoffnung changiert.

"Picknick mit Bären" (2014)

Zwei Jahre vor „Manchester By The Sea“ erschien „Picknick mit Bären“, eine in betörender Wildnis angesiedelte Abenteuer-Komödie mit einem Hang zu Schwermut. Der von Comedy-Spezialist Ken Kwapis („Er steht einfach nicht auf Dich“) gedrehte Film vereinte zwei echte Hollywood-Legenden vor der Kamera: Nick Nolte („Nur 48 Stunden“) und den erst vor wenigen Monaten verstorbenen Robert Redford.

Die beiden Altstars spielen in „Picknick mit Bären“ zwei Schulfreunde im Rentenalter, die sich noch einmal in ein großes Abenteuer stürzen. Zusammen wollen sie den Appalachian Trail, den mit 3500 Kilometern längsten Fußweg der Welt, bezwingen. Es ist der Beginn einer unvergesslichen Reise (auch zu sich selbst), die die rüstigen Rentner quer durch die USA führt. Nick Nolte und Robert Redford gegen die Widrigkeiten der Natur? Mit dem Trailer könnt ihr euch auf die kurzweilige Buddy-Komödie einstimmen:

Der Plot weckt außerdem sofort Erinnerungen an warmherzige Feel-Good-Dramödien wie „Dein Weg“ von Emilio Estevez, „Hasta la Vista!“ oder „Das Beste kommt zum Schluss“. „Picknick mit Bären“ ist deshalb genau der richtige Film für all jene, die ein Faible für pointierten Witz und melancholische Töne haben – mit einem Hauch von Abenteuer in der großen, weiten Welt und inmitten wunderschöner Landschaften.

45 Jahre ist es her, dass Robert Redford den Oscar für die Beste Regie erhielt. Bei der damaligen Preisverleihung setzte er sich gegen einige hochkarätige Filme durch, die heute allesamt Klassiker sind. Das Werk von Redford selbst ist heute (völlig zu unrecht) jedoch weitestgehend in Vergessenheit geraten:

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