Matt Damon und Ben Affleck haben es getan. Schon wieder! Nachdem sie für „Feld der Träume“ bereits im Jahr 1989 erstmals gemeinsam für einen Film vor der Kamera standen, arbeiteten die beiden Best Buddys in den vergangenen Jahrzehnten ebenso regelmäßig wie erfolgreich zusammen – etwa für „Good Will Hunting“, „Dogma“ oder „Air - Der große Wurf“. Mit „The Rip“ startete am 16. Januar 2026 nun der neueste Film von Affleck und Damon exklusiv bei Netflix – und wie!
Der Action-Thriller führt die Netflix-Charts aktuell in ganzen 89 Ländern an und hat damit die RomCom „People We Meet On Vacation“ als Netflix' aktuelle Nummer 1 abgelöst. Während abzuwarten bleibt, wie sich das in den konkreten Viewzahlen der Vorwoche äußert, die Netflix immer am darauffolgenden Mittwoch veröffentlicht, dürften viele Menschen, die den Cop-Reißer bereits von ihrer Watchlist gestrichen haben, vor allem eine Frage haben: Wer ist Jake William Casiano?
Noch bevor die Namen von Regisseur Joe Carnahan („Das A-Team“), den Stars Affleck und Damon sowie dem Rest von Cast und Crew über den Bildschirm laufen, bekommen wir zunächst einmal nämlich die Texttafel „In Loving Memory of Jake William Casiano“ (zu Deutsch: „In liebevollem Gedenken an Jake William Casiano“) zu lesen. Aber wer war das überhaupt? Und welche Verbindung besteht zwischen ihm und dem Netflix-Hit?
"The Rip" basiert auf Erfahrungen von Chris Casiano
Um diese Frage zu beantworten, müssen wir einige Jahre zurückgehen. Denn Joe Carnahan und Chris Casiano trafen sich im Zuge ihrer Arbeit an „Bad Boys For Life“ (für den Carnahan am Drehbuch werkelte). Die Buddy-Action-Reihe mit Will Smith und Martin Lawrence spielt genauso wie „The Rip“ in Miami – und das ist auch kein Zufall. Denn Casiano arbeitete nicht nur beim Miami PD, sondern leitete dort auch das sogenannte TNT (Tactical Narcotics Team). Smith und Lawrence spielen Mitglieder jener Einheit, genau wie nun auch Ben Affleck und Matt Damon.
Casiano erzählte Carnahan so bereits 2020 von einem tatsächlichen Fall, mit dem er zu tun hatte – und im Zuge dessen er auf einen Fund von 24 illegal erwirtschafteten, heimlich gebunkerten Millionen Dollar stieß. Dabei kamen die beiden auf die Idee, dass hinter dieser Geschichte doch ein Film stecken könnte. Genau diesen bekommen wir nun mit „The Rip“ zu sehen.
Wie auch schon beim dritten „Bad Boys“ arbeitete Casiano schließlich auch an dem Netflix-Projekt als technischer Berater mit. Obendrein ist er die Grundlage für den von Matt Damon gespielten Lieutenant Dane Dumars – und das nicht nur hinsichtlich des spektakulären Millionen-Falls. Während der Ermittler im Film seinen krebskranken Sohn im Alter von zehn Jahren verlor, starb Jake William Casiano, der Sohn von Chris Casiano, mit elf Jahren an Leukämie. Ihm gilt die Widmung am Ende des Films und die Namensgebung von Dumars Filmsohns, der ebenfalls Jake getauft wurde.
Lohnt sich "The Rip"?
Mit einer Laufzeit von deutlich unter zwei Stunden (ohne Abspann) ist „The Rip“ angenehm knackig geraten, hinzu kommt eine durch die Bank charismatische Besetzung, der man einfach gerne zusieht: Neben Steven Yeun („The Walking Dead“) und Teyana Taylor („One Battle After Another“) brachte vor allem Scott Adkins den Autor dieses Artikels zum Schmunzeln – schließlich wird dieser von seinen Fans regelmäßig als Afflecks knochenharter Doppelgänger bezeichnet. Die beiden nun Seite an Seite (obendrein als Brüder!) zu sehen, macht immens Spaß – auch wenn der Brite sein Action-Talent diesmal leider nicht zur Schau stellen kann.
Inwiefern die Wendungen und Twists für einen funktionieren, hängt am Ende allerdings davon ab, wie sehr einen die Geschichte direkt von Beginn an in ihren Bann zieht – und bis zum Ende bei der Stange hält. Für unseren Autor Lutz Granert hat das jedoch nur bedingt funktioniert, sodass es für den starken Beginn und ein schwaches Finale in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik in Summe nur für (immer noch solide) 3 Sterne reicht.
Wenn ihr wissen wollt, welche Filme die Kinokassen aktuell zum Klingeln bringen, lest am besten auch in den nachfolgenden Artikel – in dem euch auch gute Nachrichten aus deutscher Sicht erwarten:
Starkes Kinowochenende: "Avatar 3" endlich geschlagen – gleich zwei Filme ziehen am Sci-Fi-Actioner vorbei