… und genau den gibt es ab sofort auf Netflix: „Die irre Heldentour des Billy Lynn“.
Das vor allem auf visueller Ebene unglaublich eindrucksvolle Kriegsdrama stammt von keinem Geringeren als Ang Lee, der sich zuvor bereits mit oscarprämierten Filmen wie „Tiger & Dragon“ und „Life Of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ als Geschichtenerzähler erwies, der auch gerne mal Bilder für sich sprechen lässt. Und auch sein Kriegsdrama punktet nicht zuletzt in Sachen Optik.
"Die irre Heldentour des Billy Lynn": Ein visuelles Fest mit 120 Bildern pro Sekunde
Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Ben Fountain* erzählt Lee hier die Geschichte des US-Soldaten Billy Lynn (Joe Alwyn), der sich im Alter von nur 19 Jahren als Soldat im Irakkrieg findet – und gemeinsam mit seinen überlebenden Kollegen gefeiert wird, als er nach einem verheerenden Feuergefecht in die Vereinigten Staaten zurückkehrt. Dort wird er schließlich sogar auf eine Siegestournee geschickt.
Im Zuge ihrer opulenten Auftritte wird die Einheit immer wieder als Sieger eines grausamen Krieges zelebriert, während Billys pazifistische Schwester Kathryn (Kristen Stewart) die Feierlichkeiten geradezu verabscheut. Schließlich könnten diese der Realität kaum ferner sein. Indes stellt sich die Frage, was denn vor Ort überhaupt geschehen ist – und ob die Soldaten tatsächlich so heldenhaft gehandelt haben, wie es die medienwirksamen Auftritte vermuten lassen. Ausgerechnet während der spektakulären Half-Time-Show eines Footballspiels droht die ganze Wahrheit ans Licht zu kommen…
Ang Lee hat sein satirisches Star-Vehikel, das in den Nebenrollen mit so ranghaften Schauspielern wie Steve Martin, Chris Tucker und Vin Diesel besetzt ist, als ersten Spielfilm überhaupt nicht nur in hochauflösendem 4K sowie 3D gedreht, sondern auch in sogenannter Higher-Frame-Rate (HFR) – mit 120 Bildern pro Sekunde. Heißt nach Adam Riese: In „Die irre Heldentour des Billy Lynn“ bekommen wir fünfmal so viele Informationen wie in einem herkömmlichen Film präsentiert (was sich vor allem in besonders flüssigen Bildern widerspiegelt). Genauso viele wie übrigens auch in Ang Lees bislang letztem Film „Gemini Man“ sowie sogar noch deutlich mehr als in „Avatar: The Way Of Water“ und „Avatar: Fire And Ash“, deren Bildgewalt ebenfalls teils durch HFR bedingt ist – auch wenn es hier „nur“ 48 Bilder pro Sekunde sind.
Dabei herausgekommen ist ein vor allem ein vor allem aus visuellem Hinblick sehenswerter Film, der selbst in 2D und niedrigerer Bitrate als „sanft-satirisches Drama über Krieg und Frieden, Menschen und Medien eine kaum mit anderen Werken vergleichbare intensiv-immersive Kinoerfahrung“ in Erinnerung bleibt – für das es in der FILMSTARTS-Kritik starke 4 von 5 mögliche Sterne gab.
Aktuell sieht sich Netflix übrigens einer besonders großen Aufgabe konfrontiert, die vor allem für diejenigen von euch relevant sein dürfte, die Filme und Serien gerne in der deutschen Synchronfassung schauen. Mehr dazu erfahrt ihr hier:
Nach Streit zwischen Netflix und Synchronbranche: Bei erster Serie fehlt noch die deutsche Fassung*Bei diesem Link handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.