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Blade Runner 2049
Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
5,0
Meisterwerk
Blade Runner 2049
Von
38 Jahre nach „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ bringt Meisterregisseur Ridley Scott 2017 endlich wieder einen „richtigen“ Alien-Film in die Kinos (seinen Philosophie-Abstecher „Prometheus – Dunkle Zeichen“ lassen wir mal beiseite). Die meisten Fans freuen sich drauf! Und was ist? „Alien: Covenant“ entpuppt sich als durchschnittlicher Weltraum-Horror – kann man gucken, ist aber von einer Offenbarung meilenweit entfernt. 35 Jahre nach „Blade Runner“ bringt nicht Ridley Scott, sondern der frankokanadische „Arrival“-Regisseur Denis Villeneuve 2017 eine Fortsetzung zu dem bahnbrechenden Sci-Fi-Noir in die Kinos. Was für eine Majestätsbeleidigung! Die allermeisten Fans sind skeptisch, manche sogar sauer! Und was ist? „Blade Runner 2049“ entpuppt sich nicht nur als einer der besten Science-Fiction-Filme des Jahres oder der Dekade, sondern als einer der besten Science-Fiction-Filme überhaupt. Das Sequel wird natürlich niemals denselben genrerevolutionierenden Einfluss haben wie das Original, aber für uns steht fest: Es ist trotzdem der bessere Film!

Hello my friends,
I am excited for you to see my film today. I have a favor to ask of all of you. I do not know what you will think of my movie, however, whatever you write, I would ask that you preserve the experience for the audience of seeing the film the way you see it today… without knowing any details about the plot of the movie. I know this is a big request, but I hope that you will honor it.
Best, Denis


Wir werden dieser zu Beginn der Pressevorführung von „Blade Runner 2049“ eingeblendeten Bitte des Regisseurs nachkommen und zumindest vorerst auf die an dieser Stelle übliche Synopsis verzichten. Dieser Text enthält allgemein keinerlei Hinweise auf den Plot – trotzdem werden wir einige Momente ohne direkten Bezug zur Story auch im Detail beschreiben, weil ansonsten eine kritische Auseinandersetzung mit dem Film schlicht nicht möglich ist. Wer also absolut überhaupt gar nichts wissen will, sollte dementsprechend vorher auch nichts drüber lesen und besser gleich zum Fazit springen.

Blade Runner 2049 Trailer (2) DF

Ridley Scotts „Blade Runner“ war bei seinem Kinostart 1982 ein solider Erfolg, aber alles andere als ein ausgemachter Kassenhit - Steven Spielbergs „E.T. – Der Außerirdische“ hat im selben Jahr mehr als das 13-Fache (!) an den nordamerikanischen Kinokassen eingespielt. Auch die verdiente Anerkennung als Kultklassiker hat noch eine Zeitlang auf sich warten lassen – und das ist auch gar nicht weiter verwunderlich: Schließlich ist „Blade Runner“ ein zwar visuell berauschender, aber eben auch thematisch sperriger und mit kühler Strenge komponierter Zukunfts-Noir - sowas wie die amerikanische Antwort auf die herausfordernden Andrei-Tarkovsky-Meisterwerke „Solaris“ und „Stalker“. „Blade Runner 2049“ bewahrt diese Qualitäten des Originals: Denis Villeneuve („Prisoners“, „Sicario“) entwirft eine visuell atemberaubende dystopische Welt vollgestopft mit faszinierenden, immer auch unsere heutige Gesellschaft spiegelnden Science-Fiction-Konzepten - und er stellt zugleich den Kern des Menschseins an sich auf ebenso ambivalente wie intelligente Weise in Frage. Trotz dieser prominenten philosophischen Dimension und den auch diesmal wieder perfekt-präzise durchkomponierten Bildern ist „Blade Runner 2049“ aber kein kalter Film wie das Original – ganz im Gegenteil.

Schon die erste Sequenz auf einer Farm in der Nähe von Los Angeles macht zwei Dinge ganz klar: Nach 13 (!) erfolglosen Nominierungen muss Kamera-Gott Roger Deakins („Die Verurteilten“, „Fargo“, „Skyfall“) endlich seinen ersten Oscar bekommen! Vom grauen Grau des Auftakts über die orangestrahlende Wüste von Las Vegas bis zum spektakulär-minimalistischen Showdown in einer nächtlichen Brandung – „Blade Runner 2049“ ist Deakins‘ absolutes Meisterstück! (Selbst die ruhigsten Szenen sind derart spektakulär gefilmt, dass einem erst hinterher auffällt, dass der Film trotz seiner stolzen Laufzeit von 163 Minuten völlig ohne ausufernde Action-Sequenzen auskommt.) Zum anderen ist der Film von Anfang an ein emotionaler Volltreffer – und das, obwohl sich hier mit Ryan Gosling („La La Land“, „Drive“) und Dave Bautista („Riddick“, „Guardians Of The Galaxy“) zwei eher als störrisch bekannte Schauspieler gegenüberstehen. Denis Villeneuve peilt die größtmögliche Tragik an – und bei einem weniger stilsicheren Regisseur hätte derselbe Plot womöglich sogar ins Seifenopernhafte abgleiten können. Aber „Blade Runner 2049“ ist insgesamt derart behutsam und subtil erzählt, dass die zwischenzeitlichen Schläge in die Magengrube des Publikums umso wirkungsvoller ihr Ziel treffen…

… woran übrigens auch Hans Zimmer („Dunkirk“) und Benjamin Wallfisch („Es“) einen gehörigen Anteil haben. Nachdem der ursprünglich vorgesehene Villeneuve-Stammkomponist Johann Johannsson („Die Entdeckung der Unendlichkeit“) noch auf der Zielgeraden gefeuert wurde, weil seine Kompositionen laut Aussage des Regisseurs einfach nicht mehr dem Geist der unvergessenen Vangelis-Klänge des Originals entsprachen, haben Zimmer und Wallfisch trotz der knappen Zeit einen pointierten Score (es gibt für einen Blockbuster ungewöhnlich viele Szenen, die ganz ohne Hintergrundmusik auskommen) zwischen geheimnisumwobenem Grollen und sphärischer Melancholie (einige Stücke erinnern an die Musik von „No Man’s Sky“) geschrieben. Damit decken sie genau die beiden Extreme ab, zwischen denen auch „Blade Runner 2049“ als Ganzes immer wieder pendelt – entweder raubt uns der Film mit seiner visionären Bildgewalt den Atem oder er zerreißt uns mit seiner tiefen Tragik das Herz (gerade weil die Protagonisten selbst auf die fiesesten Schicksalsschläge meist mit einer stoischen Resignation und einer einzelnen Träne reagieren).

„It’s okay to dream a little.“
„Not for us.“

- ein Dialog zwischen zwei Replikanten in „Blade Runner 2049“


Mit der Art, wie sich in „Blade Runner 2049“ der Rassismus gegenüber Replikanten oft nur in vermeintlich harmlosen Alltagsformulierungen bemerkbar macht (es gibt daneben natürlich auch schreiende Vollblut-Rassisten), trifft Villeneuve den Nerv unserer Zeit. Noch eindringlicher ist allerdings, wie konsequent er fast wie nebenbei die Gedanken zur digitalen Liebe aus Spike Jonzes „Her“ weiterspinnt: Ryan Goslings K ist nämlich mit dem als Hologramm auftretenden Computerprogramm Joi (Ana de Armas, „Knock Knock“) zusammen. Zunächst ist Joi noch an das an der Decke des Apartments entlangfahrende Kamerasystem gebunden, aber dann schenkt ihr K zum Jubiläum ein tragbares Modell – und allein die kindliche Freude in ihren Augen, als sie nach oben guckt und sich zum ersten Mal in ihrem „Leben“ ohne Kamera über sich frei bewegen kann, lässt einen ganz anders über die Natur künstlicher Intelligenz nachdenken. (Natürlich gibt es im Haupthandlungsstrang rund um die Replikanten noch etliche weitere solche Denkanstöße.) Und wenn Später im Film auch noch die KI-Sexszenen-Idee aus „Her“ aufgegriffen und weitergeführt wird, dürfte nebenbei ziemlich abschließend geklärt sein, welcher Film als Favorit für die Besten visuellen Effekte in die anstehende Oscar-Saison gehen wird.

Der Moment, in dem die emotional-berührende und die visuell-visionäre Ebene von „Blade Runner 2049“ am kongenialsten zusammenkommen, ist Ks Besuch bei der Erinnerungs-Programmiererin Dr. Ana Stelline (Carla Juri, „Feuchtgebiete“). Sie lebt wegen einer Krankheit allein in einer großen Glaskuppel und entwirft dort Erinnerungsfetzen, die dann den Replikanten eingepflanzt werden (das Implantieren echter Erinnerungen ist streng verboten). Mit einem an eine Spiegelreflexkamera erinnernden Gerät (nur mit sehr viel mehr verstellbaren Objektiven) füllt Stelline den isolierten Raum langsam erst mit einer Torte, dann mit Kerzen und schließlich mit lachenden Kindern, die die Kerzen ausblasen. Jedes Lächeln, jedes Pusten passt sie solange an, bis der Moment absolut perfekt ist – als würde sie in einer Art Zukunfts-Photoshop ein dreidimensionales Video bearbeiten. Wie sie nur aus ihrem abgeschirmten Glaskasten heraus, ohne die reale Welt zu erleben und zu spüren, solche vollendeten Erinnerungen kreieren kann, ist für uns Normalsterbliche ebenso unerklärlich wie die Herkunft der immer stimmigen und immer überraschenden Bilder, die Villeneuve und Deakins hier zwei Stunden und 43 Minuten lang auf die Leinwand zaubern. Und ehrlich gesagt wollen wir es auch gar nicht verstehen – es einfach nur zu genießen reicht vollkommen. „Blade Runner“ ist ein Film zum Staunen und Bewundern. „Blade Runner 2049“ ist ein Film zum Staunen, zum Bewundern und noch viel mehr…

Fazit: Ganz selten hatten wir derart früh in einem Film das Gefühl, nicht einfach nur einen verdammt guten Blockbuster, sondern einen zeitlosen Klassiker zu sehen – und in den folgenden zweieinhalb Stunden gab es keine einzige Sekunde, die uns an unserem anfänglichen Gefühl zweifeln ließ.
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Kommentare

  • Micox

    Stimme ich zu.. das Widersehen mit Deckard war etwas erzwungen rau..
    Aber die komplette Sequent mit KI hätte um 50% gekürzt werden können.. Der Film war wirklich sehr lang teilweise auch langatmig in diesen Sequenzen..

  • Lukas H.

    Gestern endlich gesehen. Und ich war begeistert.

    Ich weiß zwar nicht ob ich dem Film 10 von 10 geben würde, da BR 2049 eher ein Film ist der im Abgang viel interessanter/besser/schlechter wird. Aber auf jeden Fall wieder Kino wie ich es liebe. Witzigerweise läuft der Film ja auch nicht sonderlich gut, da er der Mainstream-Masse zu langatmig, langweilig und prätentiös herkommen mag. Da hab ich auch Verständnis für. Aber ich zähle mich jedenfalls zu den Kinogängern die, der Erzählweise des "alten" Kinos angehören. TV-Serien haben dem Kino m.M. eh den Rang abgelaufen, weshalb es erfrischend ist mal wieder zu sehen wie in 160 Minuten eine solide Story mit tollen Bildern und Schauwerten erzählt wird. Diesen Spagat zu schaffen, eine Geschichte die nachhaltig begeistert in ca. 120 Minuten zu pressen ist vielen Filmen der neuen Zeit abhanden gekommen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.

    Ich war auf jeden Fall mal wieder sehr glücklich, dass sich für jede Szene Zeit genommen wurde. Show don't tell ist hier der passende Begriff. Wenn die Bilder dann natürlich von Roger Deakins eingefangen werden - umso besser. Ich denke Oscar für Kamera, Produktionsdesign und visuelle Effekte sollten schon dabei rausspringen.

    Generell ist der Film von der Optik, von der Machart und der Erzählweise Science Fiction wie ich sie am besten finde. Die Welt vor mir muss sich entfalten und mir muss nicht alles vorgekaut werden. Man stelle sich nur mal "Alien" ohne die Kamerafahrten durch die Nostromo vor. Der Schauplatz wäre total beliebig und hätte keinen eigenen Charakter. Die Welt in Blade Runner fügt sich der von 1982 nahtlos ein und erweitert sie an sinnvollen Stellen. Als ich die Aufnahmen der City gesehen habe, dachte ich mir: Bitte Denis Villeneuve, mach Bioshock!!! Wenn ich mir Rapture mit diesem Production Design und visuellem Stil vorstelle, komme ich ins Träumen :)

    Okay abgeschweift. Wusste garnicht, dass der Score von Hans Zimmer ist. Passt wie die Faust aufs Auge. Viel besser als bei Dunkirk. Zu den Darstellern: Klasse Besetzung, fand Ryan Gosling okay. Seine 2-3 Gesichtsausdrücke sind wahrscheinlich auch seinem Replikanten-Dasein geschuldet, aber insgesamt zufriedenstellend. Cool war auch der Cameo von Edward James Olmos. Jede kleinste Rolle war top besetzt. Jared Leto fand ich ein bisschen over the top und sehr schade, dass Harrison Ford erst so spät seinen Auftritt im Film hat. Er hat mich aber dann leider nicht umgehauen. Ein Held meiner Kindheit - ohne Frage - aber wenn ich ihn jetzt sehe und mir vorstelle, dass die tatsächlich Indy 5 mit ihm machen wollen kommen mir die Tränen. Hab das Gefühl, dass er nur noch gescheite Rollen vergangener Tage bekommt (Han Solo, Blade Runner, Indy4) abseits seiner alten Klassiker macht er ja nichts mehr, das in Erinnerung bleibt. Jammern auf höchstem Niveau.

    Insgesamt ein sehr guter Film, den ich mir gerne wieder anschauen werde. Schön auch das Ende...SPOILER...der Schnee. Eine schöne Hommage an Rutger Hauers Tod im ersten Teil. Wie die Schneeflocke auf Ryan Goslings Hand verschwindet und er quasi genauso wie Rutger Hauer stirbt, fand ich metaphorisch sehr künstlerisch und auch irgendwie schön. All those memories will be lost like snow in the palm of my hand. SPOILER Ende.

    Ich freue mich auf mehr Filme dieser Art.

  • Fain5

    Ich sage nicht, dass es knallen muss. Ich meine damit eher eine erkennbare Motivation. Die hatte ich bei Blade Runner nunmal nicht.

  • Fain5

    Hast du auch Argumente in diesem Fall oder willst du nur stänkern wie eine pubertäre Heulsuse?

  • Fain5

    Und du warst nochmal? Ach stimmt: unwichtig.

  • lentenlouis

    Das ist zwar ehrenwert, hat aber rein gar nichts mit filmischer Reife zutun. Du scheinst beim Plot nur so viel vertragen zu wollen oder können, wie er gerade noch auf's Silbertablett passt.

    Mit Kunst kannst du - so wette ich - auch nix anfangen. Da ist einfach keine Message drin. Ne? Im Kino schön berieseln lassen. Kenne Dich nicht, aber passt zu Dir.

  • Fain5

    Wie sich die elitären Filmfans immer gleich beleidigt fühlen weil nicht jeder mit nem Glas Rotwein da sitzt und über eine fünfminütige Einstellung einer leeren Halle philosophieren will. Das sind dann alles Neandertaler die noch mit Keulen auf die Jagd nach Frauen gehen, gell?

  • Fain5

    Das wird es sein...

  • Joachim K.

    Dieses "Tempo", dass Villeneuve hier an den Tag legt zusammen mit diesen Bildern. Für mich war das über 2h Folter. Positive Folter. Hatte mir am Abend vorher extra nochmal das Original angesehen und ich muss sagen, ich finde BR 2049 besser.
    Vor allem die Totalen in Verbindung mit der schauspielerischen Besetzung, großartig! Ich habe ihn geliebt und gefeiert. Das Beste was ich seit einer ganz Weile gesehen habe.
    Kann mich der Kritik (ausnahmsweise mal wieder) ausnahmslos anschließen.

  • Fain5

    Nicht persönlich nehmen? Du greifst im ersten Absatz direkt jeden an der nicht deiner Meinung ist...
    Und im letzten Absatz behauptest du dass jeder der GotG gut findet nicht in der Lage ist Meisterwerke zu erkennen.
    Das ist ziemlich anmaßend und zeigt, dass du einfach nur eingebildet bist und dich mit deiner Meinung über dieses "Meisterwerk" nur von anderen abheben willst. Das ist dir gelungen denn du zeigst, dass du zu der Gattung Mensch gehörst die nur schwarz und weiß sehen können. Glückwunsch.

  • Fain5

    Das darfst du ja auch so sehen. Ich sehe es nicht so. Aber ja It follows war richtig gut.

  • Der Eine vom Dorf

    Starke Antwort. :D

  • Der Eine vom Dorf

    Stimme dir vollkommen zu, was "Es" angeht. Für mich war bspw. noch "It Follows" (!!!) besser. Deutlich sogar.

    Bei "Blade Runner 2049" bin ich allerdings anderer Meinung. Ich bin überzeugt davon, gerade einen der besten Filme gesehen zu haben, die - nunja, die ich bisher gesehen habe. Also insgesamt. ;-)

  • Deliah C. Darhk

    Aber mir.

  • Micox

    Glückwunsch :)
    Macht mir immer noch nichts aus..

  • Deliah C. Darhk

    Ich bin immer noch glücklich verheiratet und schwanger.

  • Micox

    Ich finde wir sollten mal ausgehen.. :)

  • Deliah C. Darhk

    Da sind wir einer Meinung. :)

  • Micox

    Hmm.. Eine Großaufnahme kurz vorher und alles wäre geklärt gewesen.. Aber nein, nur Vehikel Interiour.. Viel Regen und BAM.. Meiner Meinung nach ein Fehler..

  • Micox

    Nein überhaupt nicht.. Ich hätte sie entweder ganz weggelassen, also nur noch Rick durch die Tür und bei K geblieben oder es hätte wesentlich mehr passieren müssen, aber ehrlich gesagt habe ich zu dem Zeitpunkt wirklich nur noch auf den Fade to black gewartet.. Der Film ist wirklich zu lange.. Insbesondere die SPOILER
    Hologram Tussi, hat viel zu viel Screentime gehabt..
    Hätte sie um 75% gekürzt und es hätte immer noch die gleiche Wirkung gehabt..

  • Fain5

    Langweilig fand ich den Film ja auch nicht. Nur im Rückblick sind einige Szenen unnötig in die Länge gezogen. Drive hat das zum Beispiel auch gemacht aber da hatte ich ständig das Gefühl dass es gleich einen großen Knall gibt (den es ja dann auch gab), weil die Atmosphäre so geladen war, was ich bei Blade Runner jetzt nicht hatte.

  • Hans H.

    Du bist ja echt enttäuscht. Und das hält mich vom Kinobesuch ab. Sind ja immerhin 3 Stunden und bei Filmen erwarte ich schon eine gute Story und Spannung. Wenn der Film primär von der Optik lebt - was ja auch einen Kinobesuch wert sein könnte - ist mir das jedoch zu wenig. Aber ich hadere. Denn alleine von der Optik wäre das schon ein Film fürs Kino, da ich eh nicht so oft ins Kino gehe (4mal im Jahr). Hmm.....

  • Deliah C. Darhk

    Ja, hat mich auch irritiert.
    SPOILER
    Es war zwar zu sehen, dass die in den Sturm brausten, aber dann war's einfach too much mit dem absaufenden Auto.
    Als finaler Kampf hingegen war die ganze Sequenz mir auf emotionaler Ebene dann doch zu dünn. Da war ja null Pathos drin. Dagegen war in BR1 Roys Sterbe-Monolog nach dem Kampf gegen Rick, wie auch der Kampf selbst, Oscar-Material (Also, im Vergleich, meine ich.).

    Warst Du denn mit der letzten Szene Rick/Ana zufrieden?

  • Micox

    Nein, den Kampf.. Da ist man auf einmal im Dunkeln irgendwo mit viel Wasser.. Super.. Fand ich etwas doof.

  • Deliah C. Darhk

    Ach so. Ich dachte Du meintest die letzte Szene, als SPOILER Rick Ana zum ersten Mal sieht.

  • Micox

    Kann sein, aber ich habe mich die ganze Zeit nur gefragt wo das sein soll..

  • Micox

    Betreten..? ich meinte den Kampf am Strand.. Oder was auch immer es war.. Da wird nichts von außen gezeigt.. Man weiß gar nicht wo das sein soll.. leider..

  • Deliah C. Darhk

    Anders gefragt: Hattet ihr bei 2D den Eindruck, optisch nicht voll bedient worden zu sein?

  • Deliah C. Darhk

    Gespielt hat er schon überzeugend. Nur seine Texte waren nicht auf dem gleichen Niveau.

  • Deliah C. Darhk

    SPOILER
    Im Deutschen sagt Deckard nur, er kenne die Wahrheit.
    Da wird nichts beantwortet.

  • Deliah C. Darhk

    Wieso? Das Gebäude wird in beiden Szenen von Aussebbgezeigt, wenn K, bzw Deckard es betreten.

  • Deliah C. Darhk

    Ich habe ihn auch eben gesehen.
    Zwar habe ich mich nicht gelangweilt, aber echte Spannung wie im Vorgänger kam bei mir auch nicht auf.
    Das Ende fand ich äusserst unbefriedigend, weil es da einach weder eun Ausrufe- noxh ein Fragezeichen für mich gab.
    Das Ende kam, ... und dann war's vorbei.
    Bei Blade Runner hatte die sich schliessende Aufzugtür wie ein Hieb in die Magengrube auf mich gewirkt. Bei 2049 war einfach nur zu sehen, was ich ohnehin schon wusste.Deckards Hand war zwar nett gefilmt, ereichte mich aber nicht emotional.

  • HalJordan

    Also ich hätte dem Film in der Tat 4 Sterne gegeben. "Prisoners" und "Enemey" gefielen mir bislang am Besten. Inzwischen wurde "Prisoners" jedoch von "Blade Runner 2049" überholt.

  • AtzeH

    Für maximalen Effekt geht nichts über Popcorn in der Tüte, außer du nimmst Möhren mit. Aber das war in diesem ruhigen Film wirklich sehr störend.

  • AtzeH

    Das Wichtige an ihm außer als neuer Schöpfer der Replikanten mit Gotteskomplex ist doch, dass er als "augmentierter" Mensch eigentlich künstlicher als seine "Produkte" ist.

  • AtzeH

    Was aber sehr wichtig ist, um die Atmosphäre des Originals zu erreichen. Und auch die war tatsächlich etwas quälend:)

  • AtzeH

    Ja, das ist in der Tat genial. SPOILER: Vor allem bringt er einen zum Nachdenken, ob eine Antwort auf die Frage tatsächlich so wichtig ist. Schließlich ist ja z.B. "Cyborg-Wallace" als Mensch eigentlich schon künstlicher als ein hundertprozentig biologischer Replikant :)

  • Micox

    Ja das war nicht gut umgesetzt.. Da hat eine Weitaufnahme gefehlt..

  • AtzeH

    Haben wir denselben Film gesehen? Ich habe auch vom Erzählstil her ein Werk wie den ersten Teil erwartet. 2049 ist vom Spannungsbogen her sogar deutlich besser als das Original, welches trotz der kürzeren Spielzeit wirklich quälende Längen hat (mir aber dennoch sehr gut gefällt).

  • Fain5

    Genau das hab ich auch gesagt: kein Spannungsbogen. Einfach nur dahingeplätscher.

  • Fain5

    Die Synchro ist wie fast immer in Deutschland top. Wie es mit der Übersetzung aussieht kann ich nicht sagen, da ich den O-Ton nicht kenne.

  • Fain5

    SPOILER: Es steht doch garnicht fest ob es von Tyrell geplant war. Er sagt doch "haben sie sich nie die Frage gestellt...?" Aber ich habe das eher so wahr genommen, als ob er ihn psychisch brechen will. Eine eindeutige Antwort hatte ich jetzt nicht ausgemacht und denke es ist Interpretationssache.

  • Micox

    Mitte..? Wo soll das sein?

  • Booman K.

    Nur weil der Film Descartes zitiert oder religiöse Bezüge aufweist, ist er lange noch nicht ein guter Film. Der Anspruch mag zwar höher sein, mitreißender und deutlich besser auf den Punkt gebracht finde ich bisher das Thema in Star Trek dennoch.

    ST: Next Generation - The Measure Of A Man
    ST: Next Generation - The Offspring

  • Micox

    Geiler Film.. Fantastischer Look.. Unglaublich sogar.. Genialer Score.. Bahnbrechend..
    Gosling genial.. Ford, naja.. Aber der Film ist leider einfach viel zu lang.. Viele Leute sind teilweise nach der Pause nicht mehr gekommen.. Und als der Film zu Ende war hat man aus den Reihen "Endlich" gehört..
    Glaube viele haben auch nicht ganz verstanden was der Plot war.. Ich ehrlich gesagt auch nicht 100%.. Vllt weil ich Blade Runner nur zur Hälfte gesehen habe.. Die letzte Szene war leider auch nicht perfekt.. Leider hat man nicht eingeführt wo diese Szene stattfindet bspw durch einen weiten Shot am Anfang.. Etwas verwirrend..

  • Fain5

    Wow und Argumente? Tut mir Leid aber 5 Minuten eine Halle zu Filmen ohne dass was passiert reicht für mich nicht um ein Meisterwerk zu kreieren. Und du fandest Letos Monolog total wichtig und wegweisend?

  • Fain5

    Da fängt es doch schon an. Ein Meisterwerk aber komischerweise hast du doch Sachen die dich stören?

  • Stephan Sch?r

    Eine Straffung würde dem Film glaube schon gut tun. Teilweise hat er sich arg gezogen.

  • Hans H.

    Letzteres muss ja nicht, geht ohnehin eher um die Fans des ersten Blade Runner(s). Da ich u.a. mit diesem aufgewachsen bin und ihn zig mal gesehen habe, werde ich mir den Kinobesuch nicht entgehen lassen. Ohne diesen zu kennen, wäre ich daran wohl kaum interessiert.

  • Fain5

    SPOILER: Ich finde Letos Rolle hätte man ersatzlos streichen können. Der war doch nur dafür da, um mal irgendwas pseudotiefsinniges in den Film zu labern.

  • Fain5

    Also ich kann beim besten Willen nicht erkennen, warum man diesen Film 5 Sterne gibt. Er hätte locker eine halbe Stunde kürzer sein können ohne das irgendwas wichtiges fehlt. Der Film war toll aber mein Verdacht, dass FS hier den Regisseurbonus hat spielen lassen erhärtet sich immer mehr. Aber immerhin war Ryan Gosling klasse. Mehr möchte ich jetzt nicht anmerken, da ich nicht spoilern möchte.

  • Fain5

    Nein. 3D ist hier mal wieder verschwendet. Zumindest stört es nicht.

  • ChiliPalmer

    Die letzte FS Kritik die ich gelesen habe war die von Es... dem geschriebenen konnte ich keine 9 Sterne abkaufen, nachdem ich den Film dann gesehen habe, hab ich mir selbst Recht gegeben... Jetzt kommt eine 10 * Kritik und bin mehr als skeptisch... ist der Film 10 Sterne wert, weil er so ein gute Fortsetzung ist oder weil der Film auch alleine so gut funktioniert?

  • Darth Doom

    Ich hab den Film heute gesehen und, auch wenn er sehr wenig Screentime hat, fand ich seine Performanz sehr gut.

  • HalJordan

    Hi hi. Leider war ich nicht im Urlaub. Wenn ich nicht gerade arbeiten war, verbrachte ich viel Zeit im Freien (vorausgesetzt das Wetter passte). Habe noch die letzten Festivitäten mitgenommen, bevor es merklich kühler wurde. Und darüberhinaus habe ich mir noch ein paar Filme im Kino angesehen. "Barry Seal", "Logan Lucky" und zuletzt "Es". Übrigens, der nächste Urlaub (Thailand) ist schon geplant. Zumindest die Grobplanung steht ;-)

    Der gute Chris wird sich spätestens am Sonntag melden. An diesem Tag wird der neue JL-Trailer erscheinen. ;-)

  • Fain5

    Moooment. Wir denken eigentlich gleich. Es ist für mich eine tolle Coming of Age Komödie hat aber als Horrorfilm versagt. Warum glaubst du jetzt, wegen den von dir genannten Pluspunkten, dass es gerechtfertigt ist, ihn als einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre zu sehen?

  • Hans H.

    Ja, irgendsowas ist da passiert. Hauptsache exzentrisch. Der Clown..... äh Joker. ;)

  • Hans H.

    Ich werde mich irgendwann für diese ganzen Fresser und Eis-Besteller rächen und mir nen Döner-Teller mit in die Vorstellung nehmen. Im ernst, ich hasse das auch wie die Pest. Bei Hellboy 2 saß ich mal ganz alleine im Kino. Was war das herrlich.

  • Sentenza93

    Hi. Hab mir schon Sorgen gemacht, warst so ruhig. :D Im Urlaub gewesen? :) Oder werf ich da was zeitig durcheinander? :D "Genie" genauso, der ist auch so ruhig.

  • Sentenza93

    Ok, Plätze sind reserviert. Ich freu mich wie ein Schnitzel. :D Kann nicht endlich Samstag sein? Denn dann kann ich ihn endlich gucken. :) Ich freue mich riesig für Villeneuve. :)

  • Booman K.

    Bitte steinigt mich nicht. Ich bin wirklich ein riesen Scifi Fan und thematisch eigentlich offen. Das Gerne Film Noir finde ich ebenfalls klasse. Aber mit Blade Runner bin ich einfach nicht warm geworden. Inzwischen habe ich mir den Film zwei mal angeschaut. Die Bilder sind klasse - aber darüber kann ich mich nicht wirklich mit irgend einem Charakter identifizieren und die Handlung ist ebenfalls über den Film hinweg wenig "brisant".

    Selbst in einer Folge Star Trek werden die Themen "künstliches Leben" und "Selbstbestimmung" in einer Folge mit Data besser uns tiefgründiger thematisiert (in knapp 40 Minuten). Irgendwie schafft das Blade Runner in 112 Minuten nicht ...

    Ich schaue mir Blade Runner noch ein drittes mal an - vielleicht war ich beide Male in der falschen Stimmung.

  • HalJordan

    Mir ging es genauso. Sowohl "Sicario", als auch "Prisoners" fand ich deutlich besser. 4,5 Sterne für "Arrival" sind in meinen Augen zu viel.

  • HalJordan

    Sehr schön. Gestern Abend habe ich mir zur Einstimmung nochmal "Blade Runner" angesehen. Die Vorfreude auf das Sequel war bei diesem Cast schon groß. Jetzt freue ich mich noch mehr darauf. Gehe ja selten ins IMAX-Kino, aber bei diesem Film muss das einfach sein.

    Hoffentlich erhält Roger Deakins auch endlich seinen ersten Oscar. Das ist schon lange überfällig. Hat er doch schon eine Reihe großartiger Arbeiten (u. a. "No Country for Old Men", "The Big Lebowski" und "Skyfall") abgeliefert.

  • Fain5

    Aber natürlich Es? :D

  • Fain5

    Im Ernst? Das heisst im Umkehrschluss, jeder Film mit wenig Einnahmen ist totale Scheisse? Und das in einem Blade Runner Thread?

  • Fain5

    Spontan mal Mama, Conjouring, Life. Oder generell jeder Film der mich gegruselt oder erschrocken hat. Das hat dieser hier nämlich nicht.

  • G.i. Ro

    hey, was für kurzfilme meinst du ?:)

  • Michael B.

    Kann es kaum erwarten...Montag im iSens Saal. :)

  • Fain5

    Gut ausgeführt. Ich halte es da wie Billy Joel: Darling i do´nt know why i go to extremes :-P

  • Fain5

    Prisoners und Arrival waren sehr gute Filme. Sicario fand ich ok und Enemy war sehr sperrig aber interessant. Da kann ich persönlich nicht von Garant sprechen auch wenn ich guter Dinge bin. Aber wir wissen alle wie FS nunmal ist, wenn sie einen Lieblingsregisseur haben.

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