In den vergangenen Tagen landeten so einige Highlights bei Netflix. So könnt ihr seit vergangener Woche etwa wieder Michael Manns meisterhaften Auftragskiller-Thriller „Collateral“ auf der Streamingplattform mit dem roten N streamen, und auch der erst im Oktober in den Kinos gestartete „Venom: The Last Dance“ steht bereits für alle Abonnentinnen und Abonnenten zur Verfügung. Im Falle des jüngsten Krachers mussten all jene, die ihn auf der Leinwand verpasst haben, aber sogar noch kürzer warten.
Denn „Sikandar“ startete am 29. März 2025 in den deutschen Kinos und ist seit dem Wochenende nun auch schon bei Netflix! Verglichen zu großen Hollywoodfilmen wurde der Action-Thriller aus Indien traditionsgemäß mit vergleichsweise wenigen Vorstellungen bundesweit bedacht. Sollte der neue Film mit Actionstar Salman Khan („Tiger 3“) also in keinem Filmtheater in eurer Nähe im Programm gelandet sein, habt ihr nun bereits die Möglichkeit, ihn im Streaming nachzuholen.
„Sikandar“ ist das jüngste Beispiel aus einer ganzen Reihe von indischen Großproduktionen, die es in die hiesigen Lichtspielhäuser brachten und wenig später auch schon bei Netflix landeten. Dort findet ihr ihn so unter anderem zahlreichen Highlights wie etwa „Jawan“ und „Pathaan“ mit Shah Rukh Khan, der „A History Of Violence“-Neuverfilmung „Leo“ sowie natürlich „RRR“, der sowieso zu den größten Action-Geniestreichen der vergangenen Jahre zählt (findet übrigens auch „Avatar“-Macher James Cameron).
Das ist "Sikandar"
Im Zentrum des Geschehens steht der Titelheld Sanjay „Sikandar“ Rajkot (Salman Khan), der eines Tages dazwischen geht, als sich der Ministersohn Arjun (Prateik Patil Babbar) an einer jungen Frau vergehen will. Und das hat Konsequenzen: Sikandar landet hinter Gittern ...
... und auch wenn er wenig später freikommt, ist schon bald nichts mehr, wie es einmal war. Seine Frau Saishiri (Rashmika Mandanna) stirbt bei einem Bombenanschlag, just als sie ihrem geliebten Ehemann mitteilen will, dass sie ein gemeinsames Kind erwarten. Doch damit endet ihre gemeinsame Geschichte noch nicht. Saishiri spendete ihre Organe an Menschen, für die diese überlebensnotwendig sind. Also forscht Sikandar jene Leute aus, in denen seine Frau gewissermaßen weiterlebt, und beschließt, ihnen zu helfen. Und dabei bekommt er es unter anderem auch mit allerhand finsteren Kerlen zu tun.
Der neue Film von A.R. Muragadoss erinnert ein Stück weit an das Will-Smith-Drama „Sieben Leben“, dürfte sich am Ende aber wohl vor allem mit den auf Krawall gebürsteten Actionsequenzen ins Gedächtnis brennen, in denen das Blut in prächtiger Superzeitlupe quer in alle Richtungen spritzt. So ganz rund scheint der Mix aus Drama und Spektakel jedoch nicht gelungen zu sein: Auch wenn FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen 3,5 von 5 möglichen Sternen vergibt, lassen nur sechs Prozent positive Kritiken bei Rotten Tomatoes sowie eine Durchschnittswertung von 4.1/10 bei der IMDb eher eine Enttäuschung vermuten. Zudem floppte die mit einem Budget von über 23 Millionen Dollar für indische Verhältnisse durchaus kostspielige Produktion an den Kinokassen und konnte noch nicht einmal seine reinen Produktionskosten wieder einspielen.
Der Autor dieses Films hat mal einen Blick riskiert und findet: Zumindest die Over-the-Top-Action ist stark inszeniert und macht durchaus Laune, wenn man sie nicht allzu ernst nimmt! Uneingeschränkt empfehlen kann er indes den weiter oben erwähnten „Jawan“. Was das epische Highlight aus dem Jahr 2023 auszeichnet, könnt ihr hier nachlesen:
167 Minuten perfektes Blockbuster-Kino: Auf Netflix gibt's den besten Actionfilm des Jahres