Bereits vor dem Kinostart von „Barbie“ (und damit auch bevor der Film als Milliarden-Hit Geschichte schrieb) wurde von einem neuen Kino-Kosmos gesprochen, der selbst dem Marvel Cinematic Universe Konkurrenz machen könnte. Denn es war bereits von 45 (!) weiteren Filmen die Rede, die auf Greta Gerwigs quietschbunte und dennoch bitterböse Satire folgen sollten – alle basierend auf populären Spielzeugmarken aus dem Hause Mattel! Zwei Jahre später kommt nun endlich ein wenig Schwung in die Sache.
Wie Deadline zunächst exklusiv berichtete, scheint das für die Leinwandadaption(en) verantwortliche Studio Warner Bros. nun einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Demzufolge habe man in Jon M. Chu den Regisseur für die geplante „Hot Wheels“-Verfilmung gefunden.
Das ist Jon M. Chu
Der gebürtige Amerikaner begann seine Karriere als Regisseur mit einem Fokus auf Tanz und Musik, war so lange Zeit vor allem für seine Musikvideos und seine Webserie LXD bekannt, die er schließlich als Sprungbrett für seine Kino-Karriere nutzte. Nach dem Motto „Schuster, bleib bei deinen Leisten“ inszenierte er mit „Step Up To The Streets“ und „Step Up 3D“ so auch zunächst zwei Filme, mit denen er seine Erfahrung ausspielen und seine großen Stärken in Szene setzen konnte.
Im Laufe der Jahre begann Chu jedoch, seinen Horizont Stück für Stück zu erweitern – etwa mit Filmen wie dem magischen Heist Movie „Die Unfassbaren 2“, der RomCom „Crazy Rich“ und dem Sommer-Musical „In The Heights“. Seinen mit Abstand größten Erfolg feierte Jon M. Chu jedoch mit „Wicked“, der Adaption des gleichnamigen Musicals, das im Vorjahr zum Publikumshit avancierte. Mit einem Einspielergebnis jenseits der 750 Millionen Dollar und zehn Nominierungen sowie zwei Auszeichnungen bei den Oscars war Teil 1 der „Zauberer von Oz“-Vorgeschichte ein Erfolg auf ganzer Linie. Mit „Wicked: Teil 2“ kommt bereits am 20. November 2025 die Fortsetzung zum Kassenschlager in die Filmtheater. Doch auch danach wird Jon M. Chu wohl keine allzu große Verschnaufpause haben.
Eine Spielzeug-Verfilmung – mal wieder!
Spielzeug- und Videospiel-Adaptionen erfahren aktuell einen gewaltigen Hype – und solange so unterschiedliche Interpretationen wie „The Last Of Us“ oder „Ein Minecraft Film“ derartige Erfolge einfahren, dürften uns in Zukunft wohl noch viele weitere Stoffer dieser Art auf der Leinwand und den TV-Bildschirmen erwarten. Der frischgebackene „Hot Wheels“-Macher betritt mit seinem kommenden Projekt übrigens nur bedingt Neuland, denn auch wenn es viele vielleicht gar nicht wussten oder schon wieder vergessen haben: Jon M. Chu inszenierte auch schon den auf Hasbros titelgebendem Actionspielzeug basierenden „G.I. Joe: Die Abrechnung“! Der Film war zwar weder ein Meisterwerk noch ein Megahit, aber immerhin halbwegs profitabel und mindestens so gut wie sein Vorgänger („G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra“).
„Hot Wheels“ wird als Actionfilm angepriesen, der auf der gleichnamigen, weltberühmten Spielzeugautoreihe basiert und soll „einige der heißesten und elegantesten Vehikel der Welt in Szene setzen“. Am Ende soll es darin aber um „mehr als Geschwindigkeit“ gehen – nämlich auch um „Vorstellungskraft, Verbundenheit und den Nervenkitzel des Spielens“, so Chu. Zugleich lassen die ersten Details durchaus auch auf eine potenzieller Konkurrenz für „Fast & Furious“ hoffen – oder womöglich sogar auf eine Übergabe des Staffelstabs, sollte die Vin-Diesel-Saga mit dem kommenden elften Teil tatsächlich ein Ende finden.
Übrigens: „Hot Wheels“ ist nicht die einzige Spielzeug-Verfilmung, die Auto-Aficionados auf dem Schirm haben sollten. Auch der kommende „Matchbox“-Film verspricht qualmende Reifen und grölende Motoren sowie ein prominent besetztes Spektakel:
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