„Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ galt für viele als einer der meisterwarteten Hollywood-Blockbuster der letzten Jahre. Schließlich kehrte Schauspiel-Urgestein Harrison Ford ganze 15 Jahre nach „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ sowie über vier Dekaden nach dem ikonischen ersten Teil „Jäger des verlorenen Schatzes“ noch einmal in seiner großen Paraderolle (neben Han Solo) für eine Abschiedsvorstellung zurück. Und das ließ sich Disney auch einiges kosten.
FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen konnte den Abenteuerfilm, bei dem übrigens nicht mehr Steven Spielberg, sondern James Mangold („Le Mans 66“) Regie führte, beim Cannes Filmfestival 2023 sehen – und sprach in seiner im Anschluss veröffentlichten Kritik von einem „kolportierten Budget von fast 300 Millionen Dollar“. Denn das war zu jener Zeit der Stand der Dinge. Und auch wenn der Film damit bereits zu den 20 teuersten Filmproduktionen aller Zeiten zählte, zeigen neue Zahlen nun, dass Disney noch weit mehr Geld in das Projekt investierte.
Unter Berufung auf Disneys Finanzunterlagen berichtet Forbes nun, dass sich die Produktionskosten von „Indiana Jones und das Rad des Schicksal“ tatsächlich auf unfassbare 419 Millionen Dollar beliefen. Damit prescht der Film sogar in die Top 5 der kostspieligsten Filme der Kinogeschichte vor – was vor allem deswegen für Schlagzeilen sorgt, weil das fünfte „Indy“-Abenteuer als einziges Werk auf den vordersten Rängen an den Kinokassen nicht performte.
Gemessen an den 290 Millionen Dollar, mit denen die Ausgaben zunächst beziffert wurden, soll der Film im Kino bereits 134 Millionen Dollar Verlust gemacht haben. In Anbetracht des Zahlen-Updates scheint es nun allerdings ganz so, als würde sich „Das Rad des Schicksals“ neben „Lone Ranger“ und „John Carter - Zwischen zwei Welten“ in die Riege der größten Disney-Kassenflops überhaupt einreihen-
"Indiana Jones und das Rad des Schicksals" ist (dennoch) ein würdiger Abschluss
Die Box-Office-Bruchlandung erfolgte, nachdem die ersten Kritiken zum Film bestenfalls gemischt ausfielen. Zwei Jahre später zeigt sich, dass der Film gemessen am Prestige der populären Filmreihe zwar nur mittelmäßig, gesondert betrachtet aber durchaus gut ankommt.
Bei Rotten Tomatoes sind aktuell (Stand vom 3. Oktober 2025) immerhin 71 Prozent der Kritiken sowie beachtliche 87 Prozent der Publikumsstimmen positiv, bei der IMDb liegt man mit 6,5 von 10 möglichen Sternen zwar weit hinter der legendären „Original-Trilogie“, aber dennoch ein gutes Stückchen vor dem direkten Vorgänger. Und auch wir von FILMSTARTS finden: Teil 5 ist zwar kein grandioses, aber ein würdiges Finale. Unser Chefkritiker vergab so am Ende gute 3,5 Sterne. Sein Fazit:
„Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ kann es zwar nicht mit den ersten drei Filmen der Reihe aufnehmen, ist aber gut genug, dass Indy jetzt besten Gewissens Hut und Peitsche an den Nagel hängen kann.
Zur teuersten Filmproduktion, die es je gab, fehlen „Indy 5“ am Ende aber immer noch mehr als 100 Millionen Dollar. Welcher Film das Ranking weiter unangefochten anführt, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel: Nur so viel sei schon mal gesagt: Der Spitzenreiter stammt ebenfalls aus dem Maushaus...
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