Obwohl wir Don Johnson mittlerweile auch als rassistischen Großgrundbesitzer aus „Django Unchained“, als gnadenlosen Gefängnisaufseher aus „Brawl In Cell Block 99“ oder als Mitglied des zwielichtigen „Knives Out“-Familienclans kennen, werden ihn vor allem „Miami Vice“-Fans wohl auf ewig mit der Rolle des James „Sonny“ Crockett in Erinnerung behalten. Das weiß sicherlich auch Johnson selbst, der auch keine Zeit vergeudete, als es darum ging, sein durch die Kultserie manifestiertes Image umzukrempeln.
1989 – und damit im selben Jahr, in dem „Miami Vice“ zu Ende ging – stand er so etwa für Kultfilmer John Frankenheimer („Ronin“) vor der Kamera, um sich fernab des poppig-bunten Miami von seiner dunklen Seite zu zeigen. Das Ergebnis war zwar nur bedingt von Erfolg gekrönt, wird gerade von Fans ruppig-rauer Genrekost aber bis heute verehrt – und feiert in der kommenden Woche endlich seine HD-Premiere: „Dead Bang - Kurzer Prozess“ erscheint am 23. Oktober 2025 zum ersten Mal auf Blu-ray!
Verleiher PLAION PICTURES legt die Erstauswertung in High Definition als limitierte Edition im Mediabook auf, die den Film zusätzlich auch auf DVD enthält. Im Vergleich zur längst vergriffenen alten DVD-Auflage* ziert die kommende Auswertung das ikonische Kinopostermotiv des Films. Wir finden: eine richtig gute Wahl! Alternativ gibt's den Film mittlerweile auch digital, etwa bei Amazon Prime Video*.
Das erwartet euch in "Dead Bang - Kurzer Prozess"
Der desillusionierte Polizist Jerry Beck (Don Johnson) ist geschieden und dem Alkohol verfallen. Doch als ein Kollege ermordet wird, erwacht in ihm neuer Ehrgeiz. Seine Ermittlungen führen ihn in eine kleine Stadt, in der er schließlich auf eine gefährliche rechtsradikale Organisation stößt. Zu allem Überfluss stellen sich ihm auch noch die wenig kooperativen lokalen Behörden in den Weg. Er scheint also schon die richtige Spur zu verfolgen – und findet sich ehe er sich versieht in einer gnadenlosen Hatz, die ihn immer wieder dazu zwingt, nach seinen eigenen Regeln zu arbeiten und den „Dienst nach Vorschrift“ ad acta zu legen...
Am Ende ist „Dead Bang“ kein allzu außergewöhnliches, aber durchaus stimmungsvolles Genrewerk, bei dem all jene an der richtigen Adresse sind, denen der Sinn nach handfester Actionthriller-Kost der alten Schule steht. Auch wenn das Ganze lose auf dem Leben des von Johnson gespielten Jerry Beck basiert, hakt es am Ende vor allem am Drehbuch. Gerade die schnörkellose, derbe Action sowie ein überzeugender Hauptdarsteller machen den Film aber dennoch zu einem kurzweiligen Unterfangen.
Auch Ex-007 Daniel Craig zeigte sich nach seinem Bond-Abschied zuletzt in einer ziemlich untypischen, aber großartigen Rolle – in einem außergewöhnlichen Film, der kürzlich Heimkino-Premiere feierte:
Ex-Bond Daniel Craig in der "vielleicht besten Performance seiner Karriere": Außergewöhnliche Kino-Erfahrung findet ENDLICH den Weg ins Heimkino*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.
Dieser Artikel basiert auf einem bereits auf FILMSTARTS erschienenen Beitrag.