George Lucas hat sich mit der „Krieg der Sterne“-Saga unsterblich gemacht – und wird wohl auf ewig mit den Abenteuern in der weit, weit entfernten Galaxis assoziiert werden. Doch noch bevor er Luke Skywalker, Han Solo und Leia auf ihre unvergessliche Reise schickte, macht er neben Steven Spielberg, Brian De Palma und Francis Ford Coppola bereits als eine der großen Regie-Hoffnungen des neuen Hollywoods von sich reden. Etwa mit seinem zunächst als Studentenfilm konzipierten „THX 1138“ sowie natürlich mit seiner Coming-of-Age-Komödie „American Graffiti“, die 1973 weit mehr als 100 Millionen Dollar einspielen konnte und damit zum dritterfolgreichsten Film des Jahres (hinter „Der Exorzist“ und „Der Clou“) avancierte.
Doch erst nach dem Erfolg von „Star Wars“ ergab sich für Lucas die Möglichkeit, seine Box-Office-Sensation tatsächlich fortzusetzen. Die Regie gab er letztlich zwar an Bill L. Norton („Convoy“, „Twilight Zone“) ab, als Produzent stand er mit seiner Firma Lucasfilm aber dennoch voll und ganz hinter dem Projekt. Und zwar sogar so sehr, dass er „The Party Is Over… Die Fortsetzung von American Graffiti“ alias „More American Graffiti“ am 3. August 1973 in die Kinos brachte – am selben Tag, an dem sein guter Kumpel Francis Ford Coppola mit einem gewissen Film namens „Apocalypse Now“ an den Start ging!
Von einer direkten Konkurrenz konnte am Ende allerdings keine Rede gewesen sein. Während Coppolas Kriegsfilm-Meisterwerk bis heute als einer der besten Filme der Kinogeschichte gilt, dürften viele „American Graffiti 2“ bis heute nicht gesehen, vielleicht sogar noch gar nie davon gehört haben. Wer die ein Stück weit in Vergessenheit geratene, aber durchaus spaßige Sause nachholen will, bekommt diese Woche die Möglichkeit dafür:
Während der Film aktuell nirgends – also weder im Abo noch gegen Aufpreis – gestreamt werden kann und die Uralt-DVD kaum noch wo aufzutreiben ist, erscheint „More American Graffiti“ am 7. November neu auf Blu-ray!
Dem Backcover der Neuauflage zufolge richtet sich die Veröffentlichung übrigens an Puristen, denen es dabei einzig und allein um den Film selbst geht. Während dieser sowohl im englischen Originalton als auch in der deutschen Synchronfassung vorliegt und zumindest deutschsprachige Untertitel mit an Bord sind, gibt es zusätzlich keinerlei Bonusmaterialien. Gut genug, um dieses eher unbekannte Kapitel in der Vita von George Lucas nachzuholen, ist das aber natürlich trotzdem!
Das ist "More American Graffiti"
Es geht zurück in die 60er – und damit nicht nur zurück ins Leben von Steve (Ron Howard), Joe (Bo Hoskins), John (Paul Le Mat) und Co., sondern auch in eine Zeit der Umbrüche, geprägt von Hoffnung und Gewalt, vom Hippietum und dem Vietnamkrieg. Und von Träumen.
Die alten Teeniefreunde sind mittlerweile in einem neuen Lebensabschnitt angekommen. Statt heimlichen Knutschereien auf der Autorückbank herrscht nun freie Liebe. Sie cruisen nicht mehr ziellos durch die Gegend, sondern finden langsam ihren Platz in der Welt – für deren Frieden sie voller Überzeugung eintreten. Zwischen Bob Dylan, The Doors und Simon & Garfunkel ist es nun an der Clique, die gesellschaftliche Aufbruchstimmung für sich zu nutzen – und nicht nur Erinnerungen für die Zukunft zu schaffen, sondern nebenbei auch irgendwie erwachsen zu werden…
Eine andere, ebenfalls ziemlich unbekannte (und total skurrile) Fortsetzung eines legendären Sci-Fi-Klassikers kehrte kürzlich übrigens ebenfalls ins Heimkino zurück. Nähere Details zum kinderfreundlichen Ableger eines einst sogar indizierten Krachers erwarten euch hier:
Neu im Heimkino: Die unbekannte (und ungewöhnliche) Fortsetzung eines lange Zeit indizierten Sci-Fi-Kultfilms*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.