„Liebe Avatar-Fans... Pandora braucht uns (das ist keine Übung)“ beginnt ein Auftruf, der auf dem größten Subbreddit zu James Camerons „Avatar“-Reihe mit fast einer Million Nutzer*innen veröffentlicht wurde. In dem von über 1.000 Leuten unterstützen und hundertfach diskutierten Beitrag geht es darum, die Zukunft der Reihe sicherzustellen. Vom Kinoerfolg von „Avatar 3: Fire And Ash“ hänge schließlich ab, ob „Avatar 4“ und „Avatar 5“ kommen.
Und einige Fans sind in Sorge. Schon jetzt ist abzusehen, dass der aktuell bei einem Einspielergebnis von rund 1,3 Milliarden Dollar stehende „Fire And Ash“ deutlich hinter den Ergebnissen der Vorgänger „The Way Of Water“ (2,3 Milliarden Dollar) und „Aufbruch nach Pandora“ (2,7 Milliarden Dollar) zurückbleiben wird. Diese Fans fürchten scheinbar, dass Disney deswegen den Stecker zieht.
Geht noch mal ins Kinos – und nehmt Leute mit
In dem Aufruf werden daher alle „Avatar“-Fans aufgefordert, „Fire And Ash“ mehr als einmal im Kino anzuschauen – und am besten auch immer noch Geschwister und Freund*innen mitzubringen. „Jeder Dollar zählt. Jedes kleine bisschen summiert sich zu etwas Großem“, heißt es so.
Nicht alle „Avatar“-Fans sind übrigens überzeugt, ob das wirklich der richtige Weg ist. Im populärsten Antwort-Thread im Fanforum auf das Ansinnen wird so darauf verwiesen, dass es gerade angesichts der wirtschaftlichen Lage fast schon logisch sei, dass vom dritten Teil weniger eingespielt werde. So wird ausgeführt und von einigen Leuten auch an ihrer eigenen Situation dargelegt, dass sie sich schon einen einzelnen Kinobesuch kaum leisten können. Entsprechend ist es für diese fast ausgeschlossen, gleich mehrfach in denselben Film zu gehen. Zudem wird bezweifelt, ob das zusätzliche Engagement überhaupt nötig sei. Der Film habe schließlich schon eine gute Summe eingespielt – und das trifft auch unserer Meinung nach den Nagel auf den Kopf.
Wir sind überzeugt: "Avatar 3" ist bereits erfolgreich genug
Bei Disney dürfte niemand fest davon ausgegangen sein, dass „Avatar 3“ an das Ergebnis der Vorgänger heranreicht. Wir vermuten sogar, dass man zwar auf etwas mehr zum jetzigen Zeitpunkt gehofft, sich das Einspielergebnis aber in einem Korridor befindet, mit dem man kalkuliert hat. Wenn der Film unter einer Milliarde Dollar geblieben wäre, dann hätte man die Sequels womöglich ernsthaft in Frage gestellt.
So ist „Avatar“ aber auch weiterhin ein finanziell verdammt einträgliches Franchise für das Maushaus. Dort wird man James Cameron also unserer Ansicht nach keine Steine in den Weg legen, wenn er „Avatar 4“ und „Avatar 5“ in Angriff nehmen will. Es wurde ja sogar bereits Vorarbeit geleistet. Die Drehbücher sind komplett geschrieben, für „Avatar 4“ wurden sogar bereits eine ganze Menge Szenen gedreht. So gibt es zahlreiche, an die bisherigen Ereignisse anknüpfende Aufnahmen mit dem Jungcast, die bereits gefilmt wurden, weil dieser sonst älter werden. Der Großteil des Films soll dann aber nach einem Zeitsprung von sechs Jahren spielen und muss noch gedreht werden.
Dass Cameron bereits ankündigte, einen Weg zu finden, wie die Sequels auch günstiger produziert werden, dürfte zudem den Fortgang erleichtern. Aktuell scheint aber ohnehin gar nicht Disney, sondern mehr der Filmemacher selbst der Flaschenhals zu sein. Cameron hat deutlich durchblicken lassen, dass er gerne zur Abwechslung jetzt mal ein ganz anderes Projekt einschieben möchte. Daher kann man schon ein wenig skeptisch sein, ob „Avatar 4“ wirklich – wie ursprünglich angekündigt – im Dezember 2029 in die Kinos kommt und „Avatar 5“ dann im Dezember 2031 folgt. Da halten wir eine Verschiebung für realistisch. Die Filme zu machen, dürfte aber weiterhin der Plan sein.
Mehr zu den Plänen für die Fortführung des Franchise gibt es auch im folgenden Artikel:
Nach "Avatar 3": James Cameron bestätigt Action-Superstar für "Avatar 4" & "Avatar 5" – und rückt endlich mit neuen Details raus!