9 Jahre mussten Fans warten – jetzt kommt dieser starbespickte Blockbuster ins Heimkino
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.

Action, Witz und Schauwerte: Die mit einem großen Starensemble besetzten „Die Unfassbaren“-Filme sind Räuberpistolen mit Magierkniff. Jetzt kommt der vom „Venom“-Regisseur inszenierte, dritte Teil ins deutsche Heimkino.

Absurde Diebstähle, wilde Tricksereien, doppel- bis dreifachbödige Masterpläne und ein herrlich aufgelegtes Ensemble: Das „Die Unfassbaren“-Franchise zeigt, was passieren würde, wäre die „Ocean's“-Crew besessen von Bühnen- und Straßenmagie! Der erste Teil erschien 2013, 2016 folgte der zweite Teil.

Über eine weitere Fortsetzung wurde jahrelang spekuliert, aber erst 2025 war es so weit: „Die Unfassbaren 3“ war mit Einnahmen von 243,7 Millionen Dollar ein Achtungserfolg – und ein vierter Teil der Räuberpistole voller Illusionen ist bereits in Arbeit! Jetzt aber erobert Teil drei erst einmal das Heimkino, denn am 6. März 2026 erscheint „Die Unfassbaren 3“ auf DVD, Blu-ray und 4K-Disc!

Die Discs kommen mit Bonusmaterial daher, darunter acht Featurettes und zahlreiche Deleted & Extendes Scenes. Auch ein Audiokommentar von Regisseur Ruben Fleischer („Zombieland“) und Produzent Bobby Cohen ist angekündigt. Wer auf die Extras und die physische Komponente verzichten kann, hat die Option, „Die Unfassbaren 3“ als VOD zu beziehen, etwa via Amazon Prime Video*.

Darum geht es in "Die Unfassbaren 3"

Einst haben (in wechselnder Besetzung) Die Vier Reiter mit aufwändigen, raffinierten Tricks dafür gesorgt, dass gierige, mächtige und ausbeuterische Leute gedemütigt werden und ordentlich Geld an Ärmere verlieren. Seit das Quartett spurlos verschwunden ist, füllt aber ein von Illusionen jeglicher Art begeisterter Nachwuchs diese Lücke: Taschendiebin June (Ariana Greenblatt), Bühnenmagier Charlie (Justice Smith) und Top-Imitator Bosco (Dominic Sessa).

Doch dann wird Illusions-Ikone J. Daniel Atlas (Jesse Eisenberg) auf das Trio aufmerksam und rekrutiert es, um mit ihm das Blutdiamanten-Imperium der schmierigen Veronika Vanderberg (Rosamund Pike) niederzuringen. Es ist jedoch eine Mission, die so knifflig und gefährlich ist, dass sich letztlich auch Mentalist Merritt McKinney (Woody Harrelson), Entfesselungskünstlerin Henley Reeves (Isla Fisher) und Kartenzauberer Jack Wilder (Dave Franco) zurückmelden...

Tricks, Kniffe und Gier-Vergeltung treffen auf Abu-Dhabi-Werbeclip

Robin-Hood-Mentalität, enorme Freude am Entertainment-Glanz, wie sie nach Las Vegas gehört, und ein an die „Ocean's“-Truppe erinnerndes Selbstvertrauen in komplexe Pläne sowie flinke Improvisationskünste: Die (über) Vier Reiter sind eine heroische Popcornkino-Gang, die diebische Freude bereiten kann. Der Verfasser dieses Heimkino-Tipps hat aufgrund besagtem Zutatenmix eine nicht-ganz-so-heimliche Sympathie für die „Die Unfassbaren“-Reihe, auch wenn er an jedem einzelnen Film so manches zu mäkeln hat.

„Die Unfassbaren 3“ hat zumindest für mich den größten Schmiss innerhalb der Filmreihe: Das Mehr an Figuren mündet in ein Mehr an Verbalscharmützeln, Humorfarben und an beweglichen Teilen im erzählerischen Verwirrspiel. Und die Setpieces sind echt abwechslungsreich! Sie reichen von einem Betrug, Irreführung und Geschick vereinenden Diebstahl in Belgien über eine witzige Kampfsequenz in einem Haus voller optischer Täuschungen bis hin zu einer pfiffig inszenierten Verfolgungsjagd in Abu Dhabi.

Dass diese launige „Großkapitalismus ist böse, mehr Macht für die kleinen Leute!“-Räuberpistole aber ausgerechnet letztgenannten Ort inszeniert, als sei dies ein Tourismuswerbespot, hat mehr als ein Geschmäckle. Um diese kognitive Dissonanz wenigstens szenenweise vergessen zu machen, muss „Gone Girl“-Star Rosamund Pike schon ihre gesamte, charmant-abartige Boshaftigkeit in die Waagschale legen und „Venom“-Regisseur Fleischer die Reiter mit „Looney Tunes“-haftem Affenzahn durch spaßig-verwirrende Bauten hetzen.

Das passiert in Begleitung der triumphal-kecken Reiter-Erkennungsmelodie des Komponisten Brian Tyler und wird mit einer ordentlichen Prise Augenzwinkern garniert. Das reicht, aller Doppelzüngigkeit zum Trotz, für leichtfüßig-rasante Irrwitz-Gaunereien – und für Mordsbock auf Teil vier, der hoffentlich nicht erst in neun Jahren ins Kino kommt!

Und wenn ihr nach „Die Unfassbaren 3“ zwecks Abwechslung einen deftigen 80er-Jahre-Reißer irgendwo zwischen Kriegs-Action, Abenteuer und Diebeskomödie sehen möchtet, tja, dann schreit der folgende Film nach euch:

Brachiale Mischung aus Kriegsfilm und Action-Abenteuer: 80er-Kult erscheint zum ersten Mal ungekürzt in Deutschland

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