Nach dem größten Kino-Hit 2024: Neues Sci-Fi-Abenteuer der "Alles steht Kopf"-Macher sorgt für Negativrekord
Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Filme, Serien, Videospiele. Markus brennt schon seit Kindertagen für so ziemlich alles, was über Bildschirme und Leinwände flimmert.

Mit „Alles steht Kopf 2“ hat die legendäre Animationsschmiede Pixar den erfolgreichsten Film in ihrer Geschichte und des Jahres 2024 vorgelegt. Das spaßige Science-Fiction-Spektakel „Elio“ kann daran nun leider nicht anknüpfen.

Alles steht Kopf 2“ schlug 2024 ein wie eine Bombe. Die gelungene Fortsetzung zum Pixar-Hit von 2015 avancierte mit einem weltweiten Einspiel von fast 1,7 Milliarden Dollar zum erfolgreichsten Kinofilm des Jahres – und löste zudem „Die Unglaublichen 2“ als erfolgreichsten Pixar-Film überhaupt ab.

Somit stand von Anfang an fest, dass das neue Pixar-Abenteuer „Elio“ es schwer haben würde, an diesen Mega-Erfolg anzuknüpfen, zumal das zu Disney gehörende „Toy Story“-, „Cars“- und „Findet Nemo“-Studio damit einen neuen Original-Stoff vorlegt und sich nicht auf eine etablierte Marke stützt. Doch wird man nun wohl nicht mal annähernd in „Alles steht Kopf 2“-Sphären vordringen können.

Mit 21 Millionen Dollar (USA) respektive 35 Millionen Dollar (weltweit) am vergangenen Wochenende verzeichnete der rund 150 Millionen teure „Elio“ den schlechtesten Start eines Pixar-Films überhaupt – noch hinter dem Original-Stoff „Elemental“ (2023), dem während der Corona-Schließungen angelaufenen „Onward“ (2020) und dem „Toy Story“-Ableger „Lightyear“ (2022).

So schneidet "Elio" in Deutschland ab

Auch in den deutschen Kinos blieb das turbulente Weltraum-Abenteuer des titelgebenden Jungen, der von Aliens fälschlicherweise für den Botschafter der Erde gehalten wird, hinter den Erwartungen zurück. Mit knapp über 50.000 gelösten Tickets laut Hochrechnungen von InsideKino reichte es nur für Platz 4 in den Kino-Charts. Damit schnitt man nicht viel besser als der bereits seit einem Monat in den Lichtspielhäusern laufende Action-Kracher „Mission: Impossible - The Final Reckoning“ ab (ca, 45.000 Besucher*innen)

Direkt vor „Elio“ kann Disney selbst einen Monat nach Kinostart indes weiter große Erfolge mit „Lilo & Stitch“ feiern. Gut 90.000 weitere Besucher und Besucherinnen bescherten dem Live-Action-Remake Bronze in den deutschen Charts und hievten die Gesamtzahlen über die 2,5-Millionen-Marke. Weltweit steht man inzwischen bei einem Einspiel von 910 Millionen Dollar und ist damit auf dem besten Wege, die Milliarde zu knacken.

Keine Chancen gegen Drachen und Zombies

Erfolgreichster Neustart sowohl hierzulande als auch in Übersee ist derweil das heißerwartete Zombie-Sequel „28 Years Later“, das bei uns etwas mehr als 100.000 Menschen in die Filmtheater lockte und bislang auf ein globales Einspielergebnis von 60 Millionen Dollar kommt. Damit hat der Horror-Streifen schon jetzt seine Produktionskosten wieder reingeholt.

Doch sie alle haben in den USA und bei uns weiterhin keine Chance gegen die Drachen von DreamWorks. Zwar bleiben auch angesichts der hiesigen heißen Temperaturen am zweiten Wochenende nach Kinostart die ganz großen Rekordzahlen aus, mit 150.000 weiteren Zuschauern und Zuschauerinnen konnte sich die „Drachenzähmen leicht gemacht“-Neuauflage aber ganz klar an der Spitze der deutschen Charts halten. Das Einspielergebnis beläuft sich weltweit gesehen bisher auf 385 Millionen Dollar.

Hoffnung auf "Elio"-Spätzündung wie bei "Elemental"?

Was „Elio“ angeht, sollte man die neueste Pixar-Produktion aber noch nicht ganz abschreiben. Der oben erwähnte „Elemental“ überraschte nach dem schwachen Start mit 29,6 Millionen (USA) bzw. 44,5 Millionen Dollar (weltweit) etwa noch mit einem erstaunlich langen Atem und spielte letztlich doch noch sehr ordentliche 496 Millionen Dollar ein.

Vielleicht könnte es bei „Elio“ nun ähnlich verlaufen, wenn sich die Qualität des Sci-Fi-Spektakels herumspricht, das in der FILMSTARTS-Kritik starke 4 von 5 Sternen erntete. Unser Chefredakteur Christoph Petersen betitelte „Elio“ gar als das beste Kino-Original von Pixar seit „Alles steht Kopf“ und schrieb in seinem Fazit zum Film: „Eine begrüßenswerte Rückbesinnung auf klassische Pixar-Stärken. Selbst wenn es hinter den Kulissen offenbar größere Umwälzungen gegeben hat, wirkt ,Elio‘ wie aus einem Guss – zum Heulen schön und das Skript ist randvoll mit kleinen und großen cleveren Einfällen.“

Der Erfolg wäre ihm also zu wünschen, erst recht, um Pixar auch in Zukunft zu ermöglichen, sich an neuen Stoffen und Geschichten zu probieren. Das nächste Wagnis des Studios wurde kürzlich übrigens bereits angekündigt. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Auf den Spuren eines Oscar-Gewinners? Neuer Pixar-Animationsfilm bestätigt – und dieser könnte ein neue Ära einläuten!

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