Im TV (dank „Die wilden Siebziger“) und in den sozialen Medien / Klatschspalten (dank der Ehe mit Ashton Kutcher) war Mila Kunis längst ein Superstar. Aber im Kino hakte es noch. Nach dem Doppelschlag aus hochgelobter Nebenrolle (2010 in „Black Swan“) sowie erstem Kinohit als Gesicht auf dem Poster (2011 in „Freunde mit gewissen Vorzügen“) sah eigentlich alles ganz vielversprechend aus. Aber für ihre anschließenden Blockbuster-Parts in „Die fantastische Welt von Oz“ und „Jupiter Ascending“ hat sich Kunis mit Sam Raimi sowie den Wachowski-Schwestern zwar starke Regisseur*innen ausgesucht, aber sonderlich gut kamen die Ergebnisse trotzdem nicht an.
Nach dem überraschend großen Erfolg von „Bad Moms“ (2016) gab es aber noch ein zweites Fenster, in dem es so schien, als ob Kunis doch noch der Sprung zum kassenträchtigen Kinostar gelingen könnte. Allerdings schloss sich dieses sogar noch schneller als beim ersten Mal: Nachdem bereits „Bad Moms 2“ nicht an den Vorgänger anknüpfen konnte, erwies sich ihre Action-Komödie „Bad Spies“ mit „Ghostbusters“-Geisterjägerin Kate McKinnon ebenfalls nicht als der erhoffte Erfolg. Einem Budget von ca. 40 Millionen Dollar standen am Ende weltweite Einnahmen von 75 Millionen Dollar entgegen – kein Weltuntergang, aber auch kein Grund, weiter auf Kunis zu wetten.
Ab heute könnt ihr euch auf Netflix selbst ein Bild machen, ob die kalte Schulter des internationalen Kinopublikums verdient war, oder ob „Bad Spies“, der im Original den an James Bond angelehnten Titel „The Spy Who Dumped Me“ („Der Spion, der mich verlassen hat“) trägt, nicht doch eine Wiederentdeckung verdient hätte.
Darum geht’s in "Bad Spies":
Morgan (Kate McKinnon) plant eine Geburtstagsparty für ihre beste Freundin. Doch Audrey (Mila Kunis) ist alles andere als in Partystimmung, denn Drew (Justin Theroux) hat kürzlich per SMS mit ihr Schluss gemacht. Um sich von dem Schmerz zu befreien, beschließen die beiden Frauen kurzerhand, Drews zurückgelassene Sachen zu verbrennen. Aber dann erscheinen plötzlich zwei Männer, die sich als Geheimagenten ausgeben.
Sie behaupten, auch Drew sei ein Spion gewesen, und zeigen reges Interesse an den Dingen, die er bei Audrey hinterlassen hat. So weitet sich der Film rasant zu einem internationalen Spionageabenteuer aus. Audrey und Morgan geraten unfreiwillig zwischen die Fronten eines Agentenkriegs – und in den Besitz eines USB-Sticks voller hochsensibler Daten. Ihre Aufgabe: Das Speichermedium an eine Kontaktperson in einem Wiener Café zu übergeben…
Darum raten wir von "Bad Spies" ab
Berlin-Fans sollten vielleicht sogar einen Blick riskieren. Eine der spektakuläreren Actionszenen spielt nämlich im Technikmuseum – und damit an einem Schauplatz, den zwar (fast) jeder Berliner kennt, der in Hollywoodfilmen aber sonst quasi keine Rolle spielt. Trotz steht am Ende der enttäuschenden FILMSTARTS-Kritik nur 2 von 5 Sternen – und das ernüchternde Fazit:
„Megabrutal und mittellustig – in ‚Bad Spies‘ stehen harte Agenten-Action, der Versuch einer weiblichen Buddy-Komödie mit Herz und einige potenziell provokante Pointen unverbunden nebeneinander. So funktioniert nichts davon so richtig.“
Kein Wunder also, dass Mila Kunis im Anschluss zumindest in Sachen Kino nie mehr so recht auf einen grünen Zweig gekommen ist. Dafür hat sie nun allerdings einen der begehrtesten Streaming-Parts abgesahnt:
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