Man könnte meinen, George A. Romero hätte als Urvater des modernen Zombie-Kinos das Genre im Laufe seiner Karriere fast schon im Alleingang auserzählt. Und doch mühen sich Filmschaffende auch fast 60 Jahre nach „Die Nacht der lebenden Toten“ regelmäßig ab, um dem klassischen Untoten-Reißer noch etwas Neues hinzuzufügen.
Von „Shaun Of The Dead“ bis „One Cut Of The Dead“ gelingt es einigen Genre-Beiträgen auch tatsächlich immer wieder ganz hervorragend, der altbewährten Formel eine eigene Note, eine neue Seite zu verleihen. Ob Netflix da heute nachzieht? Davon könnt ihr euch ab 9 Uhr selbst überzeugen – denn dann feiert „Ziam“ seine exklusive Premiere auf der Streaming-Plattform mit dem roten N.
In diesem Fall trifft allerdings weniger Horror auf Comedy. Stattdessen setzt der thailändische Filmemacher Kulp Kaljareuk („The Up Rank“) auf eine Mischung aus brachialem Action-Klopper und brutalem Zombie-Splatter. Genau das verspricht jedenfalls der Trailer zum Film, den wir euch am Anfang dieses Artikels eingebunden haben. Ob der Film da mithalten kann?
Auf jeden Fall lässt die Vorschau nicht bloß gemächlich umherstreifende Untote, sondern adrenalingetränkten Zombie-Terror à la „Train To Busan“ erahnen – angereichert mit spektakulärem Muay-Thai-Gekloppe, wie es „Ong-Bak“-Star Tony Jaa einst in Hollywood salonfähig machte.
"Ziam" neu auf Netflix: Das ist die Story
Eigentlich will Singh (Prin Suparat) seine Karriere als professioneller Muay-Thai-Boxer hinter sich lassen, um mit Rin (Nuttanicha Dungwattanawanich) ein ruhiges Leben in seiner Heimat zu führen. Doch der Frieden der beiden wird jäh gestört, als das Krankenhaus, in dem Rin als Ärztin arbeitet, von einer Horde Zombies angegriffen wird.
Singh jedoch ist zu allem bereit, wenn es darum geht, seine Freundin zu retten. Denn wenn ihm in einer Welt, die dem Untergang geweiht scheint, auch noch seine große Liebe abhanden kommen sollte, was hat er dann überhaupt noch zu verlieren?
Wenn es euch ähnlich geht wie dem Autor dieses Artikels, für den hier zwei seiner Lieblingsgenres aufeinandertreffen, könntet ihr womöglich auch mit „The Divine Fury“ euren Spaß haben, in dem Dämonen-Terror auf Kampfsport-Actioner trifft. Und was frischen Zombie-Nachschub betrifft:
Mit „28 Years Later“ gibt es aktuell nicht nur einen äußerst sehenswerten Beitrag zum Genre auf den hiesigen Kinoleinwänden zu sehen (auch wenn wir die Diskussion über Zombies oder Nicht-Zombies hier mal außen vor lassen). Doch wenn es um das wohl irrste Zombie-Vehikel des Jahres geht, hat wohl so oder so das neuste Irrsinnsfeuerwerk von Kultfilmer Takashi Miike die Nase vorn:
Da kann selbst "28 Years Later" einpacken – den abgefahrensten Zombie-Titel des Jahres könnt ihr in wenigen Tagen streamen