Dieser 40 Jahre alte Reißer hat eine der besten Verfolgungsjagden der Kinogeschichte: Schockierender Polizei-Thriller erscheint erstmals in 4K
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Ob athletische Kampfkunst, die ehrfürchtig-ruhig gefilmt ist, oder explosiv-lärmender Hollywood-Bombast: Im Action-Kino ist er flexibel – eine konsequente Umsetzung ist für ihn aber stets ein Bonus.

Dieser Actionthriller von „Der Exorzist“-Regisseur William Friedkin ist auch 40 Jahre nach seiner Premiere brisant, nervenaufreibend und beeindruckend: Jetzt endlich feiert „Leben und Sterben in L.A.“ seine deutsche 4K-Premiere!

Der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent William Friedkin schuf neben dem Horror-Meilenstein „Der Exorzist“ diverse, hochambitionierte Thriller – darunter den Lieblingsfilm von Stephen King sowie den mit mehreren Oscars prämierten „The French Connection – Brennpunkt Brooklyn“. Ein paar Jahre nach dem Reißer über Polizeigewalt und mangelnde Integrität reichte Friedkin einen thematisch verwandten, weiteren Thriller nach, der allerdings nicht denselben Ruhm genießt:

Leben und Sterben in L.A.“ ist ein von Friedkin und Ex-Secret-Service-Agent Gerald Petievich verfasster Neo-Noir-Action-Reißer über Falschgeld, Rache, den unaufhaltsamen Gewaltzyklus in den USA sowie illegale Methoden verfolgende Gesetzeshüter. Nun hat der ungebrochen aktuelle Thriller ein Heimkino-Upgrade bekommen: „Leben und Sterben in L.A.“ ist diese Woche erstmals in Deutschland in 4K erschienen!

Die vorerst exklusiv im Capelight-Shop erhältliche 4K-Premiere von „Leben und Sterben in L.A.“ kommt in Form eines limitierten 2-Disc-Mediabooks daher. Als Extras gibt es ein 24-seitiges Booklet mit Text von Stefan Jung, einen Audiokommentar des 2023 verstorbenen Spitzenregisseurs Friedkin, mehrere Interviews, ein Making Of, entfallene Szenen sowie ein alternatives Ende.

Darum geht es in "Leben und Sterben in L.A."

Zwei verdammte Tage fehlten dem FBI-Agenten Jim Hart bis zu seiner lang ersehnten Pensionierung, bevor er kaltblütig erschossen wurde. Sein mit ihm befreundeter, jüngerer Arbeitskollege Richard Chance (William L. Petersen) schwört Rache und macht sich daher verbissen auf die Jagd nach dem skrupellosen, aalglatten Geldfälscher Eric Masters (Willem Dafoe). Denn Chance hegt keinerlei Zweifel daran, dass Masters hinter diesem Mord steckt!

Obwohl Chance alle Hebel in Bewegung setzt, um Masters dingfest zu machen, bleiben die Erfolge aus. Genervt greifen Chance und sein neuer Partner John Vukovich (John Pankow) mehr und mehr auf die Art von blutigen und korrupten Methoden zurück, die sie eigentlich bekämpfen sollen...

"Brennpunkt Brooklyn" lässt grüßen!

Von der Ost- geht es rüber zur Westküste der Vereinigten Staaten. Aus dem New-Hollywood-Timbre wird eine unvergleichliche Melange aus Nihilismus und 1980er-Jahre-Volldampf-Stilistik. Und die ruppigen, engstirnigen sowie verbissenen „Brennpunkt Brooklyn“-Protagonisten werden durch ein humor- sowie gewissenloses Doppel ersetzt, in das sich Petersen und Pankow engagiert hineinsteigern.

Im Fahrwasser seines Kinostarts spaltete „Leben und Sterben in L.A.“ daher die Filmpresse: Liefert Friedkin einmal mehr genau das, was er beherrscht – oder verzahnt er sich uninspiriert in seiner Komfortzone? Seither ist das Ansehen von „Leben und Sterben in L.A.“ jedoch konsequent gestiegen:

Rückblickend wird er als einer der letzten Filme gefeiert, in dem Friedkin den Stil ausspielt, mit dem er sich seinen glorreichen Ruf erarbeitete, sowie als fesselnder, kompromissloser Komplementärfilm zum berühmteren „Brennpunkt Brooklyn“. Den könnt ihr übrigens ganz leicht im Streaming nachholen (oder erneut bestaunen):

Streaming-Tipp: "Brennpunkt Brooklyn"

Ganz konsequent umfasst „Leben und Sterben in L.A.“ auch eine ausschweifend-spektakuläre und waghalsige Auto-Verfolgungsjagd. Die führt durch die Kanalstraßen von Los Angeles und rauf auf die Schnellstraße, auf der die Protagonisten als Geisterfahrer für Panik und Blechschaden sorgen.

Geschlagene sechs Wochen soll der Dreh dieser Sequenz verschlungen haben, die sich Kameramann Robby Müller („Paris, Texas“), der den Rest des Filmlooks verantwortete, nicht zutraute. Daher sprang für ihn Robert D. Yeoman ein, der später unter anderem Wes Andersons „Die Royal Tenenbraums“ und „Moonrise Kingdom“ sowie Wes Cravens Flugzeugthriller „Red Eye“ filmte.

Einen Thriller, der sich unter anderem vor Filmen wie „Red Eye“, aber auch vor Hitchcock-Klassikern verneigt, haben wir euch übrigens kürzlich näher vorgestellt. Mehr über den Geheimtipp erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Verdammt stylisch und inspiriert von Alfred Hitchcock: Diesen starken Thriller gibt es jetzt neu im Streaming-Abo!

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