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Daniel Craig

Familienstand

Nationalität Britisch
Geburtstag 2. März 1968 (Chester, Cheshire - England, Großbritannien)
Alter 50 Jahre alt

Biographie

Als sich die Produzenten 2005 nach dem effektüberladenen „James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag“ zu einem Neuanfang entschlossen und im Zuge dessen auch die Rolle des Titelhelden neu besetzten, hatten wohl nur die wenigsten Daniel Craig auf der Rechnung - schließlich entsprach der blonde Brite nicht gerade dem Bild des charmanten Draufgängers, den Sean Connery, Roger Moore, Pierce Brosnan & Co. seit den 60ern aus der Ian Fleming-Figur gemacht hatten. Doch entgegen aller Skepsis – 007-Fans gründeten gar die Website www.craignotbond.com – überzeugte Craigs Bond-Interpretation mit deutlich mehr charakterlichem Tiefgang. So gelang es dem britischen Schauspieler, der über eine hervorragende Ausbildung verfügt und bereits Theatererfahrung sammelte, dem bis dato meist fehlerlosen Agenten Falltiefe zu verleihen.

Erste Erfahrungen am Theater

Daniel Wroughton Craig wurde am 2. März 1968 in Chester, Cheshire als Sohn eines englischen Stahlarbeiters und einer Kunstlehrerin geboren. Seine Eltern trennten sich früh und so wuchs der junge Brite gemeinsam mit seiner Schwester bei seiner Mutter und seinem Stiefvater auf, der ebenfalls einen künstlerischen Hintergrund hatte. Bereits im Alter von 16 Jahren zog Craig von Zuhause aus und schloss sich dem National Youth Theatre in London an. Vier Jahre später besuchte das Nachwuchstalent die renommierte Guildhall School of Music and Drama, an der unter anderem auch Orlando Bloom und Ewan McGregor studierten. Die dreijährige Ausbildung zum Schauspieler sollte für den jungen Craig die Eintrittskarte zu den Londoner Theaterbühnen sein. So trat er Ende der 80er Jahre unter anderem am legendären Old Vic Theatre auf. Einige Jahre später zog es Craig schließlich zum Film.

Ein Brite als deutscher Schurke

Mit seinem auffallenden Blond und seinen stahlblauen Augen war Craig für die Rolle des deutschen Bösewichts wie geschaffen und so zog er schon früh die Aufmerksamkeit der internationalen Filmemacher auf sich. Seine erste Nebenrolle in einer größeren Kinoproduktion bekam Daniel Craig 1992 in John G. Avildsen Boxerdrama „Im Glanz der Sonne“, in der er mit seinen 24 Jahren unter anderem an der Seite von Superstar Morgan Freeman und dem Deutschen Armin Mueller-Stahl spielte. Craig verkörperte mit Sergeant Botha einen rücksichtslosen Schurken und war auch in den Folgejahren zunächst auf diese Rolle abonniert: In der von George Lucas konzipierten Steven Spielberg-Serie „Die Abenteuer des jungen Indiana Jones“ spielt er einen deutschen Offizier, in Elijah Moshinskys BBC-Film „Der Tanz der Dschingis Cohn“ einen bayerischen Hauptwachtmeister. Auf der britischen Insel wurde Craig erst durch seine Hauptrolle in der neunteiligen BBC-Miniserie „Our Friends In The North“ bekannt.

An der Seite der Superstars

Es folgten Nebenrollen in bekannteren Kinofilmen: 1998 war Daniel Craig an der Seite von Cate Blanchett in Shekhar Kapurs Historienfilm „Elizabeth“ zu sehen, 2001 stand er gemeinsam mit Angelina Jolie für die Computerspiel-Adaption „Lara Croft: Tomb Raider“ vor der Kamera. Ein Jahr später spielte er in Sam Mendes‘ Thrillerdrama „Road to Perdition“ den Sohn eines Mafiabosses an der Seite von Tom Hanks, Jude Law und Paul Newman. Bereits zwei Jahre zuvor war der Brite auf der Berlinale mit dem Shooting Star Award ausgezeichnet worden, was ihm zusätzlich Auftrieb gab. In Matthew Vaughns erfolgreichem Drogenthriller „Layer Cake“ war Craig dann in seiner ersten Kinohauptrolle zu sehen. Ausgerechnet sein Auftritt als namenloser Drogendealer XXXX bugsierte seinen Namen auf die Kandidatenliste der Bond-Produzenten. Der mittlerweile 36-Jährige war nun endlich gefragt. So besetzte ihn Regiegröße Steven Spielberg 2005 beispielsweise für seinen intensiven Politthriller „München“. Noch im selben Jahr wurde Craig über Nacht weltberühmt – allerdings hatte er dies nicht Spielberg zu verdanken.

Bond. James Bond.

Der Erfolg kam unerwartet, denn die Bond-Produzenten um Albert R. Broccolis Tochter Barbara hatten sich bei ihrer Neukonzipierung der 007-Reihe eher überraschend für Daniel Craig entschieden – und damit für einen Darsteller, der optisch so gar nicht dem Archetypus der Figur entsprach. Kein Wunder, dass Craig erst einmal eine Welle der Ablehnung entgegen rollte. Hinzu kam, dass immer mehr kontroverse Details zum 21. Bond-Abenteuer „Casino Royale“ durchsickerten: Man strich die beliebten „Q“ und „Moneypenny“, verzichtete auf technischen Schnickschnack und reduzierte den typischen Bond-Humor auf ein Minimum. Doch Craig und die 007-Macher bewiesen den Kritikern, dass Bond sehr wohl auch in blond funktioniert: Zwar verkörperte der Brite einen deutlich brutaleren Bond, gleichzeitig gewann er der Figur aber eine verletzliche Seite ab: "Casino Royale" wartete mit einer Fülle an emotionalen Szenen auf, die man so von der Serie bisher nicht gekannt hatte. Craig überzeugte zwischen eiskaltem Kalkül und seelischer Fragilität. Auch im zweiten Bond-Abenteuer setzten die Produzenten den eingeschlagenen Weg fort: 007 bekam es in Marc Forsters rasantem „Ein Quantum Trost“ erneut mit der mächtigen Quantum-Organisation zu tun und Craig durfte einmal mehr mit seinen inneren Dämonen kämpfen. Ein Jahr zuvor hatte Craig noch einen tierischen Dämonen zur Seite gestellt bekommen: In der Verfilmung von Philip Pullmans "Der Goldene Kompass" kämpfte Craig als Lord Asriel gemeinsam mit einem Schneeleoparden in einer Parallelwelt gegen die Vorherrschaft der Kirche an.

Das Warten auf „Bond 23“

Zunächst sah es nach den Erfolgen der beiden Craig-Bonds so aus, als würde der Brite zwei Jahre später erneut in den Smoking schlüpfen. Die Drehpause zwischen beiden Filmen nutzte der Schauspieler indes für ein Engagement im Kriegsdrama „Unbeugsam“, in dem er den Filmbruder von Liev Schreiber spielt. Erzählt wird von einem jüdischen Brüderpaar, das sich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs mit einer Gruppe Überlebender in die Wälder flüchtet. Anschließend sollten die Dreharbeiten zu "Bond 23" beginnen. Was folgte, war jedoch die Pleite des ausführenden Filmstudios MGM. Über Monate befand sich der Film – ebenso wie Peter Jacksons „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ – in der Warteschleife. Craig reagierte zwischenzeitlich mit Unverständnis und drohte damit, nicht mehr als 007 zur Verfügung zu stehen, wenn sich nicht bald eine Lösung fände. Im Jahre 2011 folgte dann die erlösende Nachricht: Nach Monaten des Wartens scheint die Fortsetzung der Reihe in trockenen Tüchern. Der Kinostart von „Bond 23“ wurde für Ende 2012 angekündigt. 2011 kämpfte Craig außerdem in Jon Favreaus Action-Stilmix "Cowboys & Aliens" als mysteriöser Fremder gegen extraterrestrische Invasoren und seine eigenen Erinnerungen, für Steven Spielbergs Performance-Capture-Abenteuer "Die Abenteuer von Tim und Struppi" agierte der Mime im selben Jahr erstmals komplett vor dem Bluescreen.

Daniel Craig ist seit Juni 2011 mit seiner britischen Schauspielkollegin Rachel Weisz verheiratet. Er ist Vater einer Tochter, die aus seiner ersten Ehe mit der Schottin Fiona Loudon stammt.

Die ersten Filme und Serien

Die Abenteuer des jungen Indiana Jones
Die Abenteuer des jungen Indiana Jones
1992
Im Glanz der Sonne
Im Glanz der Sonne
1992
Knightskater - Ritter auf Rollerblades
Knightskater - Ritter auf Rollerblades
1995
Our Friends In The North
Our Friends In The North
1996

Die besten Filme und Serien

James Bond 007 - Skyfall
James Bond 007 - Skyfall
2012

Die Karriere in Zahlen

27
Karrierejahre
0
Preis
47
Filme
4
Serien
0
Nominierung
0
Kinostart

Bevorzugte Genres

Drama : 43 %
Action : 23 %
Thriller : 20 %
Abenteuer : 14 %

Seine FILMSTARTS-Statistiken

16
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274
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Kommentare
  • Bettina L.
    Ich take mit ihm bei Twitter netter Man !
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