Alkohol, Drogen und Sex: Charlie Sheen ist nicht nur bekannt für seinen exzessiven Lebensstil – sondern macht daraus auch keinen Hehl. So lässt er den Lebemann sowohl privat von der Leine, während er ihn außerdem auch gerne vor der Kamera gibt. Und das auch schon lange vor „Two And A Half Men“ alias „Mein cooler Onkel Charlie“.
Wer ihn aber nicht nur als Weiberheld, sondern vor allem als risikobereiten Draufgänger erleben will, der sich von nichts und niemanden aufhalten lässt, als ultimativen Helden und angehenden Piloten des Oskar Entenweich 5894 Phallus, der sich auf einer Streichholzschachtel wenden lässt, sollte unbedingt mal auf der Streaming-Plattform mit dem roten N vorbeischauen:
„Hot Shots! Die Mutter aller Filme“ und „Hot Shots! Der zweite Versuch“ sind ab sofort im Abo von Netflix enthalten! Alternativ können die beiden Filme von Kult-Komiker Jim Abrahams („Die nackte Kanone“) zudem auch einfach bei Disney+ streamen:
Auch über 30 Jahre später haben die beiden Persiflagen nichts von ihrem Witz verloren – und lohnen sich nicht nur für Sheen-Fans, der hier bereits Seite an Seite mit seinem späteren „Two And A Half Men“-Bruder Jon Cryer zu sehen ist. Vor allem Action-Fans sollten die beiden Spoof-Klassiker unbedingt gesehen haben, werden mit „Top Gun“ sowie „Rambo“ (bzw. vor allem „Rambo II“ und „Rambo III“) doch einige der größten Genre-Klassiker der 1980er gekonnt aufs Korn genommen.
"Hot Shots" bei RTL II: Klamauk mit Kultfaktor
Bereits das Intro zur „Mutter aller Filme“ stellt klar: Hier wird genauso gekleckert wie geklotzt. Denn die in den Tony-Scott-Sepia-Gedächtnisfarbfilter getränkten Bilder von Kampfjets, die rückwärts eingeparkt werden und als Würstchengrill herhalten, sind nicht nur herrlich doof, sondern machen visuell auch ordentlich was her. Und das kommt nicht von ungefähr: Schließlich kostete die „Hot Shots!“-Produktion satte 25 Millionen Dollar – und damit eben auch wesentlich mehr als „Top Gun“!
Abrahams, der sich zu jenem Zeitpunkt bereits mit Filmen wie „Top Secret!“, „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“ und „Die nackte Kanone“ einen Namen gemacht hatte, standen alle Türen offen, um mit „Hot Shots!“ seinen nächsten Hit zu landen. Und das gelang letztlich nicht nur mit einer typisch überbordenden Blödel-Attacke aufs Zwerchfell. Abrahams verstand es zudem, mit seiner Parodie seinen filmischen Vorbildern vollends gerecht zu werden – angefangen mit den spektakulären Fliegerszenen bis hin zu einer militärischen Standpauke in „Full Metal Jacket“-Manier, von der sich selbst R. Lee Ermey noch etwas abgucken könnte.
Im Zentrum der Geschichte steht der von Sheen gespielte Kampfpilot Topper Harley, der die US-Navy hinter sich gelassen hat. Zu tief sitzt der Schmerz über den Verlust seines Vaters, der einst einen tödlichen Absturz verursachte und dabei nicht nur selbst tödlich verunglückte, sondern auch einem Kollegen das Leben kostete. Deswegen lebt Topper heute zurückgezogen in einem Indianerreservat – bis Lieutenant James Block (Kevin Dunn) eines Tages an seinem Zelt klingt. Denn für ihre nächste Mission benötigt die Navy die Hilfe ihres besten Mannes…
In Teil 2 hat Topper Harley die Flinte endgültig ins Korn geworfen. Angelehnt an die Geschichte des von Sylvester Stallone gespielten John Rambo verdingt er sich mittlerweile in einem thailändischen Kloster und verdient sich in Kämpfen ein wenig Geld dazu. Bis ihn eines Tages ein neuer, besonders persönlicher Auftrag erreicht: Sein ehemaliger Vorgesetzter – gespielt von keinem Geringeren als „Rambo 1-3“-Star Richard Crenna – wurde mit seiner Truppe im Irak festgenommen…
Mit „Die nackte Kanone“ wurde kürzlich übrigens einer der legendäresten Slapstick-Klassiker schlechthin ziemlich erfolgreich wiederbelebt. Wer sich den Film dennoch nicht ansehen will (und warum), erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Ich werde ihn mir nicht ansehen": Comedy-Legende hat keine Lust auf "Die nackte Kanone"-Neuauflage*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung. Dieser Artikel basiert auf einem bereits auf FILMSTARTS erschienenen Beitrag.