Dem Zombie-Blockbuster „World War Z“ von „James Bond: Ein Quantum Trost“-Regisseur Marc Forster haftet bis heute der Ruf eines Flops an. Aber das ist bei näherer Betrachtung totaler Quatsch: „World War Z“ ist mit RIESIGEM Abstand der umsatzstärkste Zombiefilm aller Zeiten (die Untoten-Auftritte in den „Fluch der Karibik“-Filmen außer Acht gelassen). Außerdem war er, wenn man seinen Mini-Auftritt in „Deadpool 2“ mal beiseitelässt, bis vor Kurzem auch der finanziell erfolgreichste Film in der Karriere von Superstar und Oscargewinner Brad Pitt („Once Upon A Time... In Hollywood“).
Das Problem ist nur, dass die Produktion auf Malta damals offensichtlich vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist. So wurde das ohnehin schon stolze Budget von 125 Millionen Dollar weit übertroffen – am Ende soll „World War Z“ sogar zwischen 190 und 270 Millionen Dollar verschlungen haben. Und bei solch gewaltigen Kosten reicht dann selbst ein eigentlich saustarkes weltweites Einspielergebnis von rund 540 Millionen Dollar plötzlich nicht mehr aus, um grüne Zahlen zu schreiben...
Aktuell könnt ihr euch noch selbst ein Bild vom Film machen, denn bis einschließlich 5. Dezember 2025 ist er noch im Angebot von Netflix. Alternativ gibt es ihn derzeit auch bei Paramount+* sowie zum Kaufen und Leihen bei Amazon – und zwar in einer speziellen Extended Version:
Alle, die sich den Film jetzt auf Netflix oder sonst wie im Heimkino ansehen, sollten deshalb wissen: Ja, ihr bekommt gewaltige, wie in einem 007-Abenteuer den Globus umspannende Zombie-Action geboten – aber obwohl das Ende von „World War Z“ klar auf einen zweiten Teil hindeutet, ist es zehn Jahre nach dem Kinostart des ersten Films nach wie vor fraglich, ob „World War Z 2“ irgendwann kommt, auch wenn es hier zuletzt zumindest einen kleinen neuen Hoffnungsschimmer gab:
Kino-Fans lassen bei diesen Updates die Korken knallen: Diese Projekte haben neben "Top Gun 3" & "Star Trek" absolute PrioritätDarum geht’s in „World War Z“: Nachdem er seine Familie mit einer spektakulären Flucht auf einem Flugzeugträger in Sicherheit gebracht hat, soll Garry Lane (Brad Pitt) im Auftrag der Vereinten Nationen der Ursprung der Zombie-Epidemie finden. Die erste Spur führt nach Südkorea – aber so leicht gestalten sich die wissenschaftlichen Nachforschungen natürlich nicht, wenn rund um den Globus die Städte von sich buchstäblich auftürmenden Tsunamis von Zombies überschwemmt werden...
Die 10 erfolgreichsten Filme von Brad Pitt
Um zu verstehen, wie beeindruckend zumindest die Einnahmenseite von „World War Z“ wirklich ist, reicht es eigentlich schon, sich die Top 10 der weltweit umsatzstärksten Filme in der Karriere von Brad Pitt anzusehen:
- Platz 10: „Inglourious Basterds“ mit 316 Millionen Dollar
- Platz 9 „Sieben“ mit 328 Millionen Dollar
- Platz 8: „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ mit 329 Millionen Dollar
- Platz 7: „Ocean’s Twelve“ mit 362 Millionen Dollar
- Platz 6: „Once Upon A Time... In Hollywood“ mit 377 Millionen Dollar
- Platz 5: „Ocean’s Eleven“ mit 450 Millionen Dollar
- Platz 4: „Troja“ mit 483 Millionen Dollar
- Platz 3: „Mr. And Mrs. Smith“ mit 486 Millionen Dollar
- Platz 2: „World War Z“ mit 531 Millionen Dollar
- Platz 1: „F1 - Der Film“´mit 631 Millionen Dollar
In der obigen Liste gibt es nämlich gleich eine ganze Reihe Filme, die zwar gemeinhin als große Hits gelten, die in dieser Aufzählung aber trotzdem hinter „World War Z“ landen. Erst in diesem Jahr konnte mit „F1 - Der Film“ eine andere Produktion den Zombie-Streifen an der Spitze ablösen. Auch das unterstreicht noch mal: Die Verantwortlichen haben aufgrund der Produktionsprobleme und -verzögerungen schlicht und einfach viel zu viel Geld für den Film ausgegeben. Ansonsten hätten wir längst schon „World War Z 2“ und vielleicht sogar „World War Z 3“...
Als nächstes wird Brad Pitt übrigens in der „Once Upon A Time... In Hollywood“-Fortführung „The Continuing Adventures Of Cliff Booth“ auf Netflix zu sehen sein. Warum hier diesmal nicht Quentin Tarantino, sondern sein Kollege David Fincher auf dem Regiestuhl Platz genommen hat, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Quentin Tarantino erklärt: Darum dreht er das "Once Upon A Time"-Sequel nicht selbst – sondern Meister-Regisseur David Fincher!Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels anlässlich der heutigen TV-Ausstrahlung.
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