Die 3 besten Filme, die ihr diese Woche bei Amazon Prime Video schauen müsst – 12. bis 18. Januar 2026
Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.

Ihr behaltet im Dickicht des Streaming-Dschungels keinen Durchblick? Dann helfen euch unsere sorgsam ausgewählten Tipps. Auch in dieser Woche möchten wir euch wieder drei außergewöhnliche Filme für die kommende Woche auf Amazon Prime Video empfehlen.

Amazon Prime Video

Jede Woche veröffentlichen die großen Streaming-Dienste frische Serien und Filme. Dabei verdrängen die neu hinzugefügten Titel zwangsläufig Filme und Serien aus dem Fokus, die sich schon länger in den Katalogen der Plattformen befinden. Das wollen wir zum Anlass nehmen, um bei Amazon Prime Video oft übersehene, aber unbedingt empfehlenswerte Filme ausfindig zu machen, die jeder und jede einmal gesehen haben sollte.

Diesmal kommen vor allem Fans bildstarker, märchenhafter Fantasy-Dramen und wendungsreicher Abenteuer-Filme auf ihre Kosten. Alle Filme sind für Prime-Abonnenten kostenlos abrufbar.

"Legende" (1985)

Unser erster Tipp passt gut in die Sparte „unterschätzter Klassiker“. Er zählt außerdem zu den weniger bekannten Arbeiten des ebenso einflussreichen wie visionären Regisseurs Ridley Scott. Vermutlich kennt so gut wie jeder Filmfan dessen Meisterwerke „Blade Runner“ (1982) und „Thelma & Louise“ (1991). In den Jahren dazwischen schuf Scott mit „Legendeeinen der schönsten und stimmungsvollsten Fantasyfilme der 80er-Jahre, der unbedingt eine Wiederentdeckung lohnt.

Der damals noch weitgehend unbekannte Tom Cruise ist darin als Waldläufer Jack zu sehen, der im magischen Wald wohnt, in dem auch die letzten Einhörner leben. Er ist in Prinzessin Lili (Mia Sara) verliebt, die von Kobolden entführt wird. Diese sollen, auf Befehl des sinistren Herren der Finsternis (Ex-Pennywise-Darsteller Tim Curry), alle Einhörner töten. Doch die Welt benötigt das Licht der Einhörner und so macht sich Jack auf den Weg zum gewaltbereiten Herrscher, um das Fortbestehen der Erde zu sichern – und um das Leben von Lili.

Der mit einem zentralen „Gut-gegen-Böse“-Motiv arbeitende Film besticht vor allem durch seine brillante Ausstattung und die praktischen Effekte. Vom Zauberwald über den „Baum der Dunkelheit“ bis zum unterirdischen Reich: Glaubhaft entführt Scott in eine magisch-traumhafte Märchenwelt, die mit Masken, Puppen, handgefertigten Sets – und nur wenig CGI – zum Leben erweckt wird. Wir sehen Elfen, Feen, Wichtel sowie Gnome und mit dem Herrscher der Finsternis einen der gruseligsten Leinwand-Antagonisten aller Zeiten! Mit seinen riesigen, schwarzen Bullenhörnern, der blutroten Haut und seinen Hufen erinnert er nicht zufällig an den Teufel – die archetypische Verkörperung des Bösen. Allerdings in einer (auch visuell) derart einschüchternden Intensität, wie man sie im Fantasyfilm bis dahin erst selten zu sehen bekam.

Um die Vorfreude auf diesen Klassiker, der zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung ein Flop war (er spielte bei einem Budget von 25 Millionen Dollar nur 16 Millionen ein), anzuheizen, lohnt ein Blick in den Trailer:

"Für immer Adaline" (2015)

Mit dem Phantastischen flirtet auch der 30 Jahre später in den Kinos gestartete „Für immer Adaline“, der, ebenso wie „Legende“, die Vorstellungskraft der Zuschauer beschwört. Dieses romantische Zeitreise-Drama nutzt die Kraft der Imagination, um Emotionen hervorzurufen und eine universelle Geschichte rund um Liebe, Zusammenhalt und die Suche nach (ewigem) Glück zu erzählen. Für alle Fans von Benjamin Button und Joe Black!

Wir folgen Adaline Bowman (Blake Lively), die aufgrund eines Unfalls im Alter von 29 aufhörte zu altern. Seit 80 Jahren nun wechselt sie alle zehn Jahre Wohnort und Identität, damit ihr Geheimnis bewahrt bleibt. Ihr Leben ändert sich schlagartig, als sie sich in den sympathischen Ellis (Michiel Huisman) verliebt. Als Adaline Ellis Eltern kennenlernt, droht kurze Zeit später zu allem Überfluss auch noch ihr großes Geheimnis aufzufliegen.

Als Ellis Vater – und Ex-Liebhaber von Adaline – ist Leinwand-Legende Harrison Ford zu sehen, der hier eine der besten Darbietungen seiner Karriere zeigt. Ford gibt sich ungewohnt verletzlich und legt seine Gefühle für die Zuschauer schonungslos offen. Das findet auch unser Autor Andreas Staben in seiner Kritik. Für ihn zeige der Darsteller „eine Bandbreite von Emotionen, die dem Drama eine neue Dimension gibt“. Doch auch die übrigen Schauspielerleistungen hob er hervor. Durch sie werde „Für immer Adaline“ zu einem emotionalen und vielschichtigen Werk über „Vergänglichkeit und unerfüllbare Sehnsucht.“

Der zum Nachdenken anregende Film, der klug in die Handlung eingewobene Rückblenden verwendet, verknüpft die Genres Drama, Liebesfilm und Fantasy wunderbar stimmig und auf geistreiche Weise.

"Der letzte Tempelritter" (2011)

Filme über die Themen „Zeitreise“ und „ewige Jugend“ gibt es bekanntlich viele. Vermutlich noch weit mehr filmische Interpretationen existieren über Abenteurer und tapfere Ritter, die für das Gute kämpfen. Ein solcher Film ist „Der letzte Tempelritter mit Nicolas Cage in der Hauptrolle, der in diesem Mix aus Abenteuer, Action, Mystery und Geschichtsfilm als charismatischer Kreuzritter Behmen von Bleibruck zu sehen ist.

Zusammen mit seinem treuen Freund Felsen (Ron Perlman) wird er mit er einer besonderen Aufgabe betreut. Während die Pest in Europa wütet und die Hexenverfolgung ihren Höhepunkt erreicht, müssen die Beiden ein Mädchen für einen Exorzismus in ein einsam gelegenes Kloster bringen. Denn: In dem Kind soll ein bedrohlicher Dämon hausen. Einen ersten Eindruck dieser gefährlichen Mission verschafft euch der actionreiche Trailer:

Der Film kam damals bei vielen Kritikern alles andere als gut weg. Und auch wir vergaben in unserer Kritik gerade mal 1,5 Sterne. Das klare Fazit lautete: enttäuschend. Für den Verfasser dieses Artikels jedoch zählt „Der letzte Tempelritter“ zu den unterhaltsamen und kurzweiligsten Abenteuerfilmen der frühen 2010er-Jahre. Die Hauptgründe: Der mit epischen Landschafts-aufnahmen ausgestattete Film (gedreht wurde u.a. in den österreichischen Apen und Kroatien) nimmt sich und seine Story alles andere als ernst und schert sich bewusst nicht um historische Genauigkeit. Augenzwinkernd pfeift er auf Faktentreue und vermengt stattdessen derart viele Themen, dass Mittelalter- und Fantasy-Fans bei diesem ausufernden „Badasss“-Treiben ihre helle Freude haben werden.

Die Pest und der Tod, religiöse Fanatiker und undurchsichtige Kardinäle, Lepra, Kreuzzüge, Burgen, Hexen, Exorzismus. Das alles, und noch mehr weit mehr, bietet „Der letzte Tempelritter“. Das sind, zugegeben, deutlich zu viele Themen für 90 Minuten. Aber das zusehen bereitet dennoch – oder gerade deshalb – höllischen Spaß.

Apropos Action: Die mitreißenden Kampf- und Gefechtssequenzen sind ein Höhepunkt des Films, allen voran die toll choreografierten Schwertkampf- und Mann-gegen-Mann-Szenen. Kein Wunder, stand mit Dominic Sena („Nur noch 60 Sekunden“) doch ein echter Experte für schweißtreibende Stunts und actionreiche Inszenierungen hinter der Kamera. Fun-Fact am Rande: Nachdem die Testscreenings nicht wirklich gut ankamen, wurde das Ende des Films mit einem neuen Regisseur („Rush Hour“-Macher Bratt Ratner) nochmal komplett neu gedreht.

Ihr steht vor allem auf Thriller, Gruselspaß und Horrorfilme? Dann haben wir hier noch mehr Empfehlungen aus der vergangenen Woche, die natürlich immer noch aktuell sind:

Die 3 besten Filme, die ihr diese Woche bei Amazon Prime Video schauen müsst – 5. bis 11. Januar 2026

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