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    "Auslöschung" ist nur der Anfang: Netflix "klaut" die guten Filme aus den Kinos
    Von Björn Becher — 05.01.2018 um 16:59
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    Bereits Ende 2017 berichteten wir, dass „Auslöschung“ in Deutschland womöglich nicht in die Kinos kommt. Nun ist es gewiss. Der Film ist Teil einer neuen Strategie von Netflix. Für FILMSTARTS-Redakteur Björn Becher Anfang einer fatalen Entwicklung.

    Paramount Pictures

    Als wir unsere große Top-100-Vorschau für das Kinojahr 2018 erstellten, gab es bei uns die Diskussion, ob wir Alex Garlands „Auslöschung“ einbauen sollten. Denn schon damals machte die Meldung die Runde, dass der deutsche Kinostart in Kürze abgesagt werden könnte, da Netflix den Film in vielen Ländern exklusiv über seinen Streamingdienst anbieten wird. Wir entschieden uns dann trotzdem dafür, denn zum einem bekamen wir von Paramount zum damaligen Zeitpunkt die Auskunft, dass der Kinostart noch stehe, zum anderen ist das neue Werk von „Ex-Machina“-Regisseur Alex Garland einer der Filme, auf die wir uns am allermeisten freuen. Der Science-Fiction-Thriller mit Natalie Portman landete so auf Platz vier in unserer Liste.

    Nun ist aber sicher: „Auslöschung“ wird es nicht in den deutschen Kinos zu sehen geben, sondern nur auf Netflix. Der Streamingdienst bekam die Rechte, um den Film frühestens 17 Tage nach dem US-Kinostart zu zeigen (ursprünglich sollte er einen Tag vor US-Kinostart in die deutschen Kinos kommen). Dieses Vorgehen ist Teil einer neuen Strategie des Streamingdienstes, die ich euch nachfolgend erläutern will. Zudem möchte ich euch erklären, warum ich als Filmfan diese Strategie für einen großen Fehler halte und sie der Anfang einer sehr fatalen Entwicklung sein könnte.

    Eigene Serien und Filme auf Netflix

    Im Kampf um Kunden erkannte Netflix schon vor Jahren, dass man diesen exklusive Inhalte bieten muss. Der Streamingdienst investierte daher Unsummen in die Produktion eigener Serien quer durch alle Genres und Stilrichtungen. Doch früh fiel auch die Entscheidung, sich stärker am Filmgeschäft zu beteiligen. Als Netflix im Herbst 2015 „Beasts Of No Nation“ herausbrachte, sorgte dies für viel Aufsehen. Für zwölf Millionen Dollar kaufte der Streamingdienst damals die exklusiven weltweiten Rechte. In den USA gab es in Partnerschaft mit einem Verleih immerhin noch einen kleinen Kinostart, im Rest der Welt nicht.

    Netflix fährt seitdem zweigleisig. Auf sogenannten Filmmärkten und im Umfeld von Festivals tritt man immer stärker als Konkurrent der klassischen Filmverleiher auf und kauft bereits unabhängig produzierte und fertiggestellte Filme ein, die man dann als „Netflix Originals“ anbieten kann – obwohl man in die Filmherstellung gar nicht involviert war. Doch daneben steigt Netflix auch früh selbst in Projekte ein. Mit dem Will-Smith-Ork-Actioner „Bright“ fuhr man auf diese Weise gerade einen beachtlichen Erfolg ein: Man kaufte das Drehbuch für kolportierte drei bis vier Millionen Dollar, steckte satte 100 Millionen Dollar in die Produktion und fand weltweit in wenigen Tagen mehr Zuschauer als viele Kino-Blockbuster.

    "Bright" ist für Netflix ein Erfolg: Mehr als 11 Millionen US-Zuschauer an den ersten drei Tagen

    Netflix genießt in diesem Zusammenhang in der Branche einen guten Ruf, denn der Streamingdienst gibt Filmemachern und Autoren große Freiheiten. David Ayer durfte „Bright“ so machen, wie er wollte. Vor allem nützt dies aber Filmemachern, die es im Studiosystem schwer haben. „Okja“ von Bong Joon-ho ist dafür ein exzellentes Beispiel. Der Koreaner äußerte sich nur lobend über das Studio, das ihm außer der Vorschrift, digital und nicht auf 35mm zu drehen, alles erlaubt habe. Er durfte mit seinem Team arbeiten und vor allem bekam er den finalen Schnitt – ein Privileg, das im klassischen Hollywoodsystem die Ausnahme ist. Um es klarzustellen. Dagegen habe ich gar nichts. Ich finde es sogar gut, dass Netflix bei der Realisierung von Filmen hilft, die wir sonst nicht oder nur als Kompromiss der Macher mit einem Studio zu sehen bekommen würden. Was mir Sorgen bereitet, ist der nun mit „Auslöschung“ einhergehende neue Ansatz von Netflix…

    Die neue Strategie von Netflix

    Netflix will künftig mindestens 80 Filme pro Jahr exklusiv herausbringen. Diese kann der Dienst aber nicht alle in Eigenregie produzieren lassen. Auch beim Wettbieten in Konkurrenz zu den Kinoverleihern kann nur eine begrenzte Anzahl an Filmen zu einem irgendwie noch vernünftigen Preis erworben werden. Daher brauchte es eine neue Strategie und „Auslöschung“ soll der Test für diese sein. Netflix geht nicht mehr in Konkurrenz zu Filmverleihern, sondern kooperiert mit diesen.

    In Ländern, in denen sich der Verleih gute Einspielzahlen erhofft, kommt ein Werk bei diesem Deal künftig noch ins Kino, für den Rest der Welt zahlt der Streaminggigant eine Garantiesumme und bringt den Film exklusiv heraus. Hier in Deutschland werden wir fast immer in eben jenem „Rest der Welt“ landen. „Auslöschung“ wird so in Nordamerika (USA und Kanada) sowie China auf der großen Leinwand laufen, den beiden größten und wichtigsten Filmmärkten der Welt. Es ist davon auszugehen, dass dies fast immer die beiden Regionen sein werden, die noch einen Kinostart bekommen, der Rest muss auf Netflix schauen. Denn es soll eine bestimmte Sorte Film ins Visier genommen werden....

    Netflix "klaut" die guten Filme aus den Kinos

    Netflix will nämlich vor allem jene Filme herauspicken, die irgendwie besonders sind, es aber in den Kinos eher schwer haben würden, weil sie zu keinem etablierten Franchise gehören oder über massig Starpower dank Mega-Budget verfügen. Als „challenging midbudget movies“ wird dieses Beuteschema umschrieben, als Blaupause wird Alex Garlands „Ex Machina“ genannt, der 2015 noch in die Kinos kam und zukünftig wohl in den Fängen von Netflix landen würde. Der mit 4,5 Sternen bewerte „Ex Machina“ bescherte uns phantastische Bilder - diese Bilder entfalten ihre volle Pracht im Kino, wo sie uns zukünftig fehlen würden.

    Es brechen also gerade die Filme weg, die es im Kino besonders schwer haben. An der Spitze der Jahrescharts 2017 stehen Fortsetzungen („Fack Ju Göhte 3“, „Ich – Einfach unverbesserlich 3“, „Star Wars 8“) oder neue Adaptionen bekannter Stoffe („Die Schöne und das Biest“, „Es“). Einen originären Stoff findet man mit „Passengers“ erst auf Platz 19 – beflügelt von der seltenen Kombination der Superstars Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Werke wie „Logan Lucky“ oder „Jackie“ fanden trotz hochkarätiger Besetzung nur 200.000 oder weniger Zuschauer. Es wären genau die Filme, die nun ins Visier von Netflix geraten würde. Selbst kurzweiligere Actionkost wie „Atomic Blonde“ oder „Killer's Bodyguard“ landet dann vielleicht im Netflix-Beuteschema, da keine Massen ins Kino gelockt werden. Auch ein streitbarer Film wie „mother!“ findet sein Zuhause dann womöglich eher bei Netflix als im Kino

    Win-Win-Situation für alle außer den Kinoliebhabern

    Netflix argumentiert damit, dass es eine Win-Win-Situation für alle ist. Der Verleih muss nicht mehr zusätzliches Geld in die Hand nehmen, um den Film rund um den Globus zu bewerben. Und er kann mit garantierten Einnahmen aus dem Netflix-Deal rechnen. Das freut den Buchhalter, denn niemand kalkuliert mit den bei den angesprochenen mittelgroßen Produktionen unverlässlichen Kinogängern, die einem mal einen Hit, aber oft auch einen Flop bescheren.

    Laut Netflix sind der Zuschauer und die Filmemacher ebenfalls Gewinner. Letztere sollen sich darüber freuen, dass nun viel mehr Leute ihr Werk sehen, sie ein größeres Publikum erreichen. Und der Zuschauer bekommt den Film direkt nach Hause auf die Couch geliefert, muss jenseits seines Monatsbeitrages nicht mehr extra zahlen, nicht den weiten Weg ins Kino auf sich nehmen und dort noch Geld für Popcorn und Getränke lassen. Dass „Kino, dafür werden Filme gemacht“ kein abgedroschener Werbespruch ist, sondern die Meinung vieler Fans – inklusive des Autors dieser Zeilen – versteht man bei Netflix anscheinend nicht.

    Filmemacher als Widerstandsbollwerk?

    Und selbst die Filmemacher sehen sich nicht unbedingt als Gewinner. Bong Joon-ho schwärmte zwar von den kreativen Freiheiten, doch genau die greifen bei dem neuen Modell nicht. Gearbeitet wird dann nämlich trotzdem klassisch im Studiosystem. „Auslöschung“-Regisseur Alex Garland ist daher auch „enttäuscht“, dass sein Film in ganz Südamerika, ganz Europa, Afrika und Asien (außer China) nicht im Kino zu sehen sein wird. Er habe seinen Film für ein bestimmtes Medium unter bestimmten Voraussetzungen gemacht. Sein Film sei nun einmal gemacht worden, um ihn auf der großen Leinwand zu sehen, so der Regisseur zu Collider. Das sei nicht vergleichbar mit der Situation anderer Kollegen, die wussten, dass sie ihren Film für Netflix machen.

    Christopher Nolan lässt sich derweil bereits vertraglich zusichern, dass seine Filme immer zuerst im Kino gezeigt werden. Er wetterte bereits mehrfach öffentlich gegen das Gebaren von Netflix, Filme nicht in die Lichtspielhäuser zu bringen. Liegt damit unsere Hoffnung nun auf den Filmemachern, die sich gegen das Modell sträuben? Nein. Ein Nolan kann eine solche Klausel mit seinem Haus-und-Hof-Studio Warner vielleicht noch recht einfach aushandeln. Dort würde man seit dessen Erfolg mit der „Dark Knight“-Trilogie wahrscheinlich auch nicken, wenn er für 150 Millionen Dollar das Telefonbuch von Buxtehude verfilmen will. Doch was Nolan oder vielleicht auch Spielberg und Tarantino können, können die meisten anderen nicht. Und gerade die stehen im Fokus von Netflix. Garland kann so seine „Enttäuschung“ zwar öffentlich kommunizieren, aber dagegen machen kann er nichts und das obwohl sein Produzent Scott Rudin („The Social Network“) sich auf seine Seite stellte. Doch selbst dem einflussreichen Oscarpreisträger gelang es nicht, den Deal zu verhindern.

    Amazon macht es besser

    Dabei gibt es bereits ein Modell, das zeigt, dass es auch anders gehen kann - und es ist ausgerechnet der Konkurrent, dem Netflix nun nacheifert. Man kann Amazon auf vielen Ebenen harsch und scharf kritisieren (Arbeitsschutz, das Ausnutzen von Steuerschlupflöchern), doch was der Anbieter im Film-Bereich macht, ist der bessere Weg.

    Der Versandhändler setzt wie Netflix nicht nur auf eigenproduzierte Filme („Paterson“ von Jim Jarmusch, „Elvis & Nixon“ mit Kevin Spacey), sondern holt sich ebenfalls Rechte in Kooperation mit klassischen Kinoverleihern – wie zum Beispiel für „Manchester By The Sea“ oder „Die verlorene Stadt Z“. Dabei gilt bislang die Regel: Die Filme – selbst wenn sie von Amazon komplett finanziert wurden – kommen zuerst ins Kino - und auch außerhalb Nordamerikas. So haben alle Zuschauer etwas davon: Wer den Film auf der großen Leinwand sehen will, bekommt die Chance. Wer lieber auf dem heimischen Sofa sitzt, kann ihn später dort auch ganz bequem im Rahmen seines Abos sehen.

    Was folgt nach "Auslöschung"?

    Für 2018 dürfen wir sicher mehrere Filme erwarten, die hier gar nicht mehr im Kino landen, obwohl sie aktuell noch einen Starttermin haben – irgendwie muss Netflix seine Ankündigung von 80 Filmen für 2018 ja realisieren. „Auslöschung“ ist laut dem Branchenmagazin Deadline ein Testballon. Wird der erfolgreich, wird Netflix noch mehr mit den Kinoverleihern zusammenarbeiten und eine ganze Reihe solcher Deals schließen. Beim neuen „Shaft“-Film mit Samuel L. Jackson steht so zum Beispiel schon fest, dass es einen Kinostart nur in Nordamerika geben wird. Im Rest der Welt ist das Thema nicht zugkräftig genug, Netflix bekommt daher die Rechte.

    Und natürlich wird der Test erfolgreich. Paramount hat jetzt schon das Gros der Ausgaben für „Auslöschung“ wieder eingenommen. Und auch ich will das Werk von Alex Garland sehen, Netflix ist die einzige Option neben einer USA-Dienstreise. Der Streamingdienst wird also kurz nach Veröffentlichung des Films Erfolgszahlen vermelden. Netflix wird so immer mehr der „challenging midbudget movies“ – wie es so schön in der US-Berichterstattung heißt – exklusiv in Deutschland zeigen. Im Kino bleiben die Blockbuster zurück und im schlimmsten Fall wird ein Teufelskreis in Gang gesetzt: Wenn immer mehr dieser „herausfordernden Filme“ bei Netflix zur Verfügung stehen, wählen vielleicht immer mehr Zuschauer diesen bequemen Weg und entscheiden sich für den neuen Film auf Netflix statt für den im Kino. Dort bleiben immer mehr Zuschauer bei diesen Filmen weg, so dass immer mehr Verleiher versucht sind, das Angebot von Netflix anzunehmen…

     

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    Kommentare
    • Stephan
      Wow, ich habe noch nie so einen Mist gelesen! Zuerst einmal gehört so ein Artikel in einen Kolumnen-Bereich und nicht in die News Kategorie!Zum anderen frage ich mich wirklich, was genau ist eigentlich Dein Standpunkt? Du findest es nicht okay, dass Netflix die Filme aufkauft, die im Kino ohnehin keinen Erfolg haben würden und die mittlerweile astronomischen Preise fürs Kino noch weiter in die Höhe treiben würde? Du glaubst ernsthaft, dass Amazon mit dem klassischen 80er-Jahre-Videoverleih Konzept besser fährt? Das ein Film erst ins Kino kommen muss, dann einige Wochen bis Monate nur zum Kauf angeboten werden soll, bevor er dann endlich mal zum Ausleihen zur Verfügung steht? Frag Dich doch lieber mal, was heutzutage noch so toll am Kino ist. Spätestens seit dem es nur noch 3D Filme gibt, ist der Spaß für mich endgültig vorbei. Wer will schon einen 3 € Aufschlag auf einen Film haben, nur damit einmal im Film ein teuerer 3D Spezialeffekt auftaucht, den man durch eine verschmutzte Brille sieht, weil der Spülautomat mal wieder Schlieren hinterlassen hat? Und ich will auch keine 15 € für einen Film bezahlen, den ich mir für den selben Preis kaufen könnte. Mal von den astronomisch hohen Preise der großen Kinobetreiber-Ketten für eine Flasche Bier (3-4 €) und Popcorn (5€) abgesehen. Denn die kleinen Kino's, die sich richtig Mühe geben, wo man nicht das Gefühl hat abgezockt zu werden, die gibt's kaum noch. Die großen Kinos verlangen immer mehr Geld und bieten nicht mal einen guten Service. Ständig gibt es irgendwelche technischen Pannen, weil niemand mal die ersten 5 Minuten im Projektorraum bleibt, um zu sehen ob der Film ordentlich anläuft. Außerdem werden die Filme immer länger. Und ich will nicht 2,5-3 Stunden rumsitzen ohne mal auf die Toilette zu gehen oder mir ein neues Bier zu holen. Wo ist der Pause-Knopf wie bei Netflix. Ich finde Netflix macht es als einziger richtig. Ständig neue und sehr interessante Inhalte, da weiß ich warum ich für das Abo zahle. Und wenn ich demnächst die großen Blockbuster anstatt im Kino endlich im Heimkino betrachten kann umso besser. Denn für ne große Leinwand und ein gutes Soundsystem braucht heutzutage niemand mehr ins Kino zu gehen. Es sei denn man steht auf diesen 3D Unsinn. Für mich ist Kino ein veraltetes Konzept. Es bringt mehr Nachteile als Vorteile. Und die Kinobetreiber ändern nichts daran, um mit Netflix und co mitzuhalten. Letztlich werden auch sie irgendwann dem Fortschritt und dem Wandel den das Netz mit sich bringt zum Opfer fallen, genau wie die vielen Buchhandlungen die nicht auf den Online-Zug aufgesprungen sind. Thalia zum Beispiel hat es hier richtig gemacht. Die bieten wenigstens rund um Bücher eine richtige Erlebniswelt, etwas zum Anfassen. Tolles Konzept. Solange man etwas vergleichbares nicht im Kino erlebt, sehe ich da keinen Vorteil.
    • Bj?rn Becher, FILMSTARTS.de
      Ich freue mich über ausführliche und zudem differenzierte Beiträge zur Diskussion.
    • Thomas W.
      Das ist es halt. Sound und Bild worauf ich sehr viel wert lege ist teilweise unterirdisch in Kinos!!! Es DARF nicht sein das das meine Einstellungen(nicht die Technik) zu Hause besser sind, als im Kino!!! Und dann noch die Sache mit der Synchronisation oben drauf. Gucke fast jeden Film/Serie in der original und der syncro Fassung (Frau versteht nicht so gut englisch), und bin teilweise mehr als erschrocken wie da übersetzt wird!!! Und erst diese Leidenschaft bei der deutschen syncro 🤢🤮Viedeospiele werden mittlerweile besser synchronisiert als Filme!!!
    • Thomas W.
      Bin ganz deiner Meinung. Ich liebe Kino, aber meine Couch,tv und Sound sind leider in den meisten Fällen genauso gut, wenn nicht besser wie unmotivierte Kinos wo ich mich frage wie der BILD/SOUND verantwortliche seine Tätigkeit rechtfertigt!!!Mal schauen was mir morgen das größte Kino in Köln bietet bei Black Panther 😂😂😂
    • DVD J.
      Finde die Diskussion so interessant, dass ich auch mal was schreiben muss.Ich begrüße es dass Netflix und co. die Filme bringen. Versteht mich nicht falsch - ich habe Kino geliebt und war in den neunzigern auch gerne mal in 60 Filmen pro Jahr, also jede Woche einmal, manchmal auch öfter. Aber da hatte man zuhause einen maximal 32 Zoll großen Fernseher und keine 5.1-oder-mehr-Anlage. Dazu noch VHS!Heute ärgert mich mehr, dass ich ein halbes Jahr warten muss um den Film meiner Wahl zuhause zu gucken. Und ich schließe mich ZombAid an - Irgend etwas stört mich immer im Kino und das schmälert meinen Filmgenuss und ich bewerte einen Film schlechter als er tatsächlich ist. So oft ist er dann beim zweiten mal anschauen auf Bluray viel besser!Wegen mir sollen sie es halt parallel im Kino und als VoD bringen, damit die lieben Kinogänger es auf der großen Leinwand sehen können und wir Couchpotatos bequem daheim. Oder erst auf Netflix und drei Monate später im kommunalen Kino für die, die meinen das kommt in groß noch besser. Hab auch schon manchmal gedacht: den hätte ich gerne im Kino gesehen!In diesem Sinne: auf eine schöne Medienzukunft in der wir alle bekommen was wir wollen.
    • ZombAid
      Also, ich kann es nur begrüßen, wenn Kinos in ihrer aktuellen Form einfach aussterben würden. Diese scheiß digitalen Projektionen in den Kino Sälen, viel zu dunkel und schlecht eingestellt. Leider je kleiner das Kino in Berlin, umso weniger Ahnung von Einstellung der jeweiligen Geräte...Ich will das Kinos ne Ahnung haben, von dem was sie machen und das ganze dann bitte im O-Ton. Kann doch nicht sein, das in ganz Berlin Der seidene Faden nur in Digitaler Projektion läuft, statt wie in England auf 35mm und sogar 70mm! So schau ich mir den nicht an, da warte ich dann lieber auf den digitalen Release ala 4k UHD und sehe den Film dann wenigstens anständig! Mit analogen Bild kann man im Saal noch was reißen, digital kommt keiner (fast) keiner an meinen OLED ran. Nur IMAX ist besser und mit 13-17€ deutlich zu teuer.Da schau ich das ganze dann lieber in Dolby Vision von Netflix und muss die Eierschädel mit Beanie Mütze vor mir nicht ertragen...
    • Robin
      Wenn morgen alle Kinos schließen würden, würde ich nichts vermissen. Wenn ich sehe was die Kinos mittlerweile für Preise aufrufen, gucke ich den Film lieber gemütlich zu Hause. Bei einem 65 OLED Fernseher und Surround System fällt mir auch kein einziger Grund ein, die Filme im Kino zu schauen. Meiner Meinung nach bietet Kino einfach keinen Mehrwert mehr. Kinos hatten früher ihre Berechtigung der, da sich kaum jemand einen anständigen Fernseher leisten konnte. Bei den heutigen Preisen für 4K Fernseher ist das aber nicht mehr notwendig. Neue Filme sollten einfach parallel im Kino und On Demand erscheinen. Ich sehe einfach nicht ein, warum Filme heutzutage noch als erstes im Kino laufen müssen.
    • sven
      Joar, dit jibt diese 22.50 Flatrate Carte, für ein volles Jahr, was ich zumindest nicht wusste!! Ich dachte,das Ding wäre von Anfang an monatlich kündbar!Am 08.01.2018 10:35 schrieb Disqus <notifications@disqus.net>:
    • Mr.Mayhem
      Hier wird sich das Maul zerfetzt über: 3D, hohe Kinopreise, nervige Kinobesucher (höchstwahrscheinlich war jeder von euch auch mal für andere Besucher ein störender Faktor) etc. Dabei werden solche Faktoren durch Netflix, sollte es in Zukunft wirklich so sein, dass Indiefilme und Midbudget-Produktionen nicht mehr im Kino landen, verstärkt. Gerade Arthouse- und Programmkinos sind doch auf solche Filme angewiesen, denn mit großen Kinoketten und Blockbustern können die meisten Kinos nicht konkurrieren. Es würden einige Kinos verschwinden und zurückbleiben werden die Ketten. Dann habt ihr in Zukunft nur noch solche Orte, die euch aufregen. Da hängt ein riesiger Rattenschwanz dran und ich habe keine Lust alles auszuführen. Leute mit ein bisschen Verstand kommen selbst auf die Folgen. Einige Beispiele- Was passiert mit den ganz kleinen Filmen, wenn es keine Kinos mehr gibt, die sie zeigen können?- Seid ihr bereit für Netflix 20-30€ und mehr auszugeben. - Hört auf ins Kino zu gehen und irgendwann schwinden auch die großen Produktionen
    • Modell-101
      Naja, die Anzahl solcher Film-„Huldiger“ wie Björn Becher oder andere hier ist halt vergleichsweise mit Ottonormalverbrauchern zu gering. Ich schau Filme auch lieber im Kino. Aber das ist schon umständlicher, da ich mir immer Gesellschaft organisieren muss, selbst wenn es meine Frau ist, Zeit finden und dann ist da noch der mittlerweile wirklich übertriebene Preis für ein Kinoticket. Thor 3 letztens zu Zweit... 30€. 3D-Zwang, Überlänge und die kostenpflichtige Platzreservierung, wenn man nicht irgendwo ganz Außen sitzen will. Und es hat sich echt nicht gelohnt für den Preis. Popcorn und Cola nochmal extra. Für das Geld geh ich dann doch lieber in den Hansapark z.B., anstatt es für einen Film auszugeben. Mir kommt dann in der Hinsicht die Netflixmasche gerade recht. Klar, so fette Filme wie Star Wars oder Avengers 3 muss man schon im Kino sehen, aber Dramafilme muss echt, für mich, nicht sein. Sodass ich jetzt für gute neue Filme nicht zwangsläufig ins Kino muss um mindestens 11€ für ein Ticket, ohne Zuschlag, zu zahlen.
    • Thomas Hellmann
      Als Kinofan kann ich die Gedanken des Autors durchaus nachvollziehen, aber das Kino ist inzwischen einer disruptiven Technologie gleichzusetzen, die über kurz oder lang ersetzt und in der jetzigen Form nicht mehr existieren wird. So funktioniert die Welt nun einmal.Ich denke, dass Kinos nun nachlegen müssen, oder ihnen wird das selbe Schicksal ereilen, wie beispielsweise einst Kodak. Wie genau das aussehen müsste, weiß ich selber nicht. Aber wenn ich mir anschaue, wie Kinos jetzt versuchen die Zuschauer in die Säle zu bekommen, dann kann ich auch nur mit dem Kopf schütteln. Was sollen diese blöden Rüttelsitze? Oder dieses lächerliche Pseudo-3D (damit meine ich nicht richtige 3D Filme wie Avatar, sondern den ganzen aufpolierten Mist)? Sowas tut man sich ein oder zwei mal an, aber danach spare ich mir die Kinokarte lieber. Kinobetreiber müssen sich einfach was überlegen und bis hier nicht irgend jemand mit einer richtig guten Idee kommt, wird's mit den Lichtspielhäusern immer weiter bergab gehen.
    • Jimmy V.
      Dazu müsste ich so ein Ding um die Ecke haben. ;) UCI ist okay. War nur einmal drinnen.
    • Bj?rn Becher, FILMSTARTS.de
      Ja, das Problem ist, dass Okja ein richtiges Netflix Original ist, also einen Film, der direkt für Netflix gemacht wurde. Da gehe ich davon aus, dass die erst mal nicht anders erscheinen. Bei Auslöschung ist es wie gesagt anders. Und die Auseinanderhaltung wird natürlich immer schwerer, weil Netflix das ja auch bewusst verwässert, um die eigene Marke zu stärken. Eine Serie wie Better Call Saul wird in Deutschland als Netlix Original bezeichnet und der entsprechende Hinweis kommt im Vorfeld. Dabei hat Netflix mit der Serie nix zu tun, sondern nur Streamingrechte für viele Länder erworben, so auch für Deutschland. Die Serie wird aber für den US-TV-Sender AMC produziert. In den USA läuft dagegen der deutsche Film Er ist wieder da als Netflix Original. Auch damit hat Netflix aber nix zu tun, sondern eben die US-Streamingrechte gekauft.
    • Bj?rn Becher, FILMSTARTS.de
      Natürlich ist man in Berlin, wo quasi jeder deutsche Kinostart auch läuft, in einer glücklichen Lage. Aber es geht ja nicht gerade um das Entweder-Oder. Ich begrüße es ja, wenn Netflix diese Filme zeigt und sie so weiter verbreitet. Ich begrüße es nur nicht, dass diese Filme gar nicht mehr ins Kino kommen, sondern nur auf Netflix laufen. Daher ja mein Verweis aufs Amazon-Modell: im Kino und (!) auf Amazon.
    • sven
      Stimmt, wo du es jetzt sagst, sowas, auch zuhause, während eines Filmes die Pause Taste drücken um aufs Klo zu Gehen, mache ich sowas von gaaaanz selten!!
    • sven
      Du kannst dir doch eine Flatrate Karte im UCI holen und, dann weiterhin ALLE Filme gucken,, bis der Arzt kommt!
    • sven
      Seit wann wird man denn gezwunden, einen Film in 3D zu sehen?? Das ist doch totaler Quatsch!! Man hat fast IMMER die Auswahl zwischen 2 und 3D!!
    • sven
      Jepp, ich möchte echt NICHT wissen, wieviele Menschen es HEUTE noch ins Kino zieht, alleine NUR WEGEN des irren Sounds, den man eben zuhause NICHT HAT!!
    • sven
      Diese Aussage übeer die Bild und Ton Qualität ist KEIN Unsinn!! Ich liebe diese Qualität, wenn ich im Kino sitze!! Zuhause werde ich NIE so einen bomabistischen Sound haben!!
    • sven
      Neee, glaube ich nicht, auch, wenn es JETZT schon Glotzen gibt über eine ganze Wand im Wohnzimmer, wirds das Kino hofffentlich WEITERHIN geben!!
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