Heute ist es so weit: Die nächste und letzte Runde des wohl chaotischsten Familientreffens der jüngeren deutschen Kino-Comedy-Geschichte beginnt. Ab dem heutigen 20. Oktober 2025 erweitert Netflix sein Filmangebot um Sönke Wortmanns „Der Spitzname“. Der dritte Teil der erfolgreichen NAMEN-Reihe nach „Der Vorname“ und „Der Nachname“, ist ab sofort im Streaming-Abo verfügbar.
Erneut versammelt Wortmann ein hochkarätiges Ensemble in einer Mischung aus scharfzüngiger Satire und peinlichen Enthüllungen. Diesmal kollidieren die Böttchers, Wittmanns, Bergers und Königs in der idyllischen – und bald eskalierenden – Kulisse der Tiroler Alpen. Beim neuesten Schlagabtausch steht nicht nur eine Hochzeit auf der Kippe...
Worum geht es in "Der Spitzname"?
Die Geschichte führt die bekannten, teils dysfunktionalen Familienmitglieder für ein weiteres turbulentes Treffen zusammen. Anlass ist die geplante Hochzeit von Anna (Janina Uhse) und Thomas (Florian David Fitz), die ihre Liebsten in die verschneiten Tiroler Alpen eingeladen haben.
Dort treffen alte Konflikte auf neue Entwicklungen: Stephan (Christoph Maria Herbst) ist gewohnt zynisch und muss seine kürzliche Entlassung als Professor verarbeiten. Seine Frau Elisabeth (Caroline Peters) bessert heimlich die Familienkasse mit riskantem Bitcoin-Handel auf. Thomas steht vor dem Aufstieg in den Vorstand eines Immobilienkonzerns, der eine Sensibility-Schulung voraussetzt. Auch René (Justus von Dohnányi) und Dorothea (Iris Berben) bringen als überfürsorgliche Eltern von Zwillingen ihre eigenen Probleme mit. Zusätzliche Zündschnur bieten Stephans und Elisabeths jugendlich-woke Kinder Cajus (Jona Volkmann) und Antigone (Kya-Celina Barucki), die mit ihren Ansichten für weiteres Chaos in der Winteridylle sorgen.
Wie das erneute Zusammentreffen der Generationen und Weltanschauungen in der Alpenkulisse verläuft und ob am Ende mehr als nur die geplante Hochzeit auf der Kippe steht, könnt ihr ab sofort auf Netflix sehen.
Lohnt sich der Film?
Tatsächlich spalten sich bei dieser Frage die Gemüter: Die Autorin dieser Zeilen empfindet den Film als unterhaltsame und solide Komödie, während FILMSTARTS-Autor Markus Tschiedert für „Der Spitzname“ nur laue 2 von 5 Sterne vergibt. Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) hingegen würdigt die Komödie mit dem Prädikat "wertvoll".
Generell liegt die Stärke der NAMEN-Reihe im herausragenden Ensemble und in der scharf beobachteten Dynamik einer Bildungsbürger-Familie. Die Dialoge sind wie gewohnt pointiert und zynisch, getragen von einem perfekt eingespielten Cast um Christoph Maria Herbst und Caroline Peters. Die Tiroler Bergkulisse dient als gelungene, wenn auch klischeehafte Folie für die familiären Abgründe.
Wortmann bettet übrigens aktuelle gesellschaftliche Themen – von Generationenkonflikten über Wokeness und Bitcoin-Hype bis hin zur Krise der männlichen Identität – in seine Komödie ein. Für Fans der Vorgängerfilme und Freunde des gehobenen Wortwitzes ist die dritte Familienzusammenkunft nach Meinung der Autorin dieser Zeilen ein unterhaltsamer, wenn auch nicht revolutionärer, Filmabend.
Was diesen Monat sonst noch auf Netflix anläuft, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
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