Bei Namen wie „Winterkartoffelknödel“, „Dampfnudelblues“ oder „Grießnockerlaffäre“, dürfte fachkundigen Leser*innen nicht nur das Wasser im Munde zusammenlaufen, sondern auch die Lust auf wunderbar unterhaltsame und herrlich durchgeknallte Provinz-Krimis hochkochen. Schließlich sind all diese Titel Teil der sogenannten Eberhofer-Krimis. Diese gibt es nicht nur als Romane von Rita Falk, sondern seit 2013 auch im Kino – hier kongenial umgesetzt von Regisseur Ed Herzog.
Anfangs noch als Geheimtipp gestartet, der insbesondere ein bayrisches Publikum ansprach, entwickelte sich die Eberhofer-Reihe schon bald zum gesamtdeutschen Phänomen. Mit „Sauerkrautkoma“ aus dem Jahr 2018 konnte dann erstmals die Millionenmarke im Kino durchbrochen werden. Zwischen 2013 und 2023 wurden insgesamt neun Filme produziert – und nach einigen Unstimmigkeiten hinter den Kulissen soll nun mit „Steckerlfischfiasko“ am 13. August 2026 endlich der zehnte Teil in die Bewegtbildtempel kommen.
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Wer sich die Zeit bis dahin vertreiben möchte – oder noch ein passendes Weihnachtsgeschenk sucht, der hat jetzt die Möglichkeit sich die jüngsten drei Fälle in einer stimmigen Box ins Heimkino zu holen. „Die dritte Eberhofer Triple Box“ erscheint am 20. November 2025 und kann schon jetzt bei Online-Händlern wie Amazon auf DVD* und Blu-ray vorbestellt werden:
In dieser Kollektion enthalten sind die kultigen Krimi-Komödien „Kaiserschmarrndrama“, „Guglhupfgeschwader“ und „Rehragout-Rendezvous“ – und damit die Fälle sieben bis neun der Eberhofer-Krimis. Wer sich die vorangegangenen Filme auch noch fürs Heimkino sichern möchte, der findet „Die zweite Eberhofer Triple Box“* und „Die Eberhofer Triple-Box“* ebenfalls noch im Handel erhältlich.
"Kaiserschmarrndrama": Wenig Krimi – viel Vergnügen
Darum geht es: Die gemütlichen Zeiten für Provinzpolizist Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) sind vorbei, denn sein verunfallter Kollege Rudi (Simon Schwarz) sitzt im Rollstuhl und quartiert sich – samt Forderung nach Rundumbetreuung – bei ihm ein. Gleichzeitig plant Franz’ Freundin Susi (Lisa Maria Potthoff) gemeinsam mit seinem Bruder ein Doppelfamilienhaus mit Gemeinschaftssauna direkt neben dem Hof, sehr zum Ärger der gesamten Familie. Zusätzlich sorgen eine Motorradgang und mit Marihuana versetzte Fleischpflanzerl für Aufruhr im Dorf. Und während Franz den Mord an einem Webcam-Mädchen eher lässig angeht, entdeckt er entsetzt, dass seine besten Freunde zu deren Stammkunden gehörten.
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Selbst im siebten Anlauf funktionieren die Eberhofer-Krimis noch tadellos – auch wenn hier weniger als sonst der eigentliche Fall im Fokus steht, sondern die Zuschauer*innen stattdessen einfach sehr viel Zeit mit den schrulligen Bewohner*innen des verschlafenen Örtchens Kaltenkirchen verbringen. In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gibt es dementsprechend für „Kaiserschmarrndrama“ gute 3,5 von 5 möglichen Sternen.
"Guglhupfgeschwader": Dienstjubiläum für Eberhofer
Darum geht es: Zum zehnjährigen Dienstjubiläum hätte Franz Eberhofer eigentlich allen Grund zum Feiern, doch organisiertes Verbrechen, Glücksspiel und überraschender Familienzuwachs durchkreuzen seine Pläne. Die Situation eskaliert, als Lotto-Otto (Johannes Berzl) von dubiosen Gestalten verfolgt wird und sein Laden samt Besitzer explodiert. Zusätzlich bringt Rudis neue Freundin Theresa (Stefanie Reinsperger) das eingespielte Ermittler-Duo völlig aus dem Gleichgewicht. Und als wäre das nicht genug, fordert Susi Franz zu einer Paartherapie auf, die ihn vor ungewohnte Probleme stellt.
„Guglhupfgeschwader“ ist wahrscheinlich der actionreichste Film der Eberhofer-Reihe, denn im Finale kommt es zu einem ungewohnt drastischen Shootout, in dem es reichlich blaue Bohnen regnet. Doch Fans der Reihe müssen keine Sorgen haben, natürlich verbringen wir auch im achten Teil wieder viel Zeit damit, den Kaltenkirchener*innen beim täglichen Wahnsinn über die Schultern zu schauen. Dafür gibt es 3,5 Sterne in der FILMSTARTS-Kritik.
"Rehragout-Rendezvous": Im Hause Eberhofer hängt der Haussegen schief
Darum geht es: Bei den Eberhofers herrscht Chaos, weil Oma Eberhofer (Enzi Fuchs) beschlossen hat, ausgerechnet an Weihnachten keine ihrer berühmten Speisen mehr zu kochen. Franz fühlt sich heillos überfordert, zumal Susi inzwischen Karriere als stellvertretende Bürgermeisterin macht und kaum Zeit hat. Gleichzeitig verschwindet der Steckenbiller Lenz spurlos, was die besorgte Mooshammer Liesl (Eva Mattes) zu einer Vermisstenanzeige drängt. Da weit und breit keine Leiche auftaucht, steht Franz erneut vor einem kniffligen Fall.
Streik muss erlaubt sein! Gerade dann, wenn es so berechtigt ist wie im Falle von Oma Eberhofer. Seit inzwischen neun Teilen tischt die schlagfertige Rentnerin Sohn und Enkel jede Menge Leckereien auf – und bekommt es nur in den wenigsten Fällen wirklich gedankt. Für uns in der FILMSTARTS-Redaktion zählt „Rehragout-Rendezvous“ zu den lustigsten Filmen der Reihe, auch wenn hier mal wieder die kriminologischen Aspekte stark in den Hintergrund treten – und das Ganze so manchmal schon eher den Charme einer gelungenen Provinz-Sketchshow besitzt. Wir vergeben in der FILMSTARTS-Kritik 3,5 von 5 möglichen Sternen.
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